Krebs: Ein neu entdeckter Wirkstoff unterdrückt effizient die Bildung von Metastasen

Durchbruch in der Krebsforschung

Metastasenbildung stellt bei vielen Krebserkrankungen wie beispielsweise bei Brustkrebs die größte Gefahr für die Betroffenen dar. Bei mehr als 90 Prozent der krebsbedingten Todesfälle sind Metastasen für den schweren Krankheitsverlauf verantwortlich. Sie gelten laut aktuellem Stand der Medizin als nahezu unheilbar. Ein Schweizer Forschungsteam entdeckte kürzlich einen Wirkstoffe, der Tumorzellen daran hindert, Metastasen zu bilden.

Forschende der Universität und des Universitätsspitals Basel entdeckten kürzlich im Rahmen einer Studie einen neuen Wirkstoffe, der die Metastasenbildung bei Krebs unterdrücken kann. Die Forschungsergebnisse veröffentlichte das Team in dem renommierten Fachjornal „Cell“.

Was sind Metastasen und wie entstehen sie?

Normalerweise gehört jede Zelle im Körper einem bestimmten Zellverband an, zum Beispiel bleibt eine Herzzelle eine Herzzelle und eine Leberzelle bleibt eine Leberzelle. Tumorzellen können diese Grenzen jedoch überschreiten, indem sich Zellen aus dem Zellverband lösen und im Blut oder den Lymphbahnen auf Wanderschaft gehen. So gelangen sie in andere Gewebeverbände, wo sie sich im schlimmsten Fall ansiedeln und Tochtergeschwülste bilden – die sogenannten Metastasen.

Das tödliche Potenzial von Krebs verringern

Das Schweizer Forschungsteam verfolgte einen interdisziplinären Ansatz, bei dem Mikrobiologen, Mediziner und Bioinformatiker Hand in Hand zusammenarbeiteten. So konnten sie eine Substanz identifizieren, die Krebszellverbände daran hindert, weitere Tochtergeschwulste zu bilden. „Wir wollten nicht dem Standardansatz folgen und Wirkstoffe suchen, die Krebszellen abtöten“, erläutert Professor Dr. Nicola Aceto in einer Pressemitteilung zu den Studienergebnissen. Vielmehr ginge es in der Studie darum, Medikamente zu identifizieren, mit denen die Zellcluster unwirksam gemacht werden, die für eine Metastasenbildung verantwortlich sind.

Krebszellen auf Wanderschaft

Angriffspunkte des neuen Wirkstoffes sind die zirkulierenden Tumorzellen (CTCs), die sich von einem Tumor abspalten und in anderen Geweben neue Tumore bilden können. Laut den Forschenden könnten die CTCs als Einzeller oder als Zellverbände in der Blutbahn und dem Lymphsystem unterwegs sein. Es seien in erster Linie die zirkulierenden Tumorzellverbände (CTC-Cluster) für eine Metastasenbildung verantwortlich, berichten die Krebsexperten.

Wann bilden CTC-Cluster ein Tochtergeschwulst?

Wie die Schweizer Forschungsgruppe berichtet, findet im Zuge der CTC-Clusterbildung auch eine chemische Veränderung in den zirkulierenden Krebszellen statt. Dadurch werden bestimmte Gene in den Krebszellen aktiviert oder deaktiviert, wodurch die Krebszellen die Eigenschaften von embryonalen Stammzellen erhalten. So bekämen sie erst durch die Clusterbildung die Fähigkeit, unkontrolliert zu wachsen und verschiedene Gewebetypen zu erzeugen. Einzelne zirkulierende Tumorzellen besäßen diese Fähigkeit nicht.

Versammlungsverbot für Krebszellen

Die Forscherinnen und Forscher haben in ihrer Studie dokumentiert, dass sich diese chemischen Veränderungen vollständig umkehren lassen. Sie entdeckten einen Wirkstoff, der die zirkulierenden Zellverbände dazu veranlasst, sich wieder in Einzelzellen aufzutrennen, wodurch sie auch die oben genannten Eigenschaften verlieren. Insgesamt suchte das Team in 2486 von der US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassene Substanzen nach einem passenden Wirkstoff. Tatsächliche fanden die Forschenden Hemmstoffe, die eine Auflösung der CTC-Cluster bewirken und so eine Metastasenbildung verhindern. Im nächsten Schritt soll die neue Behandlung in Rahmen einer klinischen Studie an Patientinnen mit Brustkrebs getestet werden. (vb)

Quelle: Den ganzen Artikel lesen

Kommende Zecken-Invasion 2019: Forschende warnen vor neuen Überträgern von Viren

2018 war ein Rekordjahr für Zecken – 2019 könnte schlimmer werden

Im Jahr 2018 wurde die höchste Anzahl an Zecken gesichtet, die jemals in Deutschland dokumentiert wurde – ein Rekordjahr für Zecken. Experten prognostizieren, dass dieser Rekord in diesem Jahr schon wieder gebrochen werden könnte. Neben der auffällig hohen Zahl an Jungtieren (Nymphen) ist auch die Verbreitung neuer Zeckenarten besorgniserregend. Experten haben sich auf dem MSD Parasitologenkongress in Wien über diese Problematik ausgetauscht.

Die Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier durch Zecken wird im Jahr 2019 weiter ansteigen, warnen Zecken-Experten, die sich auf dem MSD Parasitologenkongress in Wien zusammengefunden haben. 23 führende Wissenschaftler sowie Veterinär- und Humanmediziner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz tauschten sich auf dem Kongress zu dem aktuellen Aufkeimen der Zeckenpopulation aus.

Zecken auf dem Vormarsch

Bereits im Frühjahr 2018 sagte Dr. Gerhard Dobler vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München das Rekordhoch auf Grundlage seiner längjährigen Erhebungen voraus. Auf dem Kongress wurde dies nun bestätigt. Die Experten berichten von einem besorgniserregenden Anstieg. In den vergangenen neun Jahren lebten etwa 260 Zecken auf einer Fläche von 100 Quadratmetern. Im Jahr 2018 wurde eine Zeckenanzahl von 400 Stück pro 100 Quadratmetern gemessen.

Neue Zeckenarten breiten sich aus

„Wir beobachten die Ausbreitung neuer Zeckenarten, wie der Auwaldzecke, die etwa 50 Kilometer pro Jahr Richtung Westen wandert und bereits Hannover erreicht hat“, berichtete Dr. Gerhard Dobler auf dem MSD Parasitologenkongress. Daneben sei auch der kontinuierliche Anstieg der gesamten Zeckenpopulation besorgniserregend. Die Zecken gelten als Überträger gefährlicher Infektionskrankheiten wie des Krim Kongo Virus, Heartland Virus, Neoehrlichia oder Anaplasma.

Höhere und längere Infektionsgefahren

„Es gibt mehr und neue Zecken, die in milden Jahren früher aktiv werden und länger aktiv bleiben und immer gefährlichere Krankheiten übertragen“, warnt der Zecken-Fachmann. Mit dem Rekordhoch der Zeckenpopulation sei gleichzeitig auch eine neue Höchstzahl an Frühsommer-Meningoenzephalitis-Fällen aufgetreten. Das Bewusstsein über diese neue Bedrohung sei in der Bevölkerung noch nicht genug ausgeprägt, betonen die Experten.

Trügerische Sicherheit

Im Sommer stellten viele Hunde- und Katzenbesitzer einen Rückgang der Zeckenbisse bei ihren Haustieren fest. „Das heißt aber nicht, dass die Zecken nicht da oder nicht aktiv waren“, ergänzt Dr. Daniel Sicher, Geschäftsführer bei MSD Tiergesundheit. Zecken würden sich bei Hitze und Trockenheit nur vorübergehend in den Wald zurückziehen. Daneben seien im Jahr 2018 auch ungewöhnlich viele Zecken-Nymphen gesichtet worden. Diese Jungtiere seien für den Laien wesentlich schwerer wahrzunehmen, als ausgewachsene Zecken.

Warum steigt die Anzahl der Zecken immer weiter an?

Bei den Gründen für diesen rasanten Anstieg waren alle Experten einer Meinung. Die massive Ausbreitung werde durch den Klimawandel, den internationalen Verkehr, den internationalen Tierhandel und durch Änderungen in der Landschaft und Landwirtschaft begünstigt. (vb)

Weitere Informationen:
Tödliche Risiken durch neue Überträger: Diese Subtropische Zeckenart breitet sich vermehrt aus
Steigende FSME-Gefahr: Infektionen durch Zecken haben weiter zugenommen

Quelle: Den ganzen Artikel lesen

Wichtige Rückrufaktionen: Hersteller ruft mehrere Gemüsebrühen und Brühwürfel zurück

Nicht deklariertes Allergen: Hersteller startet Rückruf für Gemüsebrühe

Die dennree GmbH aus dem bayerischen Töpen hat einen Rückruf für Gemüsebrühe und Gemüsebrühwürfel gestartet. Nach Unternehmensangaben könnten die Produkte das nicht deklarierte Allergen Sellerie enthalten. Personen mit einer Sellerie-Allergie sollten die Lebensmittel daher nicht verzehren.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen möglich

Der Bio-Großhändler dennree aus Töpen (Bayern) ruft mehrere Artikel zurück, weil sie das nicht deklarierte Allergen Sellerie enthalten könnten. „Menschen, die allergisch auf Sellerie reagieren, können von diesem Produkt gesundheitlich beeinträchtigt werden“, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung, die auf dem Portal „Lebensmittelwarnung.de“ der Bundesländer und des Bundesamts für Verbraucherschutz veröffentlicht wurde.

Gemüsebrühe und Gemüsebrühwürfel

Folgende Produkte (alle Chargen und Mindesthaltbarkeitsdaten) sind von dem Rückruf betroffen:

  • dennree Gemüsebrühe -hefefrei- 130 gr.
  • dennree Gemüsebrühe Nachfüller -hefefrei- 250 gr.
  • dennree Gemüsebrühe Nachfüller -mit Bio-Hefe- 250 gr.
  • dennree Gemüsebrühwürfel -hefefrei- 60 gr.
  • dennree Gemüsebrühwürfel -mit Bio-Hefe- 66 gr.

Den Angaben zufolge werden alle Chargen aus dem Verkauf genommen.

Allergiker sollten die betroffenen Produkte nicht verzehren

„Für Menschen, die nicht von einer Sellerie-Allergie betroffen sind, sind die Produkte bedenkenlos verzehrbar“, so der Hersteller.

Kunden mit einer Sellerie-Allergie werden gebeten, die betroffenen Produkte nicht zu verzehren, sondern sie in die jeweilige Verkaufsstelle zurückzubringen.

Der Kaufbetrag werde auch ohne Kassenbeleg zurückerstattet.

Eines der wichtigsten Allergene aus pflanzlicher Nahrung

Wie die Medizinische Universität (MedUni) Wien auf ihrer Webseite schreibt, gehört Sellerie in Zentraleuropa „zu den wichtigsten Allergenen aus pflanzlicher Nahrung in Erwachsenen und kann milde, orale Symptome bis zu lebensbedrohliche anaphylaktische Reaktionen auslösen.“

Den Angaben zufolge sind bislang drei wichtige Allergene identifiziert: Api g1, Api g4 und Api g5.

Fast 59 Prozent der Menschen mit einer Sellerie-Allergie reagieren auf Api g1 und 23-41 Prozent auf Api g 4.

Quelle: Den ganzen Artikel lesen

Bevorstehende Zecken-Invasion 2019: Forschende warnen vor neuen Überträgern von Viren

2018 war ein Rekordjahr für Zecken – 2019 könnte schlimmer werden

Im Jahr 2018 wurde die höchste Anzahl an Zecken gesichtet, die jemals in Deutschland dokumentiert wurde – ein Rekordjahr für Zecken. Experten prognostizieren, dass dieser Rekord in diesem Jahr schon wieder gebrochen werden könnte. Neben der auffällig hohen Zahl an Jungtieren (Nymphen) ist auch die Verbreitung neuer Zeckenarten besorgniserregend. Experten haben sich auf dem MSD Parasitologenkongress in Wien über diese Problematik ausgetauscht.

Die Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier durch Zecken wird im Jahr 2019 weiter ansteigen, warnen Zecken-Experten, die sich auf dem MSD Parasitologenkongress in Wien zusammengefunden haben. 23 führende Wissenschaftler sowie Veterinär- und Humanmediziner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz tauschten sich auf dem Kongress zu dem aktuellen Aufkeimen der Zeckenpopulation aus.

Zecken auf dem Vormarsch

Bereits im Frühjahr 2018 sagte Dr. Gerhard Dobler vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München das Rekordhoch auf Grundlage seiner längjährigen Erhebungen voraus. Auf dem Kongress wurde dies nun bestätigt. Die Experten berichten von einem besorgniserregenden Anstieg. In den vergangenen neun Jahren lebten etwa 260 Zecken auf einer Fläche von 100 Quadratmetern. Im Jahr 2018 wurde eine Zeckenanzahl von 400 Stück pro 100 Quadratmetern gemessen.

Neue Zeckenarten breiten sich aus

„Wir beobachten die Ausbreitung neuer Zeckenarten, wie der Auwaldzecke, die etwa 50 Kilometer pro Jahr Richtung Westen wandert und bereits Hannover erreicht hat“, berichtete Dr. Gerhard Dobler auf dem MSD Parasitologenkongress. Daneben sei auch der kontinuierliche Anstieg der gesamten Zeckenpopulation besorgniserregend. Die Zecken gelten als Überträger gefährlicher Infektionskrankheiten wie des Krim Kongo Virus, Heartland Virus, Neoehrlichia oder Anaplasma.

Höhere und längere Infektionsgefahren

„Es gibt mehr und neue Zecken, die in milden Jahren früher aktiv werden und länger aktiv bleiben und immer gefährlichere Krankheiten übertragen“, warnt der Zecken-Fachmann. Mit dem Rekordhoch der Zeckenpopulation sei gleichzeitig auch eine neue Höchstzahl an Frühsommer-Meningoenzephalitis-Fällen aufgetreten. Das Bewusstsein über diese neue Bedrohung sei in der Bevölkerung noch nicht genug ausgeprägt, betonen die Experten.

Trügerische Sicherheit

Im Sommer stellten viele Hunde- und Katzenbesitzer einen Rückgang der Zeckenbisse bei ihren Haustieren fest. „Das heißt aber nicht, dass die Zecken nicht da oder nicht aktiv waren“, ergänzt Dr. Daniel Sicher, Geschäftsführer bei MSD Tiergesundheit. Zecken würden sich bei Hitze und Trockenheit nur vorübergehend in den Wald zurückziehen. Daneben seien im Jahr 2018 auch ungewöhnlich viele Zecken-Nymphen gesichtet worden. Diese Jungtiere seien für den Laien wesentlich schwerer wahrzunehmen, als ausgewachsene Zecken.

Warum steigt die Anzahl der Zecken immer weiter an?

Bei den Gründen für diesen rasanten Anstieg waren alle Experten einer Meinung. Die massive Ausbreitung werde durch den Klimawandel, den internationalen Verkehr, den internationalen Tierhandel und durch Änderungen in der Landschaft und Landwirtschaft begünstigt. (vb)

Weitere Informationen:
Tödliche Risiken durch neue Überträger: Diese Subtropische Zeckenart breitet sich vermehrt aus
Steigende FSME-Gefahr: Infektionen durch Zecken haben weiter zugenommen

Quelle: Den ganzen Artikel lesen

Krebs: Ein neu entdeckter Wirkstoff verhindert die Bildung von Metastasen

Durchbruch in der Krebsforschung

Metastasenbildung stellt bei vielen Krebserkrankungen wie beispielsweise bei Brustkrebs die größte Gefahr für die Betroffenen dar. Bei mehr als 90 Prozent der krebsbedingten Todesfälle sind Metastasen für den schweren Krankheitsverlauf verantwortlich. Sie gelten laut aktuellem Stand der Medizin als nahezu unheilbar. Ein Schweizer Forschungsteam entdeckte kürzlich einen Wirkstoffe, der Tumorzellen daran hindert, Metastasen zu bilden.

Forschende der Universität und des Universitätsspitals Basel entdeckten kürzlich im Rahmen einer Studie einen neuen Wirkstoffe, der die Metastasenbildung bei Krebs unterdrücken kann. Die Forschungsergebnisse veröffentlichte das Team in dem renommierten Fachjornal „Cell“.

Was sind Metastasen und wie entstehen sie?

Normalerweise gehört jede Zelle im Körper einem bestimmten Zellverband an, zum Beispiel bleibt eine Herzzelle eine Herzzelle und eine Leberzelle bleibt eine Leberzelle. Tumorzellen können diese Grenzen jedoch überschreiten, indem sich Zellen aus dem Zellverband lösen und im Blut oder den Lymphbahnen auf Wanderschaft gehen. So gelangen sie in andere Gewebeverbände, wo sie sich im schlimmsten Fall ansiedeln und Tochtergeschwülste bilden – die sogenannten Metastasen.

Das tödliche Potenzial von Krebs verringern

Das Schweizer Forschungsteam verfolgte einen interdisziplinären Ansatz, bei dem Mikrobiologen, Mediziner und Bioinformatiker Hand in Hand zusammenarbeiteten. So konnten sie eine Substanz identifizieren, die Krebszellverbände daran hindert, weitere Tochtergeschwulste zu bilden. „Wir wollten nicht dem Standardansatz folgen und Wirkstoffe suchen, die Krebszellen abtöten“, erläutert Professor Dr. Nicola Aceto in einer Pressemitteilung zu den Studienergebnissen. Vielmehr ginge es in der Studie darum, Medikamente zu identifizieren, mit denen die Zellcluster unwirksam gemacht werden, die für eine Metastasenbildung verantwortlich sind.

Krebszellen auf Wanderschaft

Angriffspunkte des neuen Wirkstoffes sind die zirkulierenden Tumorzellen (CTCs), die sich von einem Tumor abspalten und in anderen Geweben neue Tumore bilden können. Laut den Forschenden könnten die CTCs als Einzeller oder als Zellverbände in der Blutbahn und dem Lymphsystem unterwegs sein. Es seien in erster Linie die zirkulierenden Tumorzellverbände (CTC-Cluster) für eine Metastasenbildung verantwortlich, berichten die Krebsexperten.

Wann bilden CTC-Cluster ein Tochtergeschwulst?

Wie die Schweizer Forschungsgruppe berichtet, findet im Zuge der CTC-Clusterbildung auch eine chemische Veränderung in den zirkulierenden Krebszellen statt. Dadurch werden bestimmte Gene in den Krebszellen aktiviert oder deaktiviert, wodurch die Krebszellen die Eigenschaften von embryonalen Stammzellen erhalten. So bekämen sie erst durch die Clusterbildung die Fähigkeit, unkontrolliert zu wachsen und verschiedene Gewebetypen zu erzeugen. Einzelne zirkulierende Tumorzellen besäßen diese Fähigkeit nicht.

Versammlungsverbot für Krebszellen

Die Forscherinnen und Forscher haben in ihrer Studie dokumentiert, dass sich diese chemischen Veränderungen vollständig umkehren lassen. Sie entdeckten einen Wirkstoff, der die zirkulierenden Zellverbände dazu veranlasst, sich wieder in Einzelzellen aufzutrennen, wodurch sie auch die oben genannten Eigenschaften verlieren. Insgesamt suchte das Team in 2486 von der US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassene Substanzen nach einem passenden Wirkstoff. Tatsächliche fanden die Forschenden Hemmstoffe, die eine Auflösung der CTC-Cluster bewirken und so eine Metastasenbildung verhindern. Im nächsten Schritt soll die neue Behandlung in Rahmen einer klinischen Studie an Patientinnen mit Brustkrebs getestet werden. (vb)

Quelle: Den ganzen Artikel lesen

Wichtige Rückrufaktion: Hersteller ruft Gemüsebrühe aus dem Handel zurück

Nicht deklariertes Allergen: Hersteller startet Rückruf für Gemüsebrühe

Die dennree GmbH aus dem bayerischen Töpen hat einen Rückruf für Gemüsebrühe und Gemüsebrühwürfel gestartet. Nach Unternehmensangaben könnten die Produkte das nicht deklarierte Allergen Sellerie enthalten. Personen mit einer Sellerie-Allergie sollten die Lebensmittel daher nicht verzehren.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen möglich

Der Bio-Großhändler dennree aus Töpen (Bayern) ruft mehrere Artikel zurück, weil sie das nicht deklarierte Allergen Sellerie enthalten könnten. „Menschen, die allergisch auf Sellerie reagieren, können von diesem Produkt gesundheitlich beeinträchtigt werden“, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung, die auf dem Portal „Lebensmittelwarnung.de“ der Bundesländer und des Bundesamts für Verbraucherschutz veröffentlicht wurde.

Gemüsebrühe und Gemüsebrühwürfel

Folgende Produkte (alle Chargen und Mindesthaltbarkeitsdaten) sind von dem Rückruf betroffen:

  • dennree Gemüsebrühe -hefefrei- 130 gr.
  • dennree Gemüsebrühe Nachfüller -hefefrei- 250 gr.
  • dennree Gemüsebrühe Nachfüller -mit Bio-Hefe- 250 gr.
  • dennree Gemüsebrühwürfel -hefefrei- 60 gr.
  • dennree Gemüsebrühwürfel -mit Bio-Hefe- 66 gr.

Den Angaben zufolge werden alle Chargen aus dem Verkauf genommen.

Allergiker sollten die betroffenen Produkte nicht verzehren

„Für Menschen, die nicht von einer Sellerie-Allergie betroffen sind, sind die Produkte bedenkenlos verzehrbar“, so der Hersteller.

Kunden mit einer Sellerie-Allergie werden gebeten, die betroffenen Produkte nicht zu verzehren, sondern sie in die jeweilige Verkaufsstelle zurückzubringen.

Der Kaufbetrag werde auch ohne Kassenbeleg zurückerstattet.

Eines der wichtigsten Allergene aus pflanzlicher Nahrung

Wie die Medizinische Universität (MedUni) Wien auf ihrer Webseite schreibt, gehört Sellerie in Zentraleuropa „zu den wichtigsten Allergenen aus pflanzlicher Nahrung in Erwachsenen und kann milde, orale Symptome bis zu lebensbedrohliche anaphylaktische Reaktionen auslösen.“

Den Angaben zufolge sind bislang drei wichtige Allergene identifiziert: Api g1, Api g4 und Api g5.

Fast 59 Prozent der Menschen mit einer Sellerie-Allergie reagieren auf Api g1 und 23-41 Prozent auf Api g 4.

Quelle: Den ganzen Artikel lesen

Erfolg bei schwerer Neurodermitis: Schlimmer Juckreiz wurde mit dieser Therapie erfolgreich geheilt

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

Neuer Wirkstoff zur oralen Anwendung

Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

Quelle: Den ganzen Artikel lesen

Erfolg bei Neurodermitis: Starker Juckreiz wurde mit neuer Therapie erfolgreich geheilt

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

Neuer Wirkstoff zur oralen Anwendung

Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

Quelle: Den ganzen Artikel lesen

Durchbruch bei Neurodermitis: Diese neue Therapie kann wirksam starken Juckreiz heilen

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

Neuer Wirkstoff zur oralen Anwendung

Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

Quelle: Den ganzen Artikel lesen

Dringender Rückruf: In dieser Wurst wurden Durchfallerreger gefunden

Rückruf gestartet: Rohwurst könnte E. Coli-Keime enthalten

Die Hans Gasser GmbH aus dem österreichischen Mayrhofen hat eine Rückruf für die Rohwurst „Wilde Wurze“ gestartet. Laut dem Unternehmen könnte die Wurst mit Vero-/Shigatoxinbildenden Escherichia coli (VTEC/STEC) kontaminiert sein. Diese Keime können zu gesundheitlichen Problemen führen.

Mögliche Kontamination mit gesundheitsgefährdenden Bakterien

Die Hans Gasser GmbH aus Mayrhofen in Österreich ruft die Rohwurst „Wild Wurze“ zurück. Grund für den Rückruf ist eine mögliche Kontamination mit Vero-/Shigatoxinbildende Escherichia coli (VTEC/STEC). Diese Bakterien können zu gesundheitlichen Beschwerden wie Durchfall führen.

Betroffene Ware sollte nicht mehr verzehrt werden

In einer Mitteilung des Unternehmens sind folgende Artikel-Informationen aufgelistet: Inhalt: 4 oder 6 Stück vakuumiert, Mindesthaltbarkeitsdatum: 18.01.2018-25.01.2018, und Chargennummer: 2348.

Den Angaben zufolge wurden die betroffenen Produkte bereits aus dem Verkauf genommen und sind in den Regalen nicht mehr erhältlich.

Kunden, die dieses Produkt bereits erworben haben, können es ab sofort auch ohne Kassenbon zurückgeben.

Der Hersteller weist darauf hin, den Rückruf unbedingt zu beachten und das betroffene Produkt nicht zu verzehren.

Schwere Krankheitsverläufe möglich

E. coli-Keime können zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Experten zufolge äußert sich eine Erkrankung mit den Bakterien meistens innerhalb einer Woche nach der Infektion mit Durchfall, Bauchkrämpfen, Übelkeit und Erbrechen.

Vor allem Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können schwerere Krankheitsverläufe mit blutigen Durchfällen entwickeln.

Und laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) entwickelt sich bei fünf bis zehn Prozent der Erkrankten, insbesondere bei Kindern im Vorschulalter, „im Anschluss an die Darmbeschwerden (ca. einer Woche nach Beginn des Durchfalls) ein schweres Krankheitsbild“. (ad)

Quelle: Den ganzen Artikel lesen

1 2 3 4 5 25