Patienten bringen hochresistente Darmkeime mit in die Klinik

Jeder 8. Patient bringt multiresistente ESBL-Keime mit in die Klinik

Gesundheitsexperten zufolge sterben in Deutschland jedes Jahr bis zu 15.000 Menschen an Krankenhausinfektionen. Manche Schätzungen gehen sogar von bis zu 30.000 Toten aus. Wissenschaftler konnten nun zeigen, dass viele Patienten bei der Einweisung in die Klinik schon hochresistente Keime mitbringen.

Gefährliche Krankenhausinfektionen

Bereits seit Jahren wird von Gesundheitsexperten darauf hingewiesen, dass in deutschen Krankenhäusern ein besserer Infektionsschutz nötig ist, um Klinikinfektionen besser zu verhindern. Problematisch ist aber offenbar nicht nur, dass in vielen Einrichtungen wichtige Hygienevorschriften nicht eingehalten werden. Denn in einer neuen Studie hat sich nun gezeigt, dass viele neu eingewiesene Patienten multiresistente Keime in die Klinik mitbringen.

Neu eingewiesene Patienten bringen ESBL-Keime mit

Wissenschaftler des InfectoGnostics Forschungscampus Jena konnten jetzt in einer Beobachtungsstudie belegen, dass jeder achte neu in eine Klinik eingewiesene Patient bereits sogenannte ESBL-Keime in sich trägt.

Wie es in einer Mitteilung heißt, blieben Infektionen mit den eigenen ESBL-Erregern zwar in der Studie noch ein Ausnahmefall, allerdings zeigten die Forscher, dass die Erreger ihre Resistenzgene an andere Bakterienstämme in der Klinik weitergeben könnten.

An der klinischen Studie beteiligt waren InfectoGnostics-Wissenschaftler des Uniklinikums Jena, des Industriepartners Abbott sowie des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „PLOS One“ veröffentlicht.

Resistent gegen viele Antibiotika

„ESBL-Bakterien („Extended Beta-Lactamase“ oder „Betalaktamase mit erweitertem Spektrum“) können mit einem Enzym die Betalaktamase-Ringe einer bedeutenden Wirkstoffgruppe von Antibiotika spalten und diese unwirksam machen“, erklärt die Techniker Krankenkasse auf ihrer Webseite.

„Am häufigsten kommen diese Enzyme bei typischen Darmbakterien wie Escherichia coli und Klebsiellen vor“, so die TK.

Laut Fachleuten werden multiresistente Darmbakterien häufig über die Hände übertragen, weshalb eine konsequente Handhygiene Leben retten kann.

Bei Immunschwachen können die Keime zu einer Infektion führen

Wie das Uniklinikum Jena in einer Mitteilung schreibt, wirken ESBL für Bakterien wie eine Lebensversicherung: Ist das Bakterium einmal in der Lage, ein solches Enzym zu bilden, kann es sich erfolgreich gegen zahlreiche Antibiotika zur Wehr setzen, die in Kliniken und auch beim Hausarzt zum Einsatz kommen.

Die Folge: Ärzte müssen schon seit einigen Jahren immer häufiger zu Reserve-Antibiotika greifen, um Infekte überhaupt in den Griff zu bekommen. Dieser Kreislauf führt dazu, dass mittlerweile viele Antibiotika bereits wirkungslos sind.

ESBL-bildende Bakterien breiten sich nicht hauptsächlich in Krankenhäusern aus, sondern kolonisieren vor allem über die Nahrungsaufnahme den gesunden Darm.

Die Kolonisierung selbst ist nicht gefährlich, solange die Betroffenen gesund sind. Bei schweren Operationen oder bei Immunschwäche können die Keime jedoch zu Infektionen führen.

In der aktuellen Studie wurde nun die Kolonisierungsrate bei Patienten untersucht, die neu ins Krankenhaus eingewiesen werden und ausgewertet, ob sie durch den Klinikaufenthalt steigt.

Darüber hinaus analysierten die Forscher, welche Faktoren die Kolonisierung mit dem Erreger bedingen.

Nur ein Patient infizierte sich mit dem eigenen Erreger

Für die Studie wurden 1.334 Patienten auf ESBL-bildende Darmkeime getestet: zunächst bei der Aufnahme in der Klinik, dann nach Abschluss der Behandlung und – falls möglich – auch nochmal sechs Monate nach dem Klinikaufenthalt.

Die Ergebnisse zeigten, wie weit verbreitet ESBL-bildende Bakterien schon heute in der Bevölkerung sind: Bei jedem achten getesteten Patienten (12,7 Prozent) konnte bei der Aufnahme in die Klinik ein ESBL-Keim nachgewiesen werden.

Noch dramatischer ist die Situation jedoch bei Patienten aus Altenpflegeheimen: Fast jeder vierte Patient (23,8 Prozent) trägt hier bereits die multiresistenten Keime in sich.

Trotz dieser hohen Kolonisierungsrate mit ESBL-Erregern traten tatsächliche Infektionen mit dem ‚eigenen‘ ESBL-Keim während des Krankenhausaufenthalts äußerst selten auf: In der Studie infizierte sich lediglich ein einziger Patient mit dem eigenen Erreger.

Kein Grund zur Entwarnung

Die geringe Zahl an Infektionen in der Klinik sei allerdings noch kein Grund zur Entwarnung, wie Dr. Oliwia Makarewicz vom Institut für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene des Uniklinikums Jena erläutert:

„Einerseits ist die Anzahl der tatsächlichen Infektionen in Abteilungen wie der Onkologie, Geriatrie oder der Intensivstation ungleich höher, da dort hauptsächlich Risikopatienten mit geschwächtem Immunsystem behandelt werden“, so die Wissenschaftlerin.

„Andererseits konnten wir in unseren Analysen erneut zeigen, dass die Erbinformationen für Multiresistenzen über Plasmide auch auf andere Bakterienarten im Darm übertragen werden – neue multiresistente Erreger können somit sehr schnell entstehen“, erklärt Dr. Makarewicz.

„Man muss davon ausgehen, dass solche Kolonisierungskeime die Resistenzen an Krankenhauskeime weitergeben können. Die Rolle dieser kleinen DNA-Stränge bei der Weitergabe von Resistenzen wird im klinischen Alltag bislang noch viel zu wenig beachtet.“ (ad)

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Große Studie identifiziert zahlreiche Gene, die mit Risikobereitschaft und Risikoverhalten

Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern hat festgestellt 124 genetische Varianten im Zusammenhang mit einer person, die Bereitschaft, Risiken einzugehen, wie berichtet, in einer Studie, die heute veröffentlicht in Nature Genetics.

Die Wissenschaftler betonen, dass keine Variante auf Ihre eigenen sinnvoll betrifft eine bestimmte person, die Risikobereitschaft oder die Vorliebe für riskante Entscheidungen und nicht-genetische Faktoren Rolle mehr für das Risiko-Toleranz als genetische Faktoren. Dennoch, zusammen genommen, die genetische Varianten identifiziert, die in die Studie werfen ein Licht auf einige der biologischen Mechanismen, die Einfluss auf eine person, die Bereitschaft, Risiken einzugehen.

Die Studie zeigt Beweis von gemeinsamen genetischen Einflüssen über eine Allgemeine Messung von Risikobereitschaft und viele bestimmten riskanten Verhaltensweisen. Es ist eines der größten Genetik-Studien zu Datum, und wird auf der Grundlage der genetischen Informationen von über einer million Menschen mit europäischen ancestries—viel größer als alle vorherigen Studie über die Genetik der Risikobereitschaft.

„Genetische Varianten, die im Zusammenhang mit der Allgemeinen Risikobereitschaft—eine Maßnahme, basierend auf selbst-Berichte über Personen, die“ Tendenzen zu Risiken im Allgemeinen—sind in der Regel auch verbunden mit mehr Beschleunigung, trinken, Tabak-und cannabis-Konsum, und mit riskanter Investitionen und das sexuelle Verhalten,“, sagte Jonathan Beauchamp, entsprechender Autor und assistant professor of economics an der University of Toronto.

„Wir fanden auch gemeinsame genetische Einflüsse auf das Allgemeine Risiko Toleranz und mehrere Persönlichkeitsmerkmale und neuropsychiatrische Merkmale—einschließlich ADHS, bipolare Störung und Schizophrenie.“

Die Effekte von jeder der 124 genetische Varianten, die auf individueller basis sind alle sehr klein, aber Ihre Auswirkungen können erheblich sein.

„Die wichtigste Variante erklärt, nur 0,02 Prozent der variation im Gesamt-Risiko-Toleranz gegenüber Personen,“ sagte Beauchamp. „Allerdings sind die Varianten“ – Effekte können kombiniert werden, um Konto für, größere Unterschiede in der Risikobereitschaft.“

Die Autoren haben eine „polygene score“ erfasst die kombinierten Effekte von 1 million genetischen Varianten und statistische Konten für etwa 1,6% der variation in den Allgemeinen Risikobereitschaft auf den einzelnen.

„Ich erwarte, dass es nützlich sein, in sozialwissenschaftlichen Studien,“ sagte Beauchamp. „Zum Beispiel, das Ergebnis kann verwendet werden, um zu untersuchen, wie genetische Faktoren interagieren mit Umwelt-Variablen, um Einfluss auf die Risikoneigung und Risikoverhalten.“

Die Autoren fügen jedoch, dass der score nicht sinnvoll Vorhersagen einer bestimmten person, die Risikobereitschaft oder Risiko-Verhalten.

Die 124 genetische Varianten befinden sich in 99 separaten Regionen des Genoms. Die Studie fand keine Beweise zur Unterstützung der zuvor berichteten Zusammenhänge zwischen der Risikobereitschaft und bestimmte Gene (z.B. Gene, die im Zusammenhang mit der aber neurochemikalien Dopamin-oder serotonin—Sie sind beteiligt an der Verarbeitung von Belohnungen und Stimmung-Verordnung). Stattdessen werden die Autoren Ergebnisse deuten darauf hin, dass das aber neurochemikalien Glutamat-und GABA-Beitrag zur Veränderung des Risiko-Toleranz gegenüber Individuen. Beide sind wichtige Regulatoren der Aktivität des Gehirns bei Menschen und Tieren: Glutamat ist der häufigste neurotransmitter im Körper und stärkt die Kommunikation zwischen den Nervenzellen, in der Erwägung, dass GABA hemmt es.

„Unsere Ergebnisse weisen auf die Rolle von spezifischen Bereichen des Gehirns, insbesondere dem präfrontalen cortex, Basalganglien und Hirnstamm—, die zuvor identifiziert worden, die in der neurowissenschaftlichen Studien auf die Entscheidungsfindung,“ sagte Beauchamp. „Sie entsprechen der Erwartung, dass Unterschiede in der Risikobereitschaft beeinflusst wird von tausenden, wenn nicht Millionen von genetischen Varianten.“

Ultra-stabile Knochen, mit einem überraschenden Ursprung, schlagen Sie neue Osteoporose-Ansatz

Eine Handvoll von Gehirnzellen, die tief in das Gehirn spielt möglicherweise eine überraschende Rolle bei der Kontrolle der Frauen auf die Knochendichte, entsprechend neuer Forschung von UC San Francisco und der UCLA-Wissenschaftler.

In einer Studie, veröffentlicht im Januar 11, 2019 in Nature Communications, die Forscher zeigten, dass die Blockierung eines bestimmten Satzes von Signalen, die von diesen Zellen bewirkt, dass Frauen (nicht aber Männer) Mäuse zu bauen, die außerordentlich starke Knochen und pflegen Sie bis ins hohe Alter, die Erhöhung erhofft sich neue Ansätze zur Verhinderung oder Behandlung von Osteoporose bei älteren Frauen.

„Unseren Mitarbeitern, die Studie der Knochen für ein Leben, sagte Sie hatte noch nie gesehen, Knochen diese stark“, sagte Studie leitende Autor Holly Ingraham, Ph. D. „Unser heutiges Verständnis, wie der Körper steuert das Knochenwachstum kann nicht erklären, was darauf hindeutet, können wir entdeckten einen völlig neuen Weg, der verwendet werden könnte, zur Verbesserung der Knochenfestigkeit bei älteren Frauen und andere mit zerbrechlichen Knochen.“

Mehr als 200 Millionen Menschen leiden weltweit an Osteoporose, einer Schwächung der Knochen an der Stelle, wo Stürze oder auch kleinere Belastungen wie bücken oder Husten auslösen können Frakturen. Bei gesunden Personen, Knochengewebe wird ständig recycelt—altes Knochengewebe wird abgebaut und durch neuen Knochen ersetzt. Wenn wir älter werden, wird dieser Zyklus kippt zu Gunsten der Verlust der Knochenmasse, wodurch die Knochen zunehmend porös und brüchig.

Frauen sind bei besonders hohen Risiko von Osteoporose nach der menopause (fast eine in drei Frauen nach der Menopause in den USA und Europa leiden an einer geschwächten Knochen) wegen des sinkenden Niveaus der Sexualhormone östrogen, die in der Regel fördert das Knochenwachstum.

Östrogen spielt viele Rollen in den Körper der Frau, besonders in der regulation der Reproduktion, sondern seine Funktion im Gehirn ist noch wenig verstanden. Die Ingraham lab hat lange versucht, zu verstehen, wie östrogen-Signalweg im Gehirn schlägt in den weiblichen Stoffwechsel in verschiedenen Phasen des Lebens, einschließlich, wie östrogen-sensitiven Neuronen in einer Hirnregion namens hypothalamus Gleichgewicht energetischen Anforderungen notwendig für das überleben oder die Fortpflanzung.

Ihre neue Studie, die begann, als Stephanie Correa, Ph. D., dann ein Ingraham lab Postdoc und jetzt assistant professor an der UCLA, gefunden, dass gentechnisch löschen der östrogen-rezeptor-protein in hypothalamischen Neuronen verursacht mutierten Tiere, um zu gewinnen ein wenig Gewicht und auch weniger aktiv. Correa erwartet, dass die Tiere hatte setzen auf extra-Fett oder gewonnene Muskelmasse, aber nicht die Differenz erklären. Um die Quelle zu finden der das zusätzliche Gewicht, Sie beschlossen, eine extra-sensible Labor-Technik, konnte auch zeigen änderungen in der Knochendichte. Zu Ihrer überraschung stellte Sie fest, dass Sie schwere Mäuse waren wirklich nur big-boned: die Tiere Knochenmasse erhöht hatte, um mehr als 800 Prozent.

„Ich war sofort beeindruckt von der Größe des Effekts. Die beiden Gruppen nicht überschneiden sich an alle, die ich noch nie gesehen hatte,“ Correa sagte. „Wir wussten sofort, es war ein Spiel-wechsler, und eine neue, aufregende Richtung mit möglichen Anwendungen für die Verbesserung der Gesundheit von Frauen.“

Die mutierten Tiere “ extra-dichten Knochen erwies sich auch als super-stark. Wenn Mitarbeiter wie UCSF Aaron Felder, Ph. D., assistant professor in der Abteilung der Orthopädischen Chirurgie, wurde die mechanische Festigkeit dieser Knochen zermalmen, seine Ausrüstung fast gescheitert, Ingraham sagt.

Nach Correa zog an der UCLA, Ingraham lab postdoctoral fellows Candice Herber, Ph. D., und William Krause, Ph. D., führte eine Reihe von Experimenten, die konzentrierte sich auf eine spezifische Bevölkerung von nur ein paar hundert östrogen-empfindlichen Zellen des Gehirns—die sich in einer region des hypothalamus genannt arcuate nucleus, die sich verantwortlich für diesen dramatischen Anstieg der Knochendichte. Die Autoren stellten die Hypothese, dass östrogen in der Regel signalisieren diese Neuronen zu shift die Energie Weg von Knochen-Wachstum, aber, dass das löschen der östrogen-Rezeptoren aufgehoben hatte, die Verschiebung.

Vor allem, sich mit bogenförmigen estrogen signaling in männlichen Mäusen schien keine Wirkung haben. „Die meisten Neurowissenschaftler begrenzen Studien zu männlichen Mäusen, und nur wenige studieren östrogen, was erklären mag, warum diese hatte Sie nie zuvor gesehen,“ sagte Ingraham. „Ich war schon immer daran interessiert, wie sich sex-Hormone machen männliche und weibliche Gehirne anders, und das ist ein wirklich wunderbares Beispiel dafür, wie dramatisch die Unterschiede sein können.“

Weitere Experimente zeigten, dass Ingraham und Correa die mutierten Tiere behielten Ihre verbesserte Knochendichte auch im hohen Alter. Normalen weiblichen Mäusen zu verlieren beginnen signifikante Knochen Masse von 20 Wochen alt, aber mutierte Tiere gepflegt erhöhten Knochenmasse auch in Ihrem zweiten Jahr des Lebens, durchaus ein Alter von Maus-standards.

Bemerkenswert ist, dass Herber und Krause waren auch umkehren können vorhandene Knochen-degeneration in einem experimentellen Modell der Osteoporose. Bei weiblichen Mäusen, hatte bereits verloren mehr als 70 Prozent Ihrer Knochendichte aufgrund experimentell abgesenkt Blut-östrogen, die Löschung der bogenförmige östrogen-Rezeptoren verursacht, die Knochendichte zu rebound von 50 Prozent in einer Angelegenheit von Wochen.

Diese Ergebnisse unterstreichen die entgegengesetzte Rolle von östrogen im Blut, wo es fördert die Knochen-Stabilität, und im hypothalamus, wo es scheint, zu zügeln, Knochenbildung, sagte Ingraham. „Wir vermuten, dass nach der Pubertät die östrogen-system in das weibliche Gehirn aktiv Verschiebungen von Ressourcen Weg von Knochen-Wachstum und hin zu Dingen wie Fortpflanzung, die könnte dazu beitragen, dass Frauen einem höheren Risiko von geschwächten Knochen, wie wir Altern.“

Die dramatischen Muster der verstärkten Knochenwachstum gesehen in der aktuellen Studie ist anders als alles, was in der wissenschaftlichen Literatur, sagen die Forscher, was darauf hindeutet, dass Correa die zufällige Entdeckung entdeckt eine völlig neuartige biologische Weg durch das Gehirn reguliert die Knochendichte. Ingraham und Kollegen untersuchen nun, wie genau dieses Gehirn-Knochen-Kommunikation geschieht, und ob Medikamente entwickelt werden könnten zur Steigerung der Knochenfestigkeit bei postmenopausalen Frauen, ohne die potenziell gefährlichen Auswirkungen von östrogen-Ersatz-Therapie.

„Dieser neue Weg ist sehr vielversprechend, weil es erlaubt, den Körper zu verlagern und die Knochenneubildung in den overdrive,“ Correa sagte.

Erfolg bei schwerer Neurodermitis: Schlimmer Juckreiz wurde mit dieser Therapie erfolgreich geheilt

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

Neuer Wirkstoff zur oralen Anwendung

Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

Quelle: Den ganzen Artikel lesen

Erfolg bei Neurodermitis: Starker Juckreiz wurde mit neuer Therapie erfolgreich geheilt

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

Neuer Wirkstoff zur oralen Anwendung

Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

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Neurodermitis: Mit neuer Therapie wirksam schweren Juckreiz geheilt

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

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Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

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Neurodermitis: Mit neuer Therapie erfolgreich schweren Juckreiz geheilt

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

Neuer Wirkstoff zur oralen Anwendung

Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

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Diät-Wunder: Mit Honigwasser elfolgreich Abnehmen

Überflüssige Pfunde abbauen: Mit Honigwasser schlanker werden

In der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel wurde in vielen Familien ausgiebig geschlemmt. Häufig haben die Leckereien für eine Gewichtszunahme gesorgt. Wer sich vorgenommen hat, im neuen Jahr abzunehmen, sollte es mal mit Honigwasser probieren. Das Getränk hilft nicht nur bei der Gewichtsreduktion, sondern dient auch der Gesundheit.

Honig gegen gesundheitliche Beschwerden

Honig ist bei vielen Deutschen beliebt. Im Durchschnitt verzehrt jeder Bundesbürger jährlich etwa ein Kilo davon. Er wird zum Backen und Kochen verwendet oder zum Süßen von Tees. Außerdem wird Honig seit langem auch gegen gesundheitliche Beschwerden eingesetzt. Unter anderem als Hausmittel gegen Husten oder Mandelentzündungen. In Kombination mit Wasser kann Honig bei regelmäßigem Konsum besonders wirksam sein.

Traditionelles Heilmittel

Heilen mit dem Hausmittel Honig war schon vor Jahrtausenden in verschiedenen Kulturen verbreitet.

Inzwischen gibt es auch verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen, die sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Honig beschäftigt haben.

Einen guten Überblick über die traditionelle und moderne Anwendung von Honig bei Krankheiten verschafft eine Studie von iranischen Wissenschaftlern, die im Fachmagazin „Iranian Journal of Basic Medical Sciences“ veröffentlicht wurde.

Die Experten gehen dabei unter anderem auf die Verwendung in der indischen Heilkunst Ayurveda, im alten Ägypten und in der islamischen Medizin ein.

Thematisiert wird beispielsweise die Wirkung bei Magen-Darm-Beschwerden oder gegen Pilzerkrankungen.

Honigwasser auf nüchternen Magen

Was eher weniger Menschen bekannt ist: Auch Honigwasser hat viele gesundheitliche Vorteile – es muss jedoch regelmäßig konsumiert werden und zwar am besten morgens auf nüchternen Magen.

Gesundheitsexperten zufolge hilft Honigwasser beim Abnehmen. Dies deshalb, weil der Mix stark sättigend ist und den Heißhunger auf Süßes reduziert.

Honig besitzt laut Experten eine antibiotische Wirkung. Und er enthält Antioxidantien, die freie Radikale bekämpfen, sowie zahlreiche Vitamine, Mineralien und Enzyme, die Bakterien bekämpfen.

Das Süßungsmittel trägt daher dazu bei, das Immunsystem zu stärken.

Gegen Magen-Darm-Beschwerden

Honigwasser soll bei regelmäßiger Anwendung unter anderem gegen Bauchschmerzen und Blähbauch helfen. Denn der Gesundheitsdrink neutralisiert die Gase im Darmtrakt und lindert so die Beschwerden.

Vor allem dunkler Honig kann dazu beitragen, das Cholesterin zu senken. Dadurch wird auch das Risiko für Herzerkrankungen wie Herzinfarkt reduziert.

Äußerlich angewendet zeigt Honig ebenfalls gesundheitliche Vorteile. Er wird zur Unterstützung der Wundheilung von schlecht heilenden Wunden eingesetzt. Außerdem kann eine mit Honig angereicherte Gesichtsmaske für reine Haut sorgen.

Einfach zubereitet

Die Zubereitung von Honigwasser ist ganz simpel: Einfach einen Löffel puren Bienenhonig in lauwarmem Wasser verrühren.

Diese Mischung sollte morgens auf nüchternen Magen getrunken werden.

Der Gesundheitsdrink schützt bei regelmäßiger Anwendung nicht nur vor Krankheiten, sondern schmeckt auch ganz lecker. (ad)

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Der Darmeinlauf mit einem Irrigator

Inhaltsverzeichnis

  • Ein Darm-Einlauf hilft fast immer
  • Warum ist eine Darmspülung nötig?
  • Wie wirkt ein Darm-Einlauf?
  • Die Einlauf-Praxis
  • Darmspülung mit Irrigator
    • 1. Welche Einlauf-Flüssigkeit?
    • 2. Wie viel Einlauf-Flüssigkeit?
    • 3. Welche Einlauf-Position?
    • 4. Wie wird eine Darmspülung gemacht?

    Ein Darm-Einlauf hilft fast immer

    Der Einlauf ist ein wichtiger Bestandteil einer Darmsanierung. Doch kann ein Einlauf auch völlig unabhängig von einer Darmsanierung durchgeführt werden.

    Es gibt nämlich sehr viele Situationen, in denen ein Einlauf kurzfristig Erleichterung bringen kann – bei Kopfschmerzen etwa oder bei Blähungen oder auch bei fiebrigen Erkältungen.

    Bei chronischen Beschwerden hingegen sollten Einläufe nicht nur einmal, sondern besser regelmässig, und dann am besten im Rahmen einer Darmsanierung durchgeführt werden.

    In diesem Fall verstärken Einläufe ganz enorm die Wirkung der übrigen Komponenten einer Darmkur. Wie eine effektive Darmsanierung durchgeführt wird, erfahren Sie hier: Wie funktioniert eine Darmreinigung?

    Warum aber sollten Einläufe, also Massnahmen, die den Darm betreffen, sich heilend auf den Kopf, die Atemwege oder die Haut auswirken? Warum sollten sie Schmerzen lindern oder das Allergierisiko schmälern können? Und warum sollte das Spülen des Darms chronische Entzündungen hemmen können?

    Warum ist eine Darmspülung nötig?

    Ein Mensch kann nur so gesund sein wie sein Darm. Wenn der Darm verstopft, gebläht, verpilzt und verkrampft ist, dann ist die Darmflora gestört, die Darmschleimhäute sind gereizt und werden durchlässig und das Immunsystem ist irritiert.

    All das führt sowohl kurz- als auch langfristig zu Gesundheitsbeschwerden, die überall im Körper auftreten können.

    An erster Stelle steht – aufgrund einer Fehlernährung, einer Antibiotikatherapie oder übermässigem Stress – die Störung der Darmflora (auch Dysbakterie genannt), die dann alle weiteren Störungen nach sich zieht:

    • Ist die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten, dann verläuft die Verdauung und damit die Resorption von Nährstoffen nur noch schleppend.
    • Es kommt zu Gär- und Fäulnisprozessen.
    • Kurzkettige Fettsäuren werden von den Darmschleimhautzellen als Rohstoff für die Energiegewinnung genutzt. Kurzkettige Fettsäuren können aber nur von einer gesunden Darmflora produziert werden. Bei einer gestörten Darmflora werden nur wenige kurzkettige Fettsäuren gebildet und die Darmschleimhautzellen leiden nun unter Energiemangel.
    • Die Darmperistaltik arbeitet nur noch mit halber Kraft, so dass der Stuhl länger als üblich im Darm verweilt und so zu einer schleichenden Selbstvergiftung des Organismus führt.
    • Die Vitaminversorgung – die zu einem Teil von der Darmflora übernommen wird – ist nicht mehr optimal.
    • Die Darmschleimhaut wird nun von pathogenen Mikroorganismen (schädliche Bakterien und Pilze) besiedelt und durch deren Stoffwechselgifte beschädigt, was ihre Durchlässigkeit erhöht.
    • Diese Durchlässigkeit führt dazu, dass sowohl die Stoffwechselgifte der Bakterien als auch andere Stoffwechselendprodukte, die eigentlich ausgeschieden werden sollten, in die Blutbahn geraten können.
    • Auch unvollständig verdaute Proteine können jetzt die Darmschleimhaut passieren und ebenfalls in den Blutstrom gelangen. Diese Fremdstoffe gehören jedoch nicht in das Blut und führen nun dazu, dass das Immunsystem sie bekämpft. Entzündungen sind die Folge.
    • Darüber hinaus können Immunreaktionen dieser Art zu Allergien und Autoimmunerkrankungen führen.

    Wie wirkt ein Darm-Einlauf?

    Ein Einlauf spült zunächst ältere Kotreste aus dem Darm. Gleichzeitig werden die schädlichen Mikroorganismen entfernt, was einerseits die gesunde Regulierung der Darmflora und andererseits – wenn Einläufe regelmässig im Rahmen einer Darmsanierung durchgeführt werden – die Regeneration der Darmschleimhäute fördert.

    Ein Einlauf aktiviert ausserdem die Darmperistaltik, verkürzt dadurch den Aufenthalt des Stuhls und reduziert die Rückvergiftung des Organismus.

    Kopfschmerzen könnten beispielsweise die Folge gerade einer solchen Rückvergiftung sein. Führt man einen Einlauf durch, würde der „Giftstrom“ in den Organismus unterbrochen werden. Die Gifte werden stattdessen mit dem Wasser aus dem Körper gespült und der Kopfschmerz lässt nach.

    Dies könnte auch der Grund dafür sein, warum Einläufe bei anderen akuten Problemen, wie z. B. aufkommenden Erkältungen, so auffallend schnell lindernd wirken.

    Sobald die im Darm vorhandenen gärenden und faulenden Prozesse durch den Einlauf gestoppt sind und die vorhandenen Toxine nebst pathogener Keime ausgespült wurden, wird das Immunsystem entlastet, das Fieber sinkt und die Schnupfenviren können eliminiert werden.

    Die Einlauf-Praxis

    Für einen Einlauf kann es also viele Gründe geben. Da jedermann Einläufe ganz einfach durchführen kann, da Einläufe nichts kosten, nicht weh tun, keine negativen Nebenwirkungen haben und gleichzeitig eine schnelle und bei kurmässigem Einsatz auch langfristige Wirkung zeigen, lohnt es sich, das Einlauf-Geheimnis näher kennen zu lernen.

    Einläufe kann man mit einem Mini-Klistier, einem sog. Irrigator, einem Darmrohr oder ganz professionell in Form einer Colon-Hydro-Therapie (CHT) beim Therapeuten durchführen:

    • Mini-Klistiere eignen sich – wie der Name schon sagt – besonders für Mini-Einläufe, bei denen nur wenig Wasser in den Darm geleitet wird (höchstens 0,5 Liter).
    • Ein Einlauf mit Darmrohr ist vielleicht für leidenschaftliche Einlaufpraktiker sinnvoll oder dann, wenn eine zweite Person zur Stelle ist, die anfangs beim Einführen des Darmrohrs behilflich ist.
    • Schliesslich muss das Darmrohr etwa 30 cm weit in den Darm eingebracht werden – eine Vorstellung, die nicht jeden sofort in Verzückung versetzt. Man spricht daher hier auch von einem sog. „hohen Einlauf“.
    • Die Colon-Hydro-Therapie ist eine feine Sache und für all jene empfehlenswert, die einen CH-Therapeuten in der Nähe haben, über ausreichend Zeit verfügen und pro Darmspülung 60 bis 80 Euro oder mehr zu bezahlen bereit sind.
    • Eine CHT ist wirklich sehr sinnvoll und der Darm kann mit einem Home-Made-Einlauf vielleicht nicht ganz so gründlich gespült werden.
    • Wenn man jedoch die Kosten und den Zeitaufwand mit dem Ergebnis vergleicht, dann fällt das „“Preis-Leistungs-Verhältnis“ eines Einlaufes, der zu Hause durchgeführt wird, deutlich günstiger aus.
    • Für Anfänger ist der Irrigator daher am allerbesten geeignet. Dabei handelt es sich um ein dreiteiliges Einlauf“gerät“ aus einem Gefäss für die Einlaufflüssigkeit, einem Schlauch und einem Röhrchen mit Hahn zum Auf- und Abdrehen des Wassers (oder einer anderen Flüssigkeit).
    • Bei einem Einlauf mit Irrigator werden lediglich wenige Zentimeter des Röhrchens in das After eingeführt und meist ein Liter Flüssigkeit in den Darm geleitet.

    Darmspülung mit Irrigator

    1. Welche Einlauf-Flüssigkeit?

    Bevor man sich in die Einlauf-Position begibt, bereitet man die Einlauf-Flüssigkeit vor. In Frage kommen verschiedene Flüssigkeiten. Wasser, beruhigende Kräutertees oder Bentonit-Wasser sind sehr empfehlenswert.

    Manche Einlauf-Begeisterte experimentieren darüber hinaus mit Kaffee, Öl, basischem Wasser (Wasser mit Basenpulver) oder sogar mit Essig. Grundsätzlich gilt, dass man den Darm nur mit solchen Flüssigkeiten spülen sollte, die man auch trinken würde.

    Wer also Kaffee nicht mag, darauf empfindlich reagiert und daher auch nie Kaffee trinkt, sollte mit ihm auch keine Darmspülungen durchführen.

    • Wer sich für Wasser entscheidet, sollte gefiltertes Wasser oder stilles Wasser aus der Flasche verwenden. Kaltes Wasser oder auch Wasser mit Zimmertemperatur führt bei manchen Menschen dazu, dass ihnen während des Einlaufes kalt wird. Am besten ist es daher, wenn das Wasser wenigstens auf Körpertemperatur erwärmt wird.
    • Bentonit-Wasser ist Wasser, in das pro Liter 2 Esslöffel Bentonit gerührt werden. Bentonit adsorbiert Gifte aus dem Darm, verbessert das Darmmilieu und fördert die Genesung einer gesunden Darmflora.
    • Als Kräutertee eignet sich z. B. Kamillentee, der den Darm beruhigt und gleichzeitig leicht entzündungshemmend wirkt. Auch Leinsamentee lindert Entzündungen im Darm. Leinsamentee ist jedoch kein echter „Tee“.
    • Es handelt sich um die Einweichflüssigkeit von Leinsaat. Man weicht also 3 Esslöffel ganze Leinsamen in reichlich Wasser ein. Nach einer Stunde füllt man mit so viel Wasser auf, damit man die gewünschte Menge erreicht und giesst die Leinsamen ab. Man verwendet also nur die schleimige Flüssigkeit und NICHT die eigentlichen Samen.
    • Kaffee-Einläufe werden von verschiedenen Seiten als sehr wirkungsvoll gelobt. Sie sollen besonders die Leber stimulieren und die Entgiftungsfähigkeit dieses Organs verstärken. Sie sollen jedoch auch Schmerzen verschiedenster Art lindern können.
    • Kaffeeeinläufe sollten am besten in Abstimmung mit einem Therapeuten ausgeführt werden, da sie enorm starke – auch negative – Auswirkungen haben können. Sie sollten ausserdem nur mit Kaffee aus biologischem Anbau praktiziert werden.

    2. Wie viel Einlauf-Flüssigkeit?

    Die Menge der Flüssigkeit, die man in den Darm einlaufen lässt, hängt vom Darmzustand ab. Ein verkrampfter oder verstopfter Darm nimmt zunächst nicht sehr viel Flüssigkeit auf, so dass sich schon nach einem viertel oder halben Liter ein unangenehmer Druck aufbauen kann.

    Da aber mehrere Durchgänge mit immer höheren Flüssigkeitsmengen möglich sind, sollte man sich etwa drei bis vier Liter Flüssigkeit bereit stellen.

    3. Welche Einlauf-Position?

    Bei der „traditionellen“ Einlaufposition kniet man auf allen Vieren auf dem Boden. In dieser Position kann man sich sehr gut selbst den Einlauf geben und die Flüssigkeit kann sehr leicht in den Darm fliessen.

    Für Menschen mit Knieproblemen, Rückenbeschwerden oder sonstigen körperlichen Verhinderungen bietet sich statt dessen eher die Seitenlage an. Allerdings sollte bedacht werden, dass man nach der Verabreichung des Einlaufes oftmals relativ schnell zur Toilette muss und man sich infolgedessen an einen Ort platzieren sollte, der nicht allzu weit davon entfernt ist.

    Auch sollte sich eine Möglichkeit für das erhöhte Anbringen des Einlaufbehälters dort befinden, wo man sich den Einlauf geben möchte. Denn nur, wenn der Behälter höher hängt als man selbst kniet oder liegt, kann die Flüssigkeit in den Darm fliessen.

    4. Wie wird eine Darmspülung gemacht?

    Das gefüllte Einlauf-Gefäss wird nun also an einen erhöhten Ort gehängt (Türklinke, Handtuchhaken o. ä.). Dann fettet man das Darmröhrchen (und am besten auch das After) mit einer gleitenden Creme oder mit Öl ein.

    Um Luft aus dem Schlauch zu lassen, dreht man den kleinen Hahn vor dem Einführen kurz auf und lässt so viel Wasser in das Waschbecken laufen, bis keine Luftblasen mehr im Schlauch sind. Schliessen Sie den Hahn und begeben Sie sich in Ihre gewählte Einlauf-Stellung.

    Schieben Sie jetzt das Darmröhrchen einige Zentimeter tief (so dass der Hahn noch aussen ist) in den Darmausgang und drehen den kleinen Hahn wieder auf. Lassen Sie nun so viel Wasser einlaufen, wie es sich gerade noch angenehm anfühlt. Schliessen Sie den Hahn und entfernen Sie das Röhrchen.

    Lassen Sie das Wasser (oder die entsprechende Flüssigkeit) einwirken, massieren Sie währenddessen Ihren Bauch im Uhrzeigersinn. Nach etwa 5 bis 20 oder auch 30 Minuten wird das Wasser samt dem gelösten Darminhalt auf der Toilette wieder ausgeschieden.

    Beim ersten Durchgang der Darmspülung kann es sein, dass Ihr Darm nur wenig Wasser aufnimmt und sich schnell ein Druck bemerkbar macht. Nehmen Sie das Röhrchen dann heraus, gehen Sie zur Toilette und entleeren Sie sich. Starten Sie dann einen erneuten Durchgang.

    Sie werden sehen, dass jetzt deutlich mehr Flüssigkeit in den Darm geleitet werden kann und sie diese auch länger halten können. Wenn Ihr Darm schliesslich einen Liter aufnimmt, ist das schon sehr gut. Einläufe mit zwei Litern nennt man bereits „grosse Einläufe“.

    Versuchen Sie ab dem zweiten Durchgang nicht sofort beim ersten Druck auf die Toilette zu eilen, sondern warten Sie etwa drei Peristaltik-Schübe ab, bevor Sie zur Entleerung eilen.

    Ein Peristaltik-Schub macht sich durch deutlichen Stuhldrang bemerkbar. Zwei bis drei Durchgänge sind empfehlenswert. Mehr als drei Durchgänge verbessern das Ergebnis jedoch nicht merklich.

    Auch wenn Sie parallel zu Ihren Einläufen keine komplette Darmreinigung durchführen möchten, wäre zumindest die Einnahme eines hochwertigen Probiotikums empfehlenswert, um den Aufbau einer gesunden Darmflora und damit die Behebung der Dysbakterie zu beschleunigen.

    Wie oft kann man einen Einlauf machen?

    Manche Menschen machen ein Leben lang täglich einen Einlauf und es geht ihnen prächtig. Andere haben schon nach einem einzigen genug. Probieren Sie es aus, wie Sie sich fühlen!

    Wie immer bei ganzheitlichen Massnahmen, so sollte man auch hier sehr individuell vorgehen.

    Während einer Darmreinigung kann man pro Woche beispielsweise ein bis drei Einläufe machen oder auch nur in der ersten Woche drei und in der vierten Woche noch einmal drei. Aber auch tägliche Einläufe in der ersten Woche wären in Ordnung, wenn man sich gut damit fühlt.

    Vor und während einer Heilfastenkur bieten sich Einläufe ebenfalls an, da das Fasten bei leerem und gereinigtem Darm durchgeführt werden sollte.

    Wir würden Einläufe also nur für den kurweisen Einsatz empfehlen oder eben dann, wenn ein solcher erforderlich ist, aber nicht für den dauerhaften Gebrauch.

    Wir wünschen Ihnen eine grossartige Gesundheit 🙂

    Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

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Bluthochdruck: Hohe Blutdruckwerte lassen sich auch mit Kamillentee gut absenken

Natürliche Bluthochdruck-Behandlung mit einer bestimmten Teesorte

Bei Hypertonie werden oft schnell Blutdrucksenker eingesetzt. Doch in vielen Fällen lässt sich der Blutdruck auch ohne Pillen senken. Wichtig hierbei ist vor allem regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung. Helfen kann auch eine bestimmte Teesorte, die in vielen deutschen Haushalten ohnehin vorhanden ist.

Eines der größten Gesundheitsrisiken der westlichen Welt

Gesundheitsexperten zufolge leiden allein in Deutschland etwa 20 bis 30 Millionen Menschen an Bluthochdruck (Hypertonie). Weltweit sind mehr als eine Milliarde Personen davon betroffen. Unbehandelter Bluthochdruck zählt zu den größten Gesundheitsrisiken in der westlichen Welt. Er ist Risikofaktor Nummer Eins für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und damit für viele Todesfälle durch Herzinfarkt oder Schlaganfall verantwortlich. In vielen Fällen wird Hypertonie mit Arzneimitteln behandelt. Doch oft lässt sich Bluthochdruck auch ohne Medikamente senken. Helfen kann dabei unter anderem ein bestimmter Tee.

Hohen Blutdruck auf natürliche Weise senken

Um Bluthochdruck auf natürliche Weise zu behandeln, ist es wichtig, sich regelmäßig zu bewegen, mögliches Übergewicht abzubauen sowie auf Zigaretten und hohen Alkoholkonsum zu verzichten.

Zudem ist lange bekannt, dass eine ausgewogene, gesunde Ernährung maßgeblich dazu beitragen kann, den Blutdruck zu senken.

Ganz wichtig hierbei ist: Salz nur in Maßen. Eine kochsalzreiche Kost kann den Blutdruck erhöhen. Pro Tag sollten nicht mehr als vier bis sechs Gramm Salz konsumiert werden. Zu beachten ist, dass auch in den meisten Fertigprodukten oft große Mengen Salz enthalten sind.

Der Speiseplan sollte allgemein viel Obst und Gemüse enthalten. Bestimmte Lebensmittel haben einen besonders positiven Einfluss auf den Blutdruck. Anzuraten sind unter anderem Knoblauch, Rote-Beete-Säfte und Weißdorn.

Und auch Kamillentee kann dazu beitragen, Hypertonie in den Griff zu bekommen.

Gesundheitsfördernde Eigenschaften von Kamillentee

Laut einem Bericht des britischen Portals „Express“ ist Kamillentee ein Getränk, das dank bestimmter Eigenschaften dazu beitragen kann, den Blutdruck zu senken.

Das Portal bezieht sich dabei auf Dr. Sarah Brewer, die auf ihrer Webseite „mylowerbloodpressure.com“ Tipps gibt, wie man Bluthochdruck auf natürliche Weise bekämpfen kann.

Der Ärztin zufolge gibt es in Kamille drei Haupteigenschaften, die den Blutdruck senken können.

Erstens hat Kamille eine entzündungshemmende und krampflösende Wirkung, die den Gefäßwänden helfen, sich zu entspannen und zu erweitern.

Dies ist wichtig, damit das Blut ungehindert durch die Venen und Arterien fließen kann und ein Druckaufbau in den Blutgefäßen verhindert wird.

Zweitens senkt die Kamille auf natürliche Weise den Blutdruck, da sie ähnlich wie Diuretika wirkt und dabei hilft, den Körper von überschüssigem Salz zu befreien.

Drittens hat Kamille eine entspannende, beruhigende Wirkung, die Stress und Angst lindert und den Schlaf fördert.

Dies ist wichtig, da ein gestresster und ängstlicher Gefühlszustand auch zu einem Anstieg des Blutdrucks führen kann.

Ohne Koffein

„Diese Maßnahmen zusammen helfen, einen hohen Blutdruck zu senken, insbesondere wenn Hypertonie mit Angstzuständen und Stress verbunden ist“, sagte Dr. Brewer.

„Kamillentee wird seit langem als Heilpflanze verwendet und wurde von den alten Ägyptern, Griechen und Römern wegen seiner beruhigenden und entspannenden Eigenschaften verehrt“, so die Medizinerin.

„Kamillentee wird heute noch genossen, um Stress abzubauen, Muskelverspannungen zu lindern und hohen Blutdruck zu senken.“

Ein weiterer Vorteil von Kamillentee im Vergleich zu normalem Tee sei, dass er kein Koffein enthält, das bei bestimmten Mengen zu hohem Blutdruck führen kann.

Die britische Gesundheitsbehörde NHS (National Health Service) empfiehlt, nicht mehr als vier Tassen koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee, Cola oder Energydrinks pro Tag zu trinken.

„Es ist in Ordnung, Tee und Kaffee als Teil einer ausgewogenen Ernährung zu trinken, aber es ist wichtig, dass diese Getränke nicht Ihre Haupt- oder einzige Flüssigkeitsquelle sind.“ (ad)

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