Nachruf: Gerald Medoff, ehemaliger Direktor von Infektionskrankheiten, 82

Gerald Medoff, MD, ein emeritierter Medizin-professor und geliebten ehemaligen Direktor der Abteilung der Infektionskrankheiten an der Washington University School of Medicine in St. Louis, starb friedlich Montag, Jan. 14, 2019, in hospizbetreuung bei Evelyn ‚ s House in Creve Coeur, Mo., nach einem langen Kampf mit Parkinson-Krankheit. Er war 82.

Medoff wurde Direktor der Abteilung für Infektionskrankheiten im Jahr 1972 und diente in der position für zwei Jahrzehnte, während welcher Zeit er führte die division bei Umwandlung in eine Staatlich anerkannte klinische und Forschungs-arm der Universität. Im Jahr 1992 trat er zurück, als Regisseur zu werden stellvertretender Vorsitzender des clinical affairs in der Abteilung von Medizin. Und im Jahr 2000 gründete er die Abteilung von Krankenhaus-Medizin mit Mark Thoelke, MD, professor der Medizin.

Medoff war vielleicht am besten bekannt und bewundert für sein beharren auf sorgsame Pflege für Patienten aus allen Bereichen des Lebens. Zu Beginn der AIDS-Epidemie, bei der viele Anbieter weigerte sich, die Pflege für solche Patienten, Medoff gründete eine AIDS-Klinik und gefördert, spezifische Programme zu sorgen für die bestmögliche medizinische Versorgung für Sie und Ihre lieben. Er bildete enge Beziehungen zu seinen Patienten und lehrte Generationen von Medizinstudenten, Bewohner und Stipendiaten, wie Sie hören zu, untersuchen und betreuen Patienten mit Mitgefühl und Respekt.

Er ging weiter, auf der Höhe der Epidemie, wurde die erste AIDS Clinical Trials Unit der Universität von Washington, erstellen von Ressourcen und Infrastruktur, um die Betreuung und Identifikation von neuen Methoden zur diagnose und Behandlung von Patienten mit HIV.

„Dr. Medoff machte bedeutende Beiträge zu den Infektionskrankheiten division, Department of Medicine und die School of Medicine“, sagte Victoria J. Fraser, MD, der Adolphus Busch Professor der Medizin und Leiter der Abteilung Medizin. “Er ist im wesentlichen gebaut der division von Grund auf neu. Er sah die Patienten während des Tages, lief seinem Forschungslabor in der Nacht und rekrutiert herausragende Fakultät in der Grundlagen -, der klinischen und der translationalen Forschung. Er war ein ausgezeichnetes Vorbild und mentor. Er sorgte sich zutiefst um seine Mitmenschen und die Fakultät und gepflegt die division wie eine Familie.“

Als Kliniker, Medoff praktizierte Medizin mit großer Einsicht und Gewissenhaftigkeit. Er oft genannt wurde, um zu sehen, Patienten mit schwer zu diagnostizieren Bedingungen. Er ist Häufig konzentrierte sich auf Elemente einer Krankengeschichte, die andere übersehen hatten, sichern eine genaue Diagnose und Behandlung.

Medoff inspiriert Auszubildende seit mehr als drei Jahrzehnten mit seinem Engagement für die klinische Medizin und seine Liebe für seine wissenschaftlichen Grundlagen. Gewidmet ist die Förderung der Karrieren der anderen, führte er seine Studenten, Einwohner und Stipendiaten, kritisch zu denken und die Grenzen des Wissens.

„Jerry legte den Grundstein zum erstellen eines der besten Infektiologie-Abteilungen in das Land,“, sagte William G. Powderly, MD, Larry J. Shapiro, Direktor des Instituts für Public Health der Universität von Washington, das J. William Campbell, Professor der Medizin und co-Direktor der Abteilung der Infektionskrankheiten. „Er bildete mehrere Generationen von Führungskräften in der Infektiologie, von denen alle waren stolz darauf, ihm ein mentor und ein Freund.“

Medoff ‚ s Forschung konzentriert sich auf die Pathogenese des endemischen Mykosen und Entwicklung von neuen Methoden zur Bestimmung der antimikrobiellen Empfindlichkeit und neuartige Behandlungen für schwere Pilzinfektionen, einschließlich Candida-und Histoplasmose. Seine Forschung wurde finanziert durch die Nationalen Institute der Gesundheit (NIH) seit mehr als 20 Jahren, in denen er war ein zentraler Anführer der NIH-finanzierten Mycosis Study Group. Seine Forschung über Pilze und Antimykotika Therapien bildeten die Grundlage für die moderne klinische, Grundlagen-und translationale Untersuchung im Feld. Er unternahm Wahrzeichen Studien, die untersuchen, wie Antimykotika töten Ihre Ziele und wie Pilze widerstehen antimikrobielle Medikamente.

Im Jahre 1989, machte er, was als eine erstaunliche Karriere-Entscheidung, aufzugeben, seine NIH-finanzierten Bank research Neuausrichtung auf den Aufbau seines Geschäftsbereichs klinische Programme. Medoff erkannte die wachsende Bedeutung von Infektionskrankheiten als klinische Spezialität, als er sah Patienten mit immer komplexer werdenden Infektionen, die erforderliche Vollzeit-Aufmerksamkeit zur Verbesserung Ihrer Ergebnisse. Er sah auch die Notwendigkeit, mehr Zeit für die Förderung der Karrieren von Prüfärzten und die Bereitstellung der klinischen Forschung Ausbildung.

Er war Mitglied in mehreren Fachgesellschaften, darunter der American Society for Clinical Investigation und der American Association for the Advancement of Science. Unter seinen vielen Ehrungen und Auszeichnungen sind der „Distinguished Educator Award“ und dem Zweiten Jahrhundert Award der School of Medicine, Walter E. Stamm Mentor Award der Infectious Diseases Society of America, die Neville Grant Award von Barnes-jüdischen Krankenhaus, und die Fellows Award der Academy of Science in St. Louis.

Ein Eingeborener von Brooklyn, NY, erwarb er seinen bachelor-Abschluss von der Columbia College in New York und war 1962 Absolvent der Washington University School of Medicine. Er absolvierte seine Facharztausbildung (internship und residency im New England Medical Center und Boston City Hospital in Boston, gefolgt von der Forschung und klinische fellowships für Infektionskrankheiten am Massachusetts General Hospital (MGH) in Boston. Er trat in die Medizin und Pädiatrie Fakultät der Harvard Medical School und diente als ein behandelnder Arzt am MGH, Boston Children ‚ s Hospital vor der Rückkehr an die Washington University im Jahr 1970 als Assistent professor der Medizin und der molekularen Mikrobiologie.

Er verließ die Universität im Jahr 2004, der als klinischer Direktor des National Institute on Aging der NIH, aber er kehrte an die Universität im nächsten Jahr zu lehren und Pflege für die Patienten.

Im Jahr 2014 wird die division gegründet, die jährliche Gerald Medoff, MD, Gastprofessur, zu Ehren von Medoff Führung, herausragende vision, die Hingabe und das Engagement für Exzellenz während seiner Amtszeit als Direktor.

Er ist überlebt von seiner Frau, Judith Medoff, PhD; seine Söhne Benjamin Medoff, MD, und Nathaniel Medoff; und vier Enkel.

Trauerfeier Mittwoch, Jan. 16, Berger Memorial Chapel, 9430 Olive Blvd., in Olivette, Mo. Visitation beginnt um 2:30 Uhr und der service bei 3 Uhr Internierung Folgen auf Beth Hamedrosh Hagodol Friedhof, 9125 Ladue Road, Ladue, Mo.

Memorial Beiträge können die Dr. Gerald Medoff Lehrauftrag oder Dr. Gerald Medoff Scholarship Fund, beide an Washington-Universität, in der Pflege von Rachel Hartmann; Campus Box 1247, 7425 Forsyth Blvd;. St Louis, Mo. 63105. Memorial Beiträge können auch vorgenommen werden, um die APDA Großraum St. Louis Kapitel, in www.apdaparkinson.org/greaterstlouis; 1415 Elbridge Payne Road, Suite 150; Chesterfield, Mo. 63017; oder Evelyn ‚ s House, Pflege, BJC-Stiftung für das Hospiz; P. O. Box 790369; St. Louis, Mo. 63179; oder Rennen für einen Anderen Tag, Pflege der Team-Gateway für eine Heilung, teamgatewaytoacure.org.

Zecken-Invasion in 2019: Forscher warnen vor Übertragung neuer gefährlicher Infektionskrankheiten

2018 war ein Rekordjahr für Zecken – 2019 könnte schlimmer werden

Im Jahr 2018 wurde die höchste Anzahl an Zecken gesichtet, die jemals in Deutschland dokumentiert wurde – ein Rekordjahr für Zecken. Experten prognostizieren, dass dieser Rekord in diesem Jahr schon wieder gebrochen werden könnte. Neben der auffällig hohen Zahl an Jungtieren (Nymphen) ist auch die Verbreitung neuer Zeckenarten besorgniserregend. Experten haben sich auf dem MSD Parasitologenkongress in Wien über diese Problematik ausgetauscht.

Die Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier durch Zecken wird im Jahr 2019 weiter ansteigen, warnen Zecken-Experten, die sich auf dem MSD Parasitologenkongress in Wien zusammengefunden haben. 23 führende Wissenschaftler sowie Veterinär- und Humanmediziner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz tauschten sich auf dem Kongress zu dem aktuellen Aufkeimen der Zeckenpopulation aus.

Zecken auf dem Vormarsch

Bereits im Frühjahr 2018 sagte Dr. Gerhard Dobler vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München das Rekordhoch auf Grundlage seiner längjährigen Erhebungen voraus. Auf dem Kongress wurde dies nun bestätigt. Die Experten berichten von einem besorgniserregenden Anstieg. In den vergangenen neun Jahren lebten etwa 260 Zecken auf einer Fläche von 100 Quadratmetern. Im Jahr 2018 wurde eine Zeckenanzahl von 400 Stück pro 100 Quadratmetern gemessen.

Neue Zeckenarten breiten sich aus

„Wir beobachten die Ausbreitung neuer Zeckenarten, wie der Auwaldzecke, die etwa 50 Kilometer pro Jahr Richtung Westen wandert und bereits Hannover erreicht hat“, berichtete Dr. Gerhard Dobler auf dem MSD Parasitologenkongress. Daneben sei auch der kontinuierliche Anstieg der gesamten Zeckenpopulation besorgniserregend. Die Zecken gelten als Überträger gefährlicher Infektionskrankheiten wie des Krim Kongo Virus, Heartland Virus, Neoehrlichia oder Anaplasma.

Höhere und längere Infektionsgefahren

„Es gibt mehr und neue Zecken, die in milden Jahren früher aktiv werden und länger aktiv bleiben und immer gefährlichere Krankheiten übertragen“, warnt der Zecken-Fachmann. Mit dem Rekordhoch der Zeckenpopulation sei gleichzeitig auch eine neue Höchstzahl an Frühsommer-Meningoenzephalitis-Fällen aufgetreten. Das Bewusstsein über diese neue Bedrohung sei in der Bevölkerung noch nicht genug ausgeprägt, betonen die Experten.

Trügerische Sicherheit

Im Sommer stellten viele Hunde- und Katzenbesitzer einen Rückgang der Zeckenbisse bei ihren Haustieren fest. „Das heißt aber nicht, dass die Zecken nicht da oder nicht aktiv waren“, ergänzt Dr. Daniel Sicher, Geschäftsführer bei MSD Tiergesundheit. Zecken würden sich bei Hitze und Trockenheit nur vorübergehend in den Wald zurückziehen. Daneben seien im Jahr 2018 auch ungewöhnlich viele Zecken-Nymphen gesichtet worden. Diese Jungtiere seien für den Laien wesentlich schwerer wahrzunehmen, als ausgewachsene Zecken.

Warum steigt die Anzahl der Zecken immer weiter an?

Bei den Gründen für diesen rasanten Anstieg waren alle Experten einer Meinung. Die massive Ausbreitung werde durch den Klimawandel, den internationalen Verkehr, den internationalen Tierhandel und durch Änderungen in der Landschaft und Landwirtschaft begünstigt. (vb)

Weitere Informationen:
Tödliche Risiken durch neue Überträger: Diese Subtropische Zeckenart breitet sich vermehrt aus
Steigende FSME-Gefahr: Infektionen durch Zecken haben weiter zugenommen

Quelle: Den ganzen Artikel lesen

„Ich finde mein Leben heute schöner als vor der Diagnose“

SPIEGEL ONLINE: Herr Spiegel, Sie sind 36 Jahre alt, hetero, HIV-positiv und setzen sich für mehr Offenheit im Umgang mit der Infektion ein. Der Name Philipp Spiegel ist aber ein Pseudonym, weil Sie nicht unter Ihrem echten Namen über Ihre Erfahrungen sprechen wollen. Klingt nach einem Widerspruch.

Philipp Spiegel: Richtig, aber es ist das Dilemma, in dem ich mich seit Jahren befinde: Auf der einen Seite begleitet mich immer die Angst, entdeckt zu werden. Auch heute noch, fast fünf Jahre nach der Diagnose, wenn auch in sehr abgeschwächter Form. Auf der anderen Seite gibt es so viel Unwissenheit, Ignoranz und Vorurteile gegenüber HIV-Positiven. Da muss ich als Betroffener einfach den Mund aufmachen.

SPIEGEL ONLINE: Was läuft Ihrer Meinung nach schief?

Philipp Spiegel: Als heterosexueller Mann gehöre ich zu der Gruppe von HIV-Positiven, über die kaum jemand spricht. HIV und Aids werden immer noch mit Schwulsein, Drogen oder Prostitution assoziiert. Wenn ich jemandem von meinem Status erzähle, sehe ich, wie das Kopfkino los geht: Freddie Mercury, ausgemergelte Körper, Tod. Heute kann ich damit umgehen, aber lange Zeit machte es das unglaublich schwer, frei darüber zu sprechen.

SPIEGEL ONLINE: Wie leben Sie denn mit dem Virus?

Philipp Spiegel: Sehr gut, ich spüre im Alltag nichts davon. Nur einmal wurde ich krank, das war kurz nach der Infektion, wie ich jetzt weiß. Ich habe mich bei einer Frau angesteckt, die selbst nicht wusste, dass sie HIV-positiv ist. Es ging mir damals kurze Zeit körperlich sehr schlecht, vermutlich weil sich die Viren stark vermehrten. Seither bin ich in Wien in ärztlicher Behandlung und nehme Medikamente, täglich eine Pille. Nebenwirkungen habe ich keine. Alle drei Monate checkt mein Arzt mein Blut und kontrolliert, ob die Viren unterhalb der Nachweisgrenze sind. Weil das immer der Fall ist, kann ich niemanden anstecken. Ich kann Sex haben, ohne jemanden zu infizieren und ich könnte gesunde Kinder bekommen.

Im Video: HIV-positiv – Mein Leben mit dem Virus

SPIEGEL ONLINE: Haben Sie jemanden infiziert?

Philipp Spiegel: Gott sei Dank nicht. Zwischen meiner Infektion und der Diagnose vergingen einige Monate und bei drei Frauen war es im Nachhinein fraglich. Aber sie haben sich testen lassen und sind HIV-negativ. Ich möchte nicht wissen, wie es sich anfühlt, jemanden infiziert zu haben.

SPIEGEL ONLINE: Sind Sie wütend auf die Frau, die Sie angesteckt hat?

Philipp Spiegel: Nein, ich gebe ihr keine Schuld. Sie wusste ja nicht von ihrer Infektion. Vielmehr habe ich mir selbst Vorwürfe gemacht, wie ich so blöd und unvorsichtig sein konnte.

SPIEGEL ONLINE: Wie hat Sie die Diagnose getroffen?

Philipp Spiegel: Ich war gerade in einem Ashram im tiefsten Indien und musste einen HIV-Test ablegen, um dort zu wohnen. Ich war mir meiner Gesundheit so sicher! Als die Blutergebnisse vor mir lagen, wollte ich sie nicht wahrhaben. Ich war wie in einer Schockstarre und sah mein Leben vor meinem inneren Auge Revue passieren. Mir war sofort klar, dass ich das nicht allein schaffe. Mein Bruder war der Erste, der auf meinen Hilferuf antwortete.

SPIEGEL ONLINE: Wie hat er reagiert?

Philipp Spiegel: Er ist das Problem sehr analytisch angegangen: Was wissen wir? Was bedeutet das? Was können wir tun? Mit einem Schlag war ich nicht mehr allein. Noch in der ersten Nacht habe ich gelernt, was das Virus kann, welche Medikamente wie wirken und dass man trotz einer HIV-Infektion bei guter Therapie eine normale Lebenserwartung hat. Richtig geholfen hat mir dieses Wissen aber erst Jahre später.

SPIEGEL ONLINE: Wie meinen Sie das?

Philipp Spiegel: Die psychischen Folgen der Diagnose waren viel gravierender als die körperlichen. In mir machte sich eine lähmende Angst breit. In der ersten Zeit hatte ich Angst, andere anzustecken und dass man mir die Viren ansieht. Dann hatte ich Angst vor den Reaktionen, wenn ich mich oute, vor Diffamierung und dem gemeinen Hass im Netz. Und eben Angst, entdeckt zu werden. Das Gefühl, gefangen zu sein, machte mich angespannt und aggressiv.

SPIEGEL ONLINE: Inzwischen haben Sie Hunderte Outings hinter sich. War es so schlimm wie befürchtet?

Philipp Spiegel: Zu Anfang ja, aber nicht aus dem erwarteten Grund. Familie und Freunde haben mich nie verurteilt. Stattdessen konnte ich aber jedes Mal mit ansehen, wie mein Gegenüber unter der zentnerschweren Last zusammensank, die ich ihm aufbürdete. Je näher mir jemand war, umso schockierter reagierte er oder sie. Ich musste dann beruhigen, obwohl mir selbst das Herz bis zum Hals schlug.

SPIEGEL ONLINE: Sie waren Überbringer der schlechten Nachricht und Tröster zugleich?

Philipp Spiegel: Genau.

SPIEGEL ONLINE: Und heute?

Philipp Spiegel: Heute belastet mich die Krankheit selbst viel weniger. Ich weiß das Wichtigste über das Virus und seine Folgen und kann dadurch meinem Gegenüber aus meiner Überzeugung heraus genau erklären, was es für mich heißt, HIV-positiv zu sein. Ich habe die Kontrolle zurückgewonnen und fühle mich endlich nicht mehr gefangen.

SPIEGEL ONLINE: Bei Ihrem Pseudonym bleiben Sie dennoch?

Philipp Spiegel: Ja, aber wer meinen echten Namen herausbekommen möchte, der kann ihn herausfinden. Ich will nicht erpressbar sein. Andererseits arbeite ich als Fotograf und sehe meine Arbeit unabhängig von der Auseinandersetzung mit der Infektion. Vielleicht nervt mich das Thema auch irgendwann und ich möchte es in der Öffentlichkeit zu den Akten legen.

SPIEGEL ONLINE: Trotzdem wird das Virus Sie ein Leben lang begleiten, HIV ist nach wie vor nicht heilbar.

Philipp Spiegel: Richtig, aber ich bin heute unendlich dankbar für mein Leben. Würde ich keine Medikamente nehmen, müsste ich statistisch gesehen im nächsten Jahr sterben. Die Auseinandersetzung mit meiner eigenen Verletzbarkeit, mit meinem Tod hat mich demütig gemacht. Ich empfinde mein Leben sogar als reicher und schöner als vor der Diagnose.

Quelle: Den ganzen Artikel lesen