Apothekenzahl sinkt auf 19.268

Apothekenzahl sinkt auf 19.268

2019-08-16

Der Negativtrend hält an: Die Zahl der Apotheken inDeutschland ist laut ABDA im ersten Halbjahr 2019 auf 19.268 gesunken. Ende desJahres 2018 hatte es noch 19.423 Apotheken gegeben, die Zahl ist also um weitere155 Standorte gesunken. Klar ist auch, dass sich die Marktausdünnung nichtverlangsamt hat. Denn: Im ersten Halbjahr 2018 war die Apothekenzahl ähnlichstark gesunken (um 157).

Laut einer Statistik der ABDA wurden in den ersten sechsMonaten dieses Jahres 46 Apotheken in Deutschland neu eröffnet, während 201schlossen. Die Zahl der Inhaber sank um 178 auf 14.704, weil mehr Filialenentstanden. Die Zahl der Filialen legte um 23 auf 4.564 zu. Auf ihrerInternetseite kommentiert die ABDA diese Entwicklung nicht. Nur so viel: „Dieflächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln ist nach wie vor gesichert.“ ZurEntwicklung der Apothekenzahl in den einzelnen Bundesländern gab die ABDAvorerst keine Informationen.

Sinkt die Apothekenzahl weiter in diesem Tempo, könnte auchin diesem Jahr wieder ein Negativrekord gebrochen werden. Denn 2018 hatte esden größten Rückgang der Apothekenzahl innerhalb eines Kalenderjahres gegeben. Insgesamtwar die Zahl zwischen Januar und Dezember 2018 um 325 Standorte, also um 1,6 Prozent gesunken.

Mehr zum Thema

Minus 1,6 Prozent

2018: Größter Rückgang der Apothekenzahl innerhalb eines Kalenderjahrs

Analyse

Apothekenzahl sinkt stärker im Westen

Die Apothekendichte in Deutschland bleibt damit bei rund 23Apotheken pro 100.000 Einwohner. Deutschland liegt somit weiterhin deutlichunter dem EU-Durchschnitt von 31 Standorten pro 100.000 Einwohner. ZumVergleich: Spitzenreiter bei der Apothekendichte ist weiterhin Griechenland:Dort haben im Jahr 2018 rund 88 Apotheken 100.000 Einwohner versorgt. Schlusslichtbleibt Dänemark – trotz eines rapiden Anstiegs der Apothekenzahl nach der Lockerungdes Mehrbesitzverbotes. Bei unseren Nachbarn im Norden kommen acht Apothekenauf 100.000 Menschen.

Quelle: Den ganzen Artikel lesen