High Society: Delikatessen sollen ethisch unbedenklich sein

Trüffel, Kaviar und andere feine Lebensmittel – aber bitte aus Freilandhaltung und fairem Handel. Forscher der Universität in Toronto haben festgestellt, dass der gehobenen Gesellschaft nicht nur der Geschmack ihrer Delikatessen wichtig ist, sondern auch die Herkunft.

Gebildete Menschen mit hohem Einkommen genießen gern anspruchsvolle Dinge. Aber auch ethische Aspekte spielen für die High Society eine große Rolle, wie Emily Huddart Kennedy, Professorin für Soziologie, gemeinsam mit Kollegen von der Universität in Toronto herausgefunden hat.

Die Forscher haben das Kaufverhalten von mehr als 800 Lebensmitteleinkäufern in Toronto analysiert und diese ihren Vorlieben entsprechend in vier Gruppen eingeteilt: Gourmets, ethisch bewusste Esser, keines von beidem und ethisch bewusste Gourmets. Ein Abgleich mit dem Einkommen zeigte: Die Gourmets, die sich gleichzeitig ethisch bewusst ernährten, hatten bei weitem am meisten Geld zur Verfügung, eine gehobene Bildung und entsprechende Jobs. Dagegen hatten Personen, die weder Feinschmecker waren noch auf die ethische Unbedenklichkeit ihrer Lebensmittel Wert legten, einen vergleichsweise niedrigen sozialen und wirtschaftlichen Status.

Kennedy folgert: "Um einen hohen Status zu signalisieren, reicht es nicht mehr aus, zu sagen: ,Oh, ich sollte zu diesem neuen Food Truck oder Restaurant gehen, das eröffnet wurde.‘ Jetzt muss es auch den Beigeschmack haben, gut für die Menschen und die Umwelt zu sein: Foie gras könne großartig sein, aber nur wenn es von regionalen, selbst gezüchteten und aufgezogenen, glücklichen und freilaufenden Gänsen stammte. So sieht heute ein hoher Status aus."

ZOU

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Studien zeigten: Durch unsere Augenfarbe können wir empfänglicher für eine Winterdepression sein

Forschungsergebnis: Diese Farbe erhöht das Risiko für den Winterblues

Wenn im Herbst und Winter die Tage kurz und dann auch noch meist grau und verregnet sind, stellt sich bei manchen Menschen eine sogenannte Winterdepression ein. Ein Forscher aus Großbritannien berichtet nun, dass Personen mit einer bestimmten Augenfarbe anfälliger für diese Erkrankung sind.

Dunkle und kalte Jahreszeit hinterlässt Spuren

Die kurzen Tage, die dafür sorgen, dass es morgens auf dem Weg zur Arbeit noch dunkel ist und auf dem Heimweg auch schon wieder, sowie das kalte Wetter gehen nur an den wenigsten spurlos vorbei. Viele Menschen entwickeln in der dunklen Jahreszeit eine saisonal abhängige Depression (SAD), die auch als Winterdepression oder als Winter- beziehungsweise Herbstblues bezeichnet wird. Ein Forscher aus Großbritannien berichtet nun, dass auch die Augenfarbe einen Einfluss darauf hat, ob man für diese Krankheit anfällig ist.

Antriebslos und traurig

Bei einer Winterdepression treten neben den klassischen Symptomen einer Depression auch „atypische Symptome wie Heißhunger statt Appetitverlust und vermehrter Schlaf statt Ein- und Durchschlafstörungen auf“, erklärt die Stiftung Deutsche Depressionshilfe auf ihrer Webseite.

Experten zufolge macht sich die Erkrankung auch durch Antriebslosigkeit, Nervosität, Anspannung oder traurige Gedanken bemerkbar.

Schätzungsweise 800.000 Menschen in Deutschland sollen von der saisonal affektiven Störung (saisonal affective disorder, SAD) betroffen sein.

Für einige kann der Zustand ernst und schwerwiegend sein, erklärt Lance Workman, Professor für Psychologie an der University of South Wales (Großbritannien) in einem Beitrag des Magazins „The Conversation“.

Laut Workman sind sich die Experten immer noch unschlüssig, was die Krankheit verursacht, und manche meinen, dass sie gar nicht existiert.

Seine eigene Forschung habe ergeben, dass die Augenfarbe ein Faktor ist, der Einfluss darauf hat, ob jemand eine SAD entwickelt oder nicht.

Experten sind sich über die Ursachen nicht einig

Seiner Aussage nach gehen manche Fachleute davon aus, dass der sogenannte Winterblues durch eine geringere Sonneneinstrahlung in den kalten Monaten ausgelöst wird.

Dies würde nahelegen, dass die SAD in Ländern, die weiter vom Äquator entfernt sind (wie Island), häufiger vorkommen sollte. Eine Reihe von Studien hat diese Theorie jedoch nicht unterstützt.

Eine andere Theorie besagt, dass SAD auftritt, wenn unser zirkadianer Rhythmus unterbrochen wird, wenn die Tage kürzer werden.

Und andere Erklärungen stützen sich darauf, dass dies auf ein Ungleichgewicht von Serotonin und Melatonin im Körper zurückzuführen ist.

Workman zufolge sind alle diese Theorien inkonsistent und zum Teil widersprüchlich.

Da Winterdepressionen aber wahrscheinlich auf eine Kombination vieler biologischer und physiologischer Faktoren zurückzuführen sind, können diese unterschiedlichen Erklärungen für die Ursachen von SAD miteinander verknüpft werden.

Menschen mit hellen oder blauen Augen sind seltener betroffen

Nach eigenen Aussagen habe Workman zusammen mit Kollegen Belege dafür gefunden, dass die Augenfarbe einer Person direkten Einfluss darauf haben kann, wie anfällig jemand für SAD ist.

Für die Studie, die im Fachmagazin „Journal of Behavioural Science & Psychology“ veröffentlicht wurde, haben die Forscher 175 Studenten von zwei Universitäten (eine in Südwales, die andere in Zypern) bezüglich Stimmung, Gewicht, Appetit, Schlafdauer und sozialer Aktivität in der warmen und kalten Jahreszeit befragt.

Dabei stellten sie fest, dass Probanden mit hellen oder blauen Augen im Fragebogen zur saisonalen Musterbewertung deutlich schlechter abschnitten als Personen mit dunklen oder braunen Augen.

Diese Ergebnisse stimmen mit früheren Forschungen überein, bei denen festgestellt wurde, dass braune oder dunkeläugige Menschen deutlich depressiver waren als Menschen mit blauen Augen.

Dem Wissenschaftler zufolge liegt der Grund dafür, dass die Augenfarbe manche Menschen anfälliger für Depressionen oder Stimmungsschwankungen machen kann, möglicherweise an der Lichtmenge, die die Augen eines Individuums verarbeiten können.

Hellen Augen mit wenig Farbpigmenten reiche schon eine geringe Lichtmenge aus, um Bilder zu verarbeiten und die stimmungsregulierenden Hormone Serotonin und Melatonin zu produzieren.

Braune Augen brauchen dafür weitaus mehr Licht. Allerdings ist dies im Winter selten vorhanden, weshalb es zu einem Ungleichgewicht von Melatonin und Serotonin komme, was sich in schlechter Stimmung niederschlägt.

Doch auch wenn Menschen mit helleren Augen seltener als Personen mit dunkleren Augen an einer Winterdepression erkranken, sind sie laut Workman keinesfalls davor gefeit.

Aktiv gegen den Winterblues

Wer vom Winterblues betroffen ist, sollte sich diesem laut Gesundheitsexperten nicht einfach hingeben, sondern aktiv etwas dagegen unternehmen.

Fachleuten zufolge ist hier vor allem viel Bewegung von Vorteil. So ist etwa bekannt, dass regelmäßiges Ausdauertraining eine antidepressive Wirkung hat.

Wem das zu viel ist, sollte zumindest öfters Spazieren gehen, und statt mit dem Bus oder Auto, mit dem Rad zur Arbeit fahren und dabei frische Luft tanken.

Weitere Tipps beziehungsweise Hausmittel gegen Winterdepressionen: Unbedingt auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten. Denn neben Sport und Licht sorgt auch Wasser dafür, Beschwerden wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit zu reduzieren.

Auch das Essen spielt eine wichtige Rolle dabei, wie fit oder müde sich Menschen fühlen. Heimisches Gemüse wie Kohl und Co kann dazu beitragen, im Winter fit zu bleiben. Ganz allgemein sollte der Speiseplan nicht zu viel Fett enthalten.

Des Weiteren werden Wechselduschen empfohlen, um den Kreislauf anzukurbeln. (ad)

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Alle Zigaretten vergiften unseren Organismus – E-Zigaretten können jedoch effektiv bei der Entwöhnung sein

Englische Gesundheitsbehörden empfehlen E-Zigaretten zum Rauchstopp

Durch eine groß angelegte Kampagne wollen die englischen Gesundheitsbehörden die Bevölkerung motivieren, das Rauchen aufzugeben, indem sie die drastischen Gesundheitsschäden demonstrieren, die von jeder einzelnen Zigarette ausgehen. Zum Aufhören empfehlen die Experten einen Umstieg auf die E-Zigarette.

Public Health England (PHE) hat mehrere Kurzfilme veröffentlicht, die die verheerenden Schäden zeigen, die durch das Rauchen verursacht werden. Die Botschaft der Filme lauten: „Wenn Du die Schäden sehen könntest, würdest du sofort aufhören!“ In einem zusätzlichen Experiment wird dargestellt, wie viel Chemikalien und Teer sich in den Adern und Lungen von Rauchern innerhalb von nur einem Monat ansammeln. Das gleiche Experiment mit E-Zigaretten zeigten, dass sich im gleichen Zeitraum über 95 Prozent weniger Schadstoffe ablagern.

Englische Gesundheitsexperten warnen vor falschen Sicherheitsängsten

Wie die Experten der PHE berichten, glauben etwa 44 Prozent der Raucher, dass der Dampf der E-Zigarette genauso schädlich ist wie Tabakqualm. „Es wäre tragisch, wenn Tausende Raucher, die mit Hilfe einer E-Zigarette aufhören könnten, aufgrund falscher Sicherheitsängste abgeschreckt werden“, betont Professor John Newton von Public Health England in einer Pressemitteilung zu der neuen Kampagne. Ziel der Kampagne sei es, den Rauchern zu versichern, dass der Wechsel zu einer E-Zigarette viel weniger schädlich ist als das Rauchen von Zigaretten.

Langfristige Verwendung von E-Zigaretten relativ sicher

„Untersuchungen, die wir und andere durchgeführt haben, zeigen, dass E-Zigaretten-Dampf weniger schädlich sind als Tabak-Rauch und dass die langfristige Verwendung von E-Zigaretten relativ sicher ist“, ergänzt Dr. Lion Shahab, ein führender Raucherentwöhnungswissenschaftler am University College London. Die Verwendung von E-Zigaretten oder Nikotinersatz wie Pflaster oder Kaugummi würden die Chancen auf einen erfolgreichen Rauchstopp deutlich erhöhen.

Rauchen – mit das Schlimmste, was man der Gesundheit antun kann

„Rauchen erhöht das Risiko, an über 50 schwerwiegenden Erkrankungen zu leiden, einschließlich Krebs sowie zahlreiche Herzkrankheiten und es verdoppelt das Risiko, an einem Schlaganfall zu sterben“, warnt Dr. Shahab. Durchschnittlich wollen 6 von 10 Rauchern aufhören. Die meisten versuchen es mit reiner Willenskraft, obwohl dies laut Shahab die am wenigsten effektivste Methode ist.

Rauchen versus E-Zigarette

Dr Lion Shahab and Dr Rosemary Leonard verdeutlichen durch ein Experiment, wie viele Schadstoffe sich innerhalb eines Monats in den Körpern von Rauchern und in denen von E-Zigarette-Nutzern ansammeln. Sie leiteten den Rauch von Zigaretten in eine Glasglocke, die mit Watte gefüllt war. In eine zweite Glocke wurde der Dampf von E-Zigaretten geleitet. Nach der durchschnittlichen Menge, die Raucher innerhalb eines Monats inhalieren, war die Watte in der Glocke durch den Tabakrauch dunkelbraun und verklebt mit einem zähflüssigen Teer-Schleim. In der Glocke mit dem E-Zigaretten-Dampf blieb die Watte dagegen weiß (siehe Bild oben).

Es ist nie zu spät, um aufzuhören

Dr. Rosemary Leonard: „Ich gebe Patienten regelmäßig Ratschläge zum Aufhören, und wenn ich E-Zigaretten empfehle, wundere ich mich oft, dass viele Leuten falsche Vorstellungen haben.“ Die Ergebnisse des Experiments hätten eindeutig gezeigt, dass jede Zigarette, dazu führt, dass Teer in den Körper gelangt und sich Gift in dem Blutkreislauf verteilt. E-Zigaretten-Dampf sei dagegen viel weniger schädlich. Dr. Leonard hofft, dass dieses Experiment dazu beiträgt, mehr Raucher zum Umsteigen und anschließend zum Aussteigen zu motivieren. Es ist nie zu spät, um aufzuhören, so das Fazit der Expertin.

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Schlafen mit Kontaktlinsen: Schon ein Nickerchen kann gefährlich sein

Keine Frage, Träger von Kontaktlinsen müssen besonders diszipliniert sein. Sie sollten die hygienischen Vorgaben streng einhalten. Dazu gehört es, alte Linsen rechtzeitig auszutauschen, um eine Hornhautinfektion zu vermeiden. Besonders riskant sei es dagegen, mit den Linsen einzuschlafen, schreiben die Mediziner Jon Femling und Justin Baca in den „Annals of Emergency Medicine“.

Ausgerechnet über diese Marotte berichten Jugendliche und Erwachsene mit Kontaktlinsen nach Angaben der Autoren am häufigsten. Schon ein Nickerchen mit Kontaktlinsen könne aber das Risiko für eine Hornhautentzündung erhöhen. „Mit Kontaktlinsen zu schlafen ist riskant und kann zu Infektionen oder in manchen Fällen zu bleibenden Schäden führen“, heißt es in dem Bericht.

Die Autoren haben Daten ausgewertet und nennen Fallbeispiele, bei denen der unsachgemäße Umgang mit Kontaktlinsen zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führte. Es gibt wenig konkrete Zahlen. Ein Drittel der Befragten hätten angegeben, zumindest gelegentlich mit den Linsen einzuschlafen, schreiben die Autoren mit Verweis auf eine britische Studie von 2008. Dieses Verhalten erhöhe das Risiko einer Infektion durch Kontaktlinsen nach Angaben derselben Studie um das Sechs- bis Achtfache. Normalerweise bekommen von 10.000 Kontaktlinsenträgern demnach ein bis vier pro Jahr eine mikrobielle Hornhautentzündung. Das Verhältnis könne sich aufgrund neuer Linsen aber gebessert haben, meint Steve Arnoff vom American College of Emergency Physicians.

Kontaktlinsen nicht länger nutzen als empfohlen

In jedem Fall müssen die praktischen Sehhilfen ganz grundsätzlich mit Vorsicht behandelt werden. Wie die US-Autoren, so mahnt etwa auch der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) zur Sorgfalt. Erreger können direkt in das weiche Material der Linsen einwandern, heißt es vom Verband. Werden Linsen länger als empfohlen verwendet, seien Komplikationen zu befürchten. Händewaschen vor dem Einsetzen und Herausnehmen der Linsen, gründliche Reinigung und sorgfältige Aufbewahrung der Sehhilfen seien unverzichtbar.

Linsen sollten nicht mit Leitungswasser in Berührung kommen: „Vernachlässigt man diese Regeln, ebnet man Krankheitserregern den Weg ins Auge.“ Oliver Hoppe, Facharzt für Augenheilkunde in Köln und Leiter des Arbeitskreises Kontaktlinsen im BVA rät Patienten dringend davon ab, handelsübliche Kontaktlinsen während der Nacht zu tragen. Zwar müssten bei einer Infektion die allerwenigsten Patienten tatsächlich eine Erblindung befürchten. Geschehen könne dies aber dennoch, etwa wenn Akanthamöben – winzige Parasiten – durch Mikroverletzungen in die Hornhaut eindringen. „Dann wird es sehr gefährlich“, warnt Hoppe.

3,4 Millionen Deutsche haben Kontaktlinsen

Nach Angaben des BVA liegt die Zahl der Kontaktlinsenträger in Deutschland bei etwa 3,4 Millionen Menschen. Das mache die Dimension und damit die Notwendigkeit umfassender Aufklärung deutlich. In den USA tragen schätzungsweise 45 Millionen Menschen Kontaktlinsen. Die von den US-Autoren genannten Fälle zeigen nicht nur, dass eine Infektion der Hornhaut auf banale Weise hervorgerufen werden kann. Sie belegen auch, wie kompliziert die Behandlung oftmals ist.

Einige Patienten entwickelten Geschwüre und Perforationen (Löcher), die eine Hornhauttransplantation erforderlich machten. Eine mikrobielle Hornhautentzündung erfordert häufig die stündliche Gabe von Antibiotika-Tropfen. In einem Fall geht es etwa um einen Mann, der mit seinen Linsen mehrmals in der Woche geschlafen hat und mit den Sehhilfen auch noch schwimmen ging. Nachdem sich seine Augen gerötet hatten und er nur noch verschwommen sah, wurde er wegen bakterieller und pilzartiger mikrobieller Hornhautentzündung behandelt.

Weil sie mit Linsen geschlafen hatte, entwickelte eine Jugendliche sogar ein Hornhautgeschwür am Auge. Das führte zur Narbenbildung. Und bei einem Mann, der zwei Wochen lang die gleichen Linsen trug, diagnostizierten die Ärzte eine perforierte Hornhaut sowie eine bakterielle Infektion. Sein Auge konnte durch eine Hornhauttransplantation gerettet werden.

Kontaktlinsen nach vorgegebener Zeit ersetzen

Träger weicher Kontaktlinsen sind einem zusätzlichen Infektionsrisiko ausgesetzt und müssen darauf achten, die Sehhilfen nur so lange einzusetzen wie auf der Packung angegeben. Darauf weist der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands hin. Je nach Produkt sollten sie nach einem Tag, zwei beziehungsweise vier Wochen ersetzt werden. Denn auf den Linsen bilden sich Ablagerungen, die auch durch gründliche Reinigung nicht mehr zu entfernen sind. Dort nisten sich dann besonders gerne Keime ein.

Wer Kontaktlinsen zu viele Stunden getragen hat oder damit eingeschlafen ist, sollte sie so bald wie möglich aus den Augen nehmen und diesen dann eine Pause gönnen, bis sie sich erholt haben. Wenn sie rot bleiben und sich entzünden, führt kein Weg an einem Arztbesuch vorbei.

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Pharmaziestudenten: Versandapotheken können ein wichtiges Zusatzangebot sein

Was sagt eigentlich der Bundesverband derPharmaziestudierenden Deutschlands (BPhD) zu den Vorschlägen desBundesgesundheitsministeriums zur Reformierung des Apothekenmarktes? Amvergangenen Wochenende hat sich die AG Gesundheitspolitik des Verbandes mit denThemen Apothekenhonorar und Rx-Boni beschäftigt. Der Beschluss der Studentenist überraschend: Vom Rx-Versandverbot hält der BPhD gar nichts, dieHonorar-Vorschläge Spahns werden ausdrücklich begrüßt. Rx-Boni sehen dieStudierenden aber trotzdem skeptisch.

Die Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)beschäftigen derzeit den gesamten Apothekenmarkt: Im ganzen Land sind Kammernund Verbände damit beschäftigt, das geplante Gesetzespaket zu bewerten. DieseBewertung fällt den Apothekern nicht leicht: Schließlich enthält es mehrereHonorar-Erhöhungen und eine ganz neue Honorar-Komponente für pharmazeutischeDienstleistungen. Auf der anderen Seite wird die Rx-Preisbindung durch einengeplanten Boni-Deckel für EU-Versender zumindest teilweise aufgegeben. Bislangwaren die Stimmen aus den ABDA-Mitgliedsorganisationen aus genau diesem Grundauch eher negativ: Die Apotheker bestehen weiterhin auf der Gleichpreisigkeit.

Aber was sagen eigentlich die Pharmaziestudierenden zu diesenVorschlägen? Das ist keine unwichtige Frage, schließlich würden durch dieReform Richtungsänderungen eingeleitet, die den Markt über Jahrzehnte hinwegändern könnten. Und die heutigen BPhD-Mitglieder sind die Apotheker vonmorgen. Die AG Gesundheitspolitik hat sich ein ganzes Wochenende mit derThematik befasst und am vergangenen Sonntag schließlich eine Stellungnahmebeschlossen, die bei so manchem etablierten Apotheker sicherlich für Aufsehensorgt. Denn die Studierenden stehen den Spahn-Plänen grundsätzlich sehraufgeschlossen gegenüber.

BPhD begrüßt neue Honorar-Struktur

Der wichtigste Grund für die Zustimmung des BPhD ist dieSchaffung der neuen Honorar-Struktur. Zur Erinnerung: Das BMG plant, dass dieKassen mit den Apothekern Verträge über pharmazeutische Dienstleistungen über240 Millionen Euro pro Jahr abschließen müssen. Der BPhD dazu: „Im Wesentlichenbegrüßen wir die Vorschläge des BMG. Insbesondere der Aufbruch in die Vergütungpharmazeutischer Dienstleistungen stellt in unseren Augen eine dringendnotwendige Neuausrichtung des Apothekerberufs dar.“ Das Volumen mache zwar nureinen geringen Anteil am Umsatz der Apotheken aus und „mutigere Schritte inRichtung pharmazeutische Dienstleistungen“ wären sicherlich besser aus Sichtdes BPhD. Aber die Studenten sehen darin „die Chance auf einen Einstieg inzukunftsweisende und langfristig tragfähige Vergütungssysteme.“ Und weiter:Insbesondere die Sanktionierung des Nichtabschlusses von Verträgen mit derApothekerschaft stärkt die Verhandlungsposition der Apotheker gegenüber denKrankenkassen und ermöglicht es dem gesamten Berufsstand, an der Neuausrichtungteilzuhaben.

Auch die Verdopplung der Notdienstpauschale begrüßen diePharmaziestudenten. Allerdings glauben die Studierenden nicht, dass man dieArzneimittelversorgung auf dem Land durch Geldspritzen an Apotheken rettenkann. Denn: „Wir sind überzeugt, dass nur einekonzertierte Aufwertung und Stärkung solcher Regionen einen signifikantenEinfluss auf diesen Strukturwandel hätte.“

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Wer Rotfleisch weglässt senkt sein Risiko auf schwere Herzerkrankungen bereits nach drei bis vier Wochen

Warum sich rotes Fleisch negativ auf die Herzgesundheit auswirkt

Darmbakterien produzieren bei der Verdauung von rotem Fleisch Stoffe, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkts und Schlaganfall fördern. Wer bei seiner Ernährung auf rotes Fleisch verzichtet, kann diese schädlichen Stoffe innerhalb von drei bis vier Wochen stark senken und somit auch das Risiko für Herzkrankheiten. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung der Cleveland Clinic, eines der besten Krankenhäuser Amerikas.

Eine Forschungsgruppe des Lerner Research Institute der Cleveland Clinic untersuchte kürzlich, welche Auswirkungen der Konsum von rotem Fleisch auf die Verdauung und die Gesundheit des Menschen hat. Dabei stellte das Team fest, dass Darmbakterien während der Verdauung von rotem Fleisch vermehrt die Verbindung Trimethylaminoxid (TMAO) produzieren. Hohe TMAO-Werte im Organismus gehen laut den Forschenden mit einem erhöhten Risiko für einen Herzinfarkt und Schlaganfall einher. Die Studienergebnisse sind kürzlich im „European Heart Journal“ erschienen.

Rotes Fleisch beeinflusst unsere Verdauungsprozesse

Die Erkenntnis, dass rotes Fleisch nicht gesund ist, ist zwar nicht neu, dennoch bieten die Forschenden der Cleveland Clinic einen neuen und detaillierten Einblick über die Prozesse der Verdauung und den Zusammenhang zwischen rotem Fleischkonsum und der Herzgesundheit. Bislang wurden in erster Linie die Fette und das Cholesterin für die schädlichen Auswirkungen verantwortlich gemacht. Das Forschungsteam um Dr. Stanley Hazen zeigt nun eine weitere schädliche Komponente, die während des Verdauungsprozesses von rotem Fleisch entsteht.

Was haben Darmbakterien mit der Herzgesundheit zu tun?

Wie die Forschenden berichten, produzieren die Darmbakterien eine schädliche Verbindung namens Trimethylaminoxid (TMAO), wenn sie die Stoffe Cholin, Lecithin und Carnitin verdauen. Diese Verbindungen kommen vorwiegend im roten Fleisch und in der Leber vor, aber auch in anderen tierischen Produkten. Die Ärzte der Cleveland Clinic erläutern, dass ein hoher TMAO-Wert ein Warnzeichen für drohende Herzkrankheiten und für ein erhöhtes Sterberisiko ist.

Je mehr rotes Fleisch, desto höher der TMAO-Wert

Die Forschungen zeigten auch, dass der TMAO-Wert umso höher ansteigt, je mehr rotes Fleisch gegessen wird. Wer 25 Prozent seiner täglichen Kalorien aus rotem Fleisch beziehe, habe die zwei- bis dreifache Menge an TMAO im Körper wie Personen, die sich vegetarisch oder mit weißem Fleisch ernähren.

Doppelter negativer Effekt

Für die Studie erklärten sich Teilnehmende bereit, über einen Zeitraum 25 Prozent ihrer täglichen Kalorien durch rotes Fleisch zu beziehen. Sie wurden währenddessen gesundheitlich überwacht. Neben den erhöhten TMAO-Werten zeigte sich auch, dass die Nieren die schädlichen Verbindungen nicht mehr effektiv entfernen konnten, wenn die TMAO-Konzentration zu hoch war. Somit sorgte der rote Fleischkonsum nicht nur dafür, dass mehr TMAO-Verbindungen im Körper sind – sie verblieben auch länger im Organismus.

Die gute Nachricht

Die Forschungsgruppe hat jedoch auch eine gute Nachricht für Fleischesser: Nachdem die Teilnehmenden die Ernährung mit rotem Fleisch beendet hatten, sanken die TMAO-Werte innerhalb von drei bis vier Wochen wieder auf ein Normalniveau. „Dies bedeutet, dass wir das Risiko für Herzerkrankungen ändern können, indem wir unsere Ernährung umstellen“, betont Dr. Hazen in der Pressemitteilung zu den Studienergebnissen.

Weißes Fleisch zeigte weniger schädliche Auswirkungen

Der Studie zufolge zeigten die Teilnehmenden, die ihr Protein aus weißem Fleisch oder aus pflanzlichen Quellen bezogen, wesentlich geringere TMAO-Werte und eine bessere Nierenfunktion. Die Forschenden empfehlen, zugunsten der Herzgesundheit auf rotes Fleisch weitestgehend zu verzichten. „Wir wissen, dass Lebensstilfaktoren für die Gesundheit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen von entscheidender Bedeutung sind“, resümiert Hazen. Die Studie liefere einen weiteren Beweis, wie diätische Maßnahmen als effektive Behandlungsstrategie eingesetzt werden können. (vb)

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