Blasenkrebs: Vier Risikofaktoren zeigen, ob du zur Vorsorgeuntersuchung musst – Video

Blasenkrebs: Vier Risikofaktoren zeigen, ob du zur Vorsorgeuntersuchung musst – Video

2019-02-12

Die Symptome für Blasenkrebs sind vielfältig – und großenteils unbekannt. Mehr als Alter und Geschlecht spielen Beruf und Lebensstil eine sehr große Rolle. Ein Urologe erklärt, welche Faktoren seine Patienten besonders häufig unterschätzen.

Jährlich erkranken etwa 15.000 Menschen in Deutschland an Blasenkrebs. Da die ersten Anzeichen sehr unspezifisch sind, ist es schwer, ihn frühzeitig zu erkennen. In den Anfangsstadien können Betroffene beispielsweise Blut in Form einer leicht rötlichen oder bräunlichen Verfärbung in ihrem Urin finden oder häufigen Harndrang verspüren. Erst später, wenn der Tumor bereits auf die Organe drückt, kommen Schmerzen im Unterleib hinzu.

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Obwohl er so häufig ist, wissen viele Deutsche nur wenig darüber. Gerson Lüdecke ist Urologe am Uniklinikum Gießen. Er hat einen Test entwickelt, anhand dessen jeder sein Risiko einschätzen kann. Dafür unterscheidet er vier Faktoren. Je mehr davon auf Sie zutreffen, desto wahrscheinlicher könnten Sie von Blasenkrebs betroffen sein.

1. Das Nikotin-Risiko

Zigaretten können nicht nur zu Lungenkrebs führen, sie gelten auch als größter Risikofaktor für Blasenkarzinome. Laut Lüdecke ist Rauchen für etwa 50 Prozent der Tumore verantwortlich.

2. Das Berufsrisiko

Wer beruflich viel mit Farben, Teer oder Kautschuk zu tun hat, ist Giftstoffen ausgesetzt, die die Entstehung von Blasenkrebs begünstigen. Heutzutage sind die Regelungen dafür zwar sehr streng. Aber es kann bis zu 40 Jahre dauern, bis sich der Krebs tatsächlich entwickelt.

3. Das persönliche Risiko

Weitere Risikofaktoren sind Geschlecht und Alter. Männer erkranken beispielsweise bis zu dreimal häufiger an Blasenkrebs als Frauen. Und auch, wenn es Betroffene in jeder Altersgruppe gibt, so gilt Blasenkrebs als ein Krebs der späten Lebensjahre: Männer erkranken im Durchschnitt mit 74, Frauen mit 77 Jahren.

4. Das medizinische Risiko

Wer bereits einmal wegen eines Tumors im Beckenbereich behandelt wurde oder eine Chemotherapie gemacht hat, hat ein erhöhtes Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken. Selbes gilt für Menschen, die besonders häufig mit Harnwegsinfekten zu kämpfen haben.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass etwas mit Ihrer Blase nicht stimmt, sollten Sie in jedem Fall einen Urologen aufsuchen. Dieser kann die Symptome abklären und im besten Fall früh eingreifen.

Den Test von Gerson Lüdecke können Sie hier machen.

 

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