Komm zu uns!: Arztsuche eines norddeutschen Dorfs wird zum Internethit – Video

Im norddeutschen Hahn-Lemden gibt es keinen Arzt mehr. Jetzt haben die Einwohner sich etwas einfallen lassen, um einen Mediziner für sich zu gewinnen. Ihr unkonventionelles Bewerbungsvideo entwickelte sich zum viralen Hit.

"Moin, wir suchen dich": Mit diesen Worten versuchen die rund 1800 Einwohner aus Hahn-Lemden im Kreis Ammerland, auf unkonventionelle Weise einen Nachfolger für den langjährigen Arzt Wolf-Dietmar Röcher zu finden.

Bereits 500.000 mal aufgerufen

Dafür drehten sie ein Video, in dem sie sich und ihr norddeutsches Dorf vorstellen. Die Gemeinde Rastede teilte den Film dann auf ihrem Facebook-Profil. Mit rund 500.000 Aufrufen, über 8000 Shares und über 300 Kommentaren entwickelte sich das Video mit den sympathischen Einwohnern mittlerweile zum viralen Hit.

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„Gemeinschaft“, „Zuhause-Gefühl“, und „Arbeiten, wo andere Urlaub machen“ – mit diesen Punkten wollen sie einen Mediziner dazu bringen, sich bei ihnen niederzulassen. Bisher blieb der Aufruf jedoch erfolglos, wie die Gemeinde auf Nachfrage von FOCUS Online erklärt. Doch die Dorfbewohner hoffen weiter auf motivierte Interessenten.


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Teuer gegen billig: Die Wahrheit über Spaghetti aus dem Supermarkt – Video

Viele essen gerne Pasta, vor allem Spaghetti sind hoch im Kurs – aber welche von den Angeboten in den Supermärkten sind die besten? Die billigen vom Discounter, welche aus dem mittleren Preissegment oder doch teure Bioprodukte? Der Test im K1 Magazin.

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Junge Frau starb nach OP – Chirurg muss ins Gefängnis

Es waren wohl dramatische Szenen, die sich im Juli 2012 in einem Krankenhaus in Buchen (Neckar-Odenwald-Kreis) abspielen. Einer 30-jährigen Frau sollen ein Tumor am Dickdarm und Gewebeproben von Tochtergeschwülsten in der Leber entnommen werden. Nach Komplikationen wird ihr jedoch die Hälfte der Leber herausgeschnitten. Statt der geplanten 100 Minuten dauert die Operation fast den ganzen Tag. Als sie am nächsten Morgen in das Universitätsklinikum nach Mannheim verlegt wird, kommt jede Hilfe zu spät – sie stirbt wenige Tage später.

Am Freitag musste sich der Arzt, der für den Eingriff verantwortlich ist, vor dem Landgericht Mosbach verantworten. Er wurde wegen Körperverletzung mit Todesfolge in einem minderschweren Fall zu zwei Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Gegen das Urteil kann noch Revision eingelegt werden.

"Sie hätten die Blutungen stillen können"

„Wir hatten eine Märchenstunde. Der Angeklagte hat seine Angaben mehrfach angepasst, weshalb wir ihm nicht glauben konnten“, erklärt Ganter in seiner Urteilsbegründung. In Richtung des Angeklagten sagte er: „Sie hätten die Blutungen stillen und die Frau in ein dafür ausgestattetes Krankenhaus verlegen können. Stattdessen haben sie einfach weitergemacht. Und dann haben sie den Angehörigen erzählt, es wäre alles gut, obwohl sie wusste, in welchem kritischen Zustand sich die Frau befindet.“

„Ich bedauere den Operationsverlauf zutiefst“, beteuerte der 58-Jährige zu Beginn der Verhandlung. Nach eigenen Angaben arbeite er mittlerweile nicht mehr in dem Krankenhaus in Buchen (Neckar-Odenwald-Kreis), er habe sich arbeitslos gemeldet. 

Sachverständiger warf dem Ex-Chefarzt fachliche Mängel vor

„Wir haben über eine Tragödie verhandelt, vor allem weil sie nicht hätte passieren müssen“, fasste Oberstaatsanwalt Franz-Josef Heering am Ende des Prozesses zusammen. In der Anklage warf er dem Arzt „verschiedene grobe, nicht nachvollziehbare Fehler“ und „Verstöße gegen die Regeln ärztlicher Kunst“ vor. Während der Verhandlung wurden mehr als zehn Zeugen gehört, unter ihnen nahe Angehörige der Patientin aber auch Krankenhauspersonal, welches während der Operation eingesetzt wurde. Eine Zeugin schilderte, dass die Situation während der Operation „sehr stressig für alle Beteiligten“ war. 

Der Sachverständige Professor Christoph-Thomas Germer warf dem ehemaligen Chefarzt fachliche Mängel vor: „Die Versorgung war nicht adäquat. Die Versäumnisse während der Operation sind der Grund für den Tod der jungen Frau durch Multi-Organ-Versagen.“ 

Die Eltern und der Ehemann der verstorbenen Frau traten als Nebenkläger auf. Der Tod der Tochter bedeute für die Eltern einen schweren Einschnitt, beide können nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen. Dies geht aus einem Bericht hervor, der während des Verfahrens verlesen wurde. Ihr Anwalt bemängelte in seinem Schlusswort vor allem das Verhalten des Angeklagten: „Die Operation hatte für die Familie ungeheure Folgen, dennoch fehlt bis heute eine Entschuldigung.“


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Richtiger Muskelaufbau ab 40? Nur so gehts!

Männer ab 40 Jahre: Mit Krafttraining altersbedingtem Muskelabbau entgegenwirken

Zwar gilt man mit 40 Jahren gemeinhin noch lange nicht als „alt“, dennoch nimmt bereits in diesem Alter die Kraft ab – zumindest wenn nichts gegen den Muskelabbau im Alter unternommen wird. Für den Muskelaufbau ist es laut Experten nie zu spät.

Krafttraining liegt im Trend

Seit Jahren wird über eine boomende Fitness-Branche in Deutschland und anderen Ländern berichtet. Vor allem Krafttraining liegt im Trend: Das Trainieren mit Gewichten hilft beim Abnehmen. Dies wiederum führt dazu, dass das Risiko für zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck gesenkt wird. Vor allem aber dient das Trainieren dem Muskelaufbau. Dies ist vor allem auch für Menschen wichtig, die die 40 bereits überschritten haben.

Muskelerhalt und -aufbau auch im fortgeschrittenen Alter möglich

Muskelerhalt und -aufbau sind eine wesentliche Voraussetzung für den Erhalt von Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter.

Dennoch wirken viele Menschen dem Muskelabbau im Alter nicht entgegen.

Der Muskelabbau und der damit verbundene Kraftverlust setzen bereits im Alter von 30 bis 40 Jahren ein. Daher gilt es auch schon in diesen – verhältnismäßig jungen Jahren – entgegenzuwirken.

Der Personal Trainer Detlef Romeike, genannt „Der Starkmacher“, erklärt in einem Interview mit der Zeitschrift „Men’s Health“, worauf Männer ab 40 Jahren beim Muskelaufbau achten sollten.

Nicht wie Jugendliche trainieren

Laut dem physikalischen Therapeuten aus Hamburg sollten sich Männer ab 40 beim Krafttraining idealerweise nicht mehr wie Jugendliche benehmen.

Der Trainingsumfang ist im Vergleich zu den Jüngeren deutlich zu reduzieren, die Intensität sollte aber erhalten bleiben. Zudem sollte mehr Wert auf die Regeneration gelegt werden.

„Wer früher 5 Einheiten die Woche auf dem Plan hatte, setzt jenseits der 40 besser auf 3 intensive Trainings“, empfiehlt der Experte mit 30-jähriger Trainererfahrung.

Laut dem Fachmann ist die Belastungsfähigkeit „bei zunehmenden Alter sehr begrenzt, da muss man mehr im Bereich Erholung arbeiten“. Wie dies am besten erfolgen soll, muss jeder für sich selbst herausfinden.

Der 57-Jährige weist in dem „Men’s Health“-Interview darauf hin, dass man zwar auch noch als 40-Jähriger in der Lage ist, sehr gut Muskeln aufzubauen, allerdings dauert es länger als bei einem Teenager.

Bei Menschen, die schon zuvor sehr intensiv trainiert haben, ist der Muskelmasseaufbau laut dem Personal Trainer nicht mehr möglich. Diese Personen kämpfen dann nur noch gegen den Abbau.

Nicht zu vernachlässigen ist auch das Risiko für „Wehwehchen“. Wie diese ausfallen, hängt unter anderem davon ab, ob und wie aktiv man bislang war.

Wichtig ist daher vor allem immer wieder Erholungsphasen einzuhalten. Wenn dies nicht passiert, kann es zu Entzündungen und Schmerzen an den Sehnen und Gelenken kommen.

Für manche Neueinsteiger kann ein Trainer sinnvoll sein

Für den Einstieg ins Krafttraining ist man laut dem Trainerausbilder auch mit 40 nicht zu alt. Wer in einem solchen Alter damit beginnen will, sollte aber verstärkt Rücksicht auf – falls vorhanden – degenerative Erkrankungen und Verletzungen nehmen.

Gegebenenfalls bietet es sich an, sich für den Start ins Krafttraining an einer professionellen Trainer zu wenden.

Aber: „Wenn Sie überhaupt keine Beschwerden und ein gutes Körpergefühl haben, dann ist ein Trainer nicht unbedingt nötig“, meint Romeike.

Für diejenigen, die vorhaben, klassische Gewichtheber-Übungen zu lernen, sei es jedoch empfehlenswert, mit einem Coach zusammenzuarbeiten.

Egal, ob mit oder ohne Trainer: „Ab 40 Jahren sind drei intensive Trainingseinheiten pro Woche das Maximum, was ein Mensch ohne pharmazeutische Hilfe tolerieren kann“, erklärt Romeike.

Laut dem Experten geht es dabei um Ganzkörper-Einheiten, denn in reiferen Jahren sollten Männer Muskeln nicht mehr isoliert trainieren, sondern auf athletische Attribute setzen.

Regeneration schon während der Belastung einleiten

Schon fünf bis sechs Übungen, die in unterschiedlicher Intensität absolviert werden, genügen. Wie oft diese ausgeführt werden sollten, hänge vom Alter ab: „mit 45 sind 45 Wiederholungen angesagt“, sagt der Profi.

Wichtig ist, bereits vorm Workout Zeit fürs Warm-up einzuplanen und die Regeneration schon während der Belastung einzuleiten, indem zwischen den Sätzen tief geatmet wird und die Muskeln so mit viel Sauerstoff versorgt werden.

Laut Romeike gebe es nicht viele Übungen, die Leute über 40 Jahren nicht mehr machen sollten. Was er nicht empfehlen kann, sind zum Beispiel Dips an der Bank, weil diese den Schulterapparat zu sehr belasten.

Nackendrücken mit der Langhantel sei für die Schulter ebenfalls extrem belastend, genauso wie Latziehen in den Nacken.

Bandrücken sollte grundsätzlich nicht auf einer negativen Schrägbank ausgeführt werden, da es sonst zu einem starken Blutdruckanstieg kommen kann.

Weniger Übungen sind besser

In dem „Men’s Health“-Beitrag werden einige Übungen aufgeführt, die sich auch für Männer über 40 Jahren eignen: Kniebeugen und Kreuzheben mit der Langhantel, Bankdrücken mit Kurzhanteln im Obergriff, Schulterdrücken mit Langhantel im Sitzen, Aufstehen mit Kettlebell und Klimmzüge im Untergriff.

Diese kann man im Fitnesstudio machen oder auch im Home-Gym, für das eine Hantelbank, eine Klimmzugstange, Kettlebell und Langhantel nötig sind.

Egal wo man trainiert: „Halten Sie sich an die grundlegenden Bewegungsmuster – gerade mit zunehmenden Alter sind weniger Übungen besser“, so Romeike.

Laut dem Personal Coach sollte nicht der Muskelaufbau der Schwerpunkt sein, sondern die Flexibilität.

Gemeint ist damit, dass die Kraftübungen im vollen Bewegungsumfang auszuführen sind, also zum Beispiel bei der Kniebeuge mit dem Gesäß bis zu den hinteren Oberschenkeln zu kommen.

Der Experten rät dazu, nach jeder Krafteinheit zehn Minuten Kardio in der entsprechenden Pulsfrequenz anzuhängen, denn sonst geht einem bald die Puste aus.

Übertreiben sollte man es nicht: „Exzessives Ausdauertraining schadet gerade uns Männern eher. Wenn wir längere Zeit laufen oder radfahren, steigt der Cortisolspiegel stark an“, so Romeike.

Die ganzen Stresshormone machen es einem dann schwerer, Fett abzubauen. Zudem verlangsamen sie die Regeneration.

Zu viel Protein kann schaden

Manche Sportler greifen nach dem Training zu Protein-Riegeln und -Shakes, um ihre Muskeln zu stärken. Experten zufolge ist dies jedoch unnötig. Eine natürliche Eiweißversorgung reicht aus.

Zudem weist Romeike darauf hin , dass der Konsum von einem Eiweißshake direkt nach dem Training nicht hilfreich ist.

„Das Blut steckt dann noch in den Muskeln, die Verdauung ist viel zu eingeschränkt, um die Proteine zu diesem Zeitpunkt optimal zu verwerten“, so der Experte.

Laut dem Trainer sei es ohnehin wichtig, nicht in die Proteinfalle zu tappen, denn zu viel Protein hänge häufig mit Problemen mit dem Bindegewebe zusammen.

„Ein zu viel an Eiweiß verstopft die Zellmembran, also der letzte Durchgang vom Blutstrom in die Zelle“, erklärt der Fachmann.

Wer über einen längeren Zeitraum zu viel Protein zu sich nehme, riskiere, dass es zu Ablagerungen, kommt, die den Zellaustausch behindern. Dadurch kämen Abbauprodukte nicht mehr raus und Nährstoffe nicht mehr in die Zelle hinein.

Natürliche Ernährung

„Gerade im Alter ist es entscheidend, sich möglichst natürlich zu ernähren, Sie sollten sicherstellen, dass der Körper alles bekommt, was er braucht“, empfiehlt Romeike.

Wenn es darum geht, welche Lebensmittel für einen gesunden und schnellen Muskelaufbau am besten geeignet sind, denken viele gleich an Eier und Steaks.

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Ärzte raten zur elektrischen Zahnbürste-dabei gibt’s eine noch viel bessere Methode – Video

Mehr als die Hälfte der Deutschen greift beim Zähneputzen noch immer zur herkömmlichen Handzahnbürste. Aber sorgen nicht elektrische Zahnbürsten viel besser für gesunde Zähne? FOCUS-Online-Experte Stephan Ziegler sagt, was das Gebiss besser pflegt.

Die Handzahnbürste war eines der ersten Instrumente zur Zahnpflege. Und ist auch heute noch bei vielen in Gebrauch. Obwohl die meisten Zahnärzte mittlerweile zur elektrischen Zahnbürste raten – so auch FOCUS-Online-Experte Stephan Ziegler. Er bestätigt: Elektrische Bürsten pflegen tatsächlich besser.

Die beste Reinigung bieten allerdings Ultraschallbürsten der neuesten Generation (Anzeige). Mit rund 30.000 bis 50.000 Bewegungen pro Minute reinigen sie wesentlich schneller. Und das sogar besonders zahnfleischschonend, da Sie beim Putzen nicht viel Druck ausüben müssen. Bei freiliegenden Zahnhälsen ist das besonders wichtig.

Außerdem versetzt der Schall den Speichel in Schwingung. Dieser kann dadurch auch schwer zugängliche Zahnzwischenräume erreichen und Essensreste herausspülen. Dennoch rät der Experte: Ergänzen Sie die Reinigung zusätzlich durch Zwischenraumbürsten (Anzeige) oder Zahnseide (Anzeige).

Stephan Ziegler ist leitender Zahnarzt und Gründer der KU64-Zahnarztpraxis in Berlin.


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Tabuthema Prostatakrebs: Welche Symptome Männer nicht ignorieren dürfen – Video

Vorsorgeuntersuchungen sind besonders wichtig, wenn es um die Früherkennung von Prostatakrebs geht. Doch viele Männer missachten die Symptome. FOCUS-Online-Experte Dietrich Grönemeyer erklärt, wann es höchste Zeit ist zum Arzt zu gehen.

Am Schreibtisch im Büro, auf dem Fahrradsattel oder abends auf dem Sofa – wir sitzen viel zu viel. Das begünstigt Erkrankungen und Veränderungen der Prostata.

Erste Symptome für eine Erkrankung kann Harntröpfeln sein. Auch wenn Sie feststellen, dass Sie plötzlich öfter nachts zur Toilette müssen, kann das ein erstes Zeichen für eine Veränderung der Prostata sein. Doch vor allem, wenn Sie Schmerzen haben beim Geschlechtsverkehr oder beim Wasserlassen, ist der Gang zum Arzt unerlässlich.

Der Experte untersucht dann durch Tasten, Ultraschall oder Kernspintomographie, was die Ursache Ihres Problems ist.

Zur Person

Dietrich Grönemeyer ist Arzt, Wissenschaftler und Bestseller-Autor („Hausbuch der Gesundheit“ und „Mein Rückenbuch“). Auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum hat er das Grönemeyer Institut für Mikrotherapie gegründet. Der Arzt mit Herz und Seele setzt sich außerdem für Synthese von Hightech-Schulmedizin und Naturheilkunde ein. Grönemeyer ist Prof. em. des Lehrstuhls für Radiologie und Mikrotherapie Universität Witten/Herdecke.

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An Weihnachten steigt das Infarkt-Risiko – es gibt sogar eine genaue Uhrzeit – Video

An Weihnachten ist die Gefahr besonders hoch, einen Herzinfarkt zu erleiden. Das zeigt nun eine schwedische Studie. Besonders an Heilig Abend sind Herzinfarkte demnach ungewöhnlich häufig.

Am Abend des 24. Dezember erleiden besonders viele Menschen einen Herzinfarkt. Das fanden Forscher des schwedischen Karolinska Instituts heraus. Dafür werteten sie die Daten von Patienten aus, die im schwedischen Herz-Register verzeichnet sind.

Im Zeitraum von 1998 bis 2013 wurden knapp 283.000 Menschen mit einem Infarkt ins Krankenhaus eingeliefert. Die Registerdaten der Weihnachtsfeiertage verglichen die Wissenschaftler mit Aufzeichnungen zwei Wochen vor und nach den Festlichkeiten.

Vor allem abends ist das Risiko am Höchsten

Das Ergebnis: Mit durchschnittlich 69 Infarkten ist das Risiko an Heiligabend außergewöhnlich hoch. Im Vergleichszeitraum kam es lediglich zu 50 Infarkten pro Tag. Insgesamt war das Herzinfarktrisiko über die Weihnachtsfeiertage um 15 Prozent erhöht.

Am meisten gefährdet waren Personen über 75 Jahren, die bereits mit Diabetes oder Herzproblemen zu kämpfen hatten.

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Schon länger ist bekannt, dass das Infarktrisiko am Morgen größer ist als zu anderen Tageszeiten, wie auch die schwedische Studie bestätigte. Am höchsten war das Infarkt-Risiko um 8 Uhr morgens. Anders aber an Heiligabend. An diesem Tag erlitten die meisten Personen abends gegen 22 Uhr einen Infarkt.

Bisher gibt es keine Erklärung

Warum das Risiko an Weihnachten erhöht ist, lässt sich aus der Studie nicht direkt erschließen. Die Forscher vermuten aber erhitzte Gemüter und starke Emotionen als Auslöser.

Für ihre Studie untersuchte das Forscherteam ebenfalls die Infarktraten an Ostern sowie dem schwedischen Mittsommerfest. Auch bei letzterem war das Risiko erhöht. An Ostern zeigte sich kein Unterschied zum Vergleichszeitraum.

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Keine Tablette zur Hand? Auch dieses Alltagsgetränk hilft gegen Kopfschmerzen – Video

Gegen fiese Kopfschmerzen hilft meist nur eine Tablette. Ist diese nicht zur Hand, probieren Sie es doch mal mit einem Getränk. Ein bestimmter Inhaltsstoff weitet die Gefäße. Das Video zeigt, welche Getränke sich eignen.

Koffein hat den Ruf, bei zu hohem Konsum abhängig zu machen und bei Kindern zu Schlafstörungen zu führen. Doch der Stoff, der vor allem in Getränken enthalten ist, hat auch einen positiven Effekt: Er kann Schmerzen lindern.

Experten empfehlen ein Glas Cola, eine Tasse schwarzen Tee oder einen Becher Kaffee gegen Kopfschmerzen. Diese entstehen oft durch verengte Blutgefäße im Gehirn. Koffein wiederum gelangt über die Blutbahnen ins Gehirn und weitet dort die Gefäße. Besonders gut helfen diese Hausmittel bei Menschen, die im Alltag kaum oder gar keinen Kaffee trinken. Starke Kaffeesorten wie Espresso oder Mocca erzielen dabei die beste Wirkung. Schätzungen zufolge leiden rund 15 Millionen Deutsche regelmäßig an Kopfschmerzen.Bestes Angebot auf BestCheck.de

Auch kann Koffein die Wirkung von schmerzmindernden Medikamenten unterstützen. Schmerzmittel enthalten meist die Wirkstoffe Paracetamol oder Acetylsalicyl­säure. Koffein sorgt dafür, dass die Stoffe schneller wirken und verstärkt ihren Effekt. 

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Frau erhält Gebärmutter einer Toten – und bringt ein Baby zur Welt

 In Brasilien ist ein Kind auf die Welt gekommen, dessen Mutter die Gebärmutter einer Verstorbenen transplantiert bekommen hatte. Das kleine Mädchen wurden vor einem Jahr in São Paulo geboren, heißt es in der Fachzeitschrift „The Lancet“. Die erfolgreiche Gebärmutter-Transplantation gibt den Autoren des Fachartikels zufolge vielen Frauen, die bislang keine Kinder bekommen können, neue Hoffnung. 

Fall vor dem BGH

Ralf Zietz spendete seiner Frau eine Niere – warum er den Eingriff heute bereut

„Unsere Ergebnisse stellen einen Machbarkeitsnachweis für eine neue Option für Frauen mit Unfruchtbarkeit aufgrund ihrer Gebärmutter dar“, erklärte Dani Ejzenberg vom Lehrkrankenhaus der Universität São Paulo. „Die Zahl der Menschen, die bereit sind, Organe nach ihrem Tod zu spenden, ist viel höher als die Zahl lebender Spender.“    

Bislang waren bereits Gebärmutter-Transplantationen erfolgreich, wenn der Uterus von einer lebenden Frau gespendet wurde. Nach einer solchen Transplantation kam erstmals 2014 in Schweden ein Kind auf die Welt. Es gibt aber viel mehr Frauen, die auf eine Spender-Gebärmutter hoffen, als lebende Organspenderinnen. Forscher suchten deswegen nach Möglichkeiten, auch bei verstorbenen Frauen den Uterus zu entnehmen und ihn Frauen einzupflanzen, die sonst keine Kinder bekommen können. Versuche dazu gab es in mehreren Ländern, bislang aber ohne Erfolg.    

Frau kam ohne Gebärmutter auf die Welt

In Brasilien wurde schließlich im September 2016 einer 32-Jährigen die Gebärmutter einer im Alter von 45 Jahren verstorbenen Frau eingepflanzt. Die 32-Jährige war ohne Uterus auf die Welt gekommen. Die Operation dauerte insgesamt rund zehn Stunden.

Vier Monate vor der Transplantation wurden durch In-Vitro-Fertilisation acht Eier befruchtet und eingefroren. Diese wurden der Frau sieben Monate nach der erfolgreichen Transplantation eingesetzt. Die Frau wurde daraufhin schwanger.    

Im Dezember 2017 kam das Baby per Kaiserschnitt auf die Welt. Es wog 2,5 Kilogramm. Während des Kaiserschnitts wurde auch die transplantierte Gebärmutter entfernt. Mutter und Kind konnten das Krankenhaus drei Tage später verlassen.


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Schulterprobleme: Alternativen zur OP



Patienten mit chronischen Schulterbeschwerden wird oft zu einer Operation geraten. Doch Experten empfehlen mittlerweile, es zunächst mit konservativen Therapien zu versuchen

Beweglich bleiben: Durch gezieltes Training lassen sich Schulterschmerzen oft lindern – ohne Operation

Entzündete Sehnen und andere Weichteile sind sehr häufig die Ursache für hartnäckige Schulterschmerzen. Orthopäden empfehlen dann oft eine Operation gegen das sogenannte Schulterengpass-Syndrom. An dem Gelenk wird ein Stück Knochen entfernt, um unter dem Schulterdach mehr Platz zu schaffen. 

Solche Dekompressions-Operationen erfolgen häufig. Doch eine britische Studie zeigte vor Kurzem: Der chirurgische Eingriff bringt den meisten Betroffenen nicht viel. Für Dr. Ben Ockert war dieses Ergebnis wenig überraschend.

"Viele Schulterexperten stellen die alleinige Dekompression schon seit Längerem infrage, denn nur wenige Patienten werden dadurch wirklich beschwerdefrei", sagt der leitende Arzt der Sektion Schulter- und Ellenbogenchirurgie an der Universitätsklinik München.

Schulteengpass-Syndrom: Viele Ursachen möglich

Denn es gibt vielerlei Krankheiten, die ein Schulterengpass-Syndrom verursachen können. Zum Beispiel Kalkablagerungen oder kleine Risse in einer Sehne und Verklebungen in der Gelenkkapsel. Auch Muskelverspannungen und Fehlhaltungen können ein Engpass-Syndrom hervorrufen. 

In all diesen Fällen hilft ein Mix aus Physiotherapie, Bewegung und Medikamenten häufig am besten. Experte Ockert: "Die konservativen Maßnahmen sollte man zunächst ausschöpfen. Oft wird die Schulter dadurch wieder gut."

Regelmäßige Physiotherapie fördert die Selbstheilung

"Kurzfristige Termine bei einem Physiotherapeuten sind mittlerweile schwer zu bekommen", sagt Chirurg Ockert. Dennoch wären anfangs drei Einheiten pro Woche am besten. "Pa­tienten, die sofort intensiv in die Behandlung ­­eingebunden werden, haben einen Startvorteil."

Verschiedene Techniken machen das Gelenk beweglicher, lindern Schmerzen und Entzündungen. Bei Bedarf kommen auch Wärme und Strom zum Einsatz. "Diese Maßnahmen sollen den Körper dabei unterstützen, die Selbstheilung anzuregen", sagt Professor Thomas Horstmann. Der Chefarzt am Medical Park in Bad Wiessee ­leitet an der Technischen Universität München eine Forschergruppe für Konservative und Rehabilitative Orthopädie. 

Doch der Patient muss aktiv mitarbeiten. "Wichtig ist, dass er in der Physiotherapie die Anleitung bekommt, um selbst seine Schulter zu trainieren", sagt Horstmann. Er muss die Übungen unter professioneller Aufsicht durchführen, bis er sie beherrscht. 

Besserung durch tägliches Trainieren

"Die meisten Menschen vernachlässigen die Muskeln hinten am Rücken", sagt Horstmann. Etwa beim Autofahren oder am Schreibtisch: Immer arbeiten nur die Gegenspieler, die die Schulter nach vorne ziehen. Auch das Schultergelenk leidet unter diesen andauernden, ein­seitigen Belastungen

Doch Muskeln lassen sich trainieren, im besten Fall verschwinden Gelenkprobleme in der Folge. Etwa ein Engpass-Syndrom, bei dem Sehnen oder Weichteilgewebe im Gelenk eingeklemmt werden. Häufige Ursache des Übels: Der Oberarmkopf sitzt zu weit oben am Schulterblatt. Gezielte Übungen bringen ihn zurück in seine zentrale Position, das Gelenk kann wieder reibungslos arbeiten.

Ausdauertraining lindert die Beschwerden bei einer Kalkschulter

Für eine diagnostizierte steife Schulter oder Kalkschulter gibt es andere Programme. "Ein paar Daten zeigen, dass eine Kalkschulter besser wird, wenn die Patienten auch ihre Ausdauer trainieren, sodass der Körper stärker durchblutet ist", erläutert Horstmann.

Allerdings erfordert es einiges an Durchhaltevermögen, bis eine Linderung eintritt. Chirurg Ockert: "Das ist wie beim Klavierspielen. Darin wird man auch nicht gut, wenn man nur einmal in der Woche beim Unterricht übt." Der Experte empfiehlt für die Schulter täglich zweimal 20 Minuten Training über mehrere Wochen hinweg.  

Schmerzmittel und Kortikoide bei starken Beschwerden

Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac und Paracetamol helfen über Phasen mit starken ­Beschwerden hinweg. Ärzte und Apotheker beraten, welcher Wirkstoff sich am besten eignet. "Aber die Medikamente nicht länger als zwei bis drei Wochen in Eigenregie einnehmen", sagt Ockert.

Denn diese haben Nebenwirkungen und behandeln auch nicht die Ursache. Bessert sich der Zustand der Schulter nicht, sollte ein Orthopäde das Gelenk untersuchen.

Manchmal spritzt der Arzt auch ein entzündungshemmendes Kortikoid, ein örtliches Betäubungsmittel oder einen Mix aus beidem in die Schmerzzone. Damit sollte man es jedoch nicht übertreiben, denn Kortikoide können die Sehnen schädigen.

Ockert zum Beispiel injiziert frühestens nach drei Monaten ein zweites und nach einem Jahr ein drittes Mal. "Wenn dann die ­Beschwerden bleiben und andere konservative Maßnahmen nicht greifen, hilft oft nur noch eine Operation."

Vor der Operation kann Zweitmeinung sinnvoll sein

Einige Schulterprobleme erfordern eine Operation. Zum Beispiel Knochenbrüche, größere Risse in einem Rotatormuskel oder Gelenkschäden nach einer ­Verrenkung. Doch oft ist der Befund nicht so  eindeutig. Dann sollte man bei einer OP-Empfehlung in jedem Fall eine zweite Expertenmeinung einholen.

"Auch die Einschätzung eines nicht operierenden Orthopäden kann ­dabei helfen, eine gute Entscheidung zu treffen", sagt Horstmann. Dieser hat viel Erfahrung mit konservativen Therapien, kennt ­­deren Grenzen und hat kein Eigeninteresse an einer Operation.

Bevor ein Eingriff erfolgt, müssen die Ursachen des Gelenkleidens bekannt sein. Oft trägt das bild­gebende Verfahren der Magnetresonanz-Tomografie zu einer ­verlässlichen Diagnose bei. Erst wenn diese steht, kann die richtige Operation erfolgen – mit guten Aussichten, den Patienten von ­seinem Leiden zu befreien. Doch das gelingt nur selten, wenn man lediglich ein Stück Knochen entfernt und nicht auch die Problem­verursacher in der Schulter repariert.

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