Ab ins Bett!: Ist Schlaf das beste Hausmittel gegen Erkältungen?

Ab ins Bett!: Ist Schlaf das beste Hausmittel gegen Erkältungen?

2019-11-12

Schlaf ist wichtig für die Gesundheit ist, das Immunsystem ist auf diese Ruhephase angewiesen – die körpereigenen T-Zellen gehen dann auf die Jagd nach infizierten Zellen und räumen im Körper auf.

Heißt das also, dass sofort Bettruhe angesagt ist, sobald man sich neben der Spur fühlt, die Nase läuft und der Hals kratzt?

Allheilmittel Bettruhe gilt bei Erkältungen nicht mehr

Tatsächlich sollte Bettruhe in der Vergangenheit alles heilen – von Herzkrankheiten über Rückenschmerzen bis hin zum Schnupfen. Inzwischen weiß man allerdings, dass diese totale Inaktivität sogar schaden kann.

Im Fall der Erkältung sollte man genau schauen, wie sehr es einen erwischt hat. Sind die Symptome auf ein oder zwei Regionen begrenzt, muss man nicht gleich ins Bett: Wer ein wenig Halsschmerzen oder Ohrenschmerzen hat, öfter husten muss oder ständig zum Taschentuch greift, profitiert oft sogar von einem Spaziergang an der frischen Luft.

Das regt den Kreislauf an und macht die Atemwege wieder frei.

Ein wenig ruhiger sollte man es ansonsten schon angehen lassen – ein langes Lauftraining oder ein hartes Cardio-Workout sind bei einer aufkommenden Erkältung meist keine gute Idee.

Mit Hausmitteln kann man sein Immunsystem zudem dabei unterstützen, eine leichtere Erkältung in ihre Schranken zu verweisen.

Wenn der Schnupfen schlimmer wird

Wenn man sich jedoch richtig krank fühlt, die Glieder und der Kopf schmerzen, während die Nase läuft und der Husten quält, dann verlangt der Körper offensichtlich nach einer Auszeit.

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Schwitzen oder Schüttelfrost, Fieber sowie ein erhöhter Puls sind ebenfalls Zeichen, dass der gesamte Körper betroffen ist. Wer sich jetzt hinlegt, gibt ihm die Chance, sich zu heilen und zu regenerieren.

Ein Infekt bricht dann möglicherweise gar nicht erst aus oder hat einen leichteren Verlauf.

Wer bei einem schweren Infekt hingegen volle Power gibt und weiter Arbeit, Sport und Freizeitprogramm durchzieht, riskiert es, seine Erkrankung zu verschleppen.

Eine mögliche Folge kann dann eine Herzmuskelentzündung sein. Darum ist es wichtig, auf den Körper zu hören und zu erkennen, wann man frische Luft braucht oder eben doch ein paar Tage im Bett bleiben sollte.

Ausreichend Schlaf beugt Erkältungen vor

Wer übrigens darauf achtet, stets genug Schlaf zu bekommen, hilft dem Immunsystem dabei, Erkältungen vorzubeugen.

Wer weniger als sieben Stunden schläft, hat ein dreimal höheres Risiko, sich zu erkälten, wie eine Studie der University of Pittsburgh ermittelte. Und gar nicht erst krank zu werden, ist schließlich das Allerbeste.

Quelle

  • Cohen, S. et al. (2009): Sleep Habits and Susceptibility to the Common Cold: https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/414701

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