High Society: Delikatessen sollen ethisch unbedenklich sein

Trüffel, Kaviar und andere feine Lebensmittel – aber bitte aus Freilandhaltung und fairem Handel. Forscher der Universität in Toronto haben festgestellt, dass der gehobenen Gesellschaft nicht nur der Geschmack ihrer Delikatessen wichtig ist, sondern auch die Herkunft.

Gebildete Menschen mit hohem Einkommen genießen gern anspruchsvolle Dinge. Aber auch ethische Aspekte spielen für die High Society eine große Rolle, wie Emily Huddart Kennedy, Professorin für Soziologie, gemeinsam mit Kollegen von der Universität in Toronto herausgefunden hat.

Die Forscher haben das Kaufverhalten von mehr als 800 Lebensmitteleinkäufern in Toronto analysiert und diese ihren Vorlieben entsprechend in vier Gruppen eingeteilt: Gourmets, ethisch bewusste Esser, keines von beidem und ethisch bewusste Gourmets. Ein Abgleich mit dem Einkommen zeigte: Die Gourmets, die sich gleichzeitig ethisch bewusst ernährten, hatten bei weitem am meisten Geld zur Verfügung, eine gehobene Bildung und entsprechende Jobs. Dagegen hatten Personen, die weder Feinschmecker waren noch auf die ethische Unbedenklichkeit ihrer Lebensmittel Wert legten, einen vergleichsweise niedrigen sozialen und wirtschaftlichen Status.

Kennedy folgert: "Um einen hohen Status zu signalisieren, reicht es nicht mehr aus, zu sagen: ,Oh, ich sollte zu diesem neuen Food Truck oder Restaurant gehen, das eröffnet wurde.‘ Jetzt muss es auch den Beigeschmack haben, gut für die Menschen und die Umwelt zu sein: Foie gras könne großartig sein, aber nur wenn es von regionalen, selbst gezüchteten und aufgezogenen, glücklichen und freilaufenden Gänsen stammte. So sieht heute ein hoher Status aus."

ZOU

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Jede einzelne Zigarette vergiftet den Körper – E-Zigaretten sollen bei der Entwöhnung helfen

Englische Gesundheitsbehörden empfehlen E-Zigaretten zum Rauchstopp

Durch eine groß angelegte Kampagne wollen die englischen Gesundheitsbehörden die Bevölkerung motivieren, das Rauchen aufzugeben, indem sie die drastischen Gesundheitsschäden demonstrieren, die von jeder einzelnen Zigarette ausgehen. Zum Aufhören empfehlen die Experten einen Umstieg auf die E-Zigarette.

Public Health England (PHE) hat mehrere Kurzfilme veröffentlicht, die die verheerenden Schäden zeigen, die durch das Rauchen verursacht werden. Die Botschaft der Filme lauten: „Wenn Du die Schäden sehen könntest, würdest du sofort aufhören!“ In einem zusätzlichen Experiment wird dargestellt, wie viel Chemikalien und Teer sich in den Adern und Lungen von Rauchern innerhalb von nur einem Monat ansammeln. Das gleiche Experiment mit E-Zigaretten zeigten, dass sich im gleichen Zeitraum über 95 Prozent weniger Schadstoffe ablagern.

Englische Gesundheitsexperten warnen vor falschen Sicherheitsängsten

Wie die Experten der PHE berichten, glauben etwa 44 Prozent der Raucher, dass der Dampf der E-Zigarette genauso schädlich ist wie Tabakqualm. „Es wäre tragisch, wenn Tausende Raucher, die mit Hilfe einer E-Zigarette aufhören könnten, aufgrund falscher Sicherheitsängste abgeschreckt werden“, betont Professor John Newton von Public Health England in einer Pressemitteilung zu der neuen Kampagne. Ziel der Kampagne sei es, den Rauchern zu versichern, dass der Wechsel zu einer E-Zigarette viel weniger schädlich ist als das Rauchen von Zigaretten.

Langfristige Verwendung von E-Zigaretten relativ sicher

„Untersuchungen, die wir und andere durchgeführt haben, zeigen, dass E-Zigaretten-Dampf weniger schädlich sind als Tabak-Rauch und dass die langfristige Verwendung von E-Zigaretten relativ sicher ist“, ergänzt Dr. Lion Shahab, ein führender Raucherentwöhnungswissenschaftler am University College London. Die Verwendung von E-Zigaretten oder Nikotinersatz wie Pflaster oder Kaugummi würden die Chancen auf einen erfolgreichen Rauchstopp deutlich erhöhen.

Rauchen – mit das Schlimmste, was man der Gesundheit antun kann

„Rauchen erhöht das Risiko, an über 50 schwerwiegenden Erkrankungen zu leiden, einschließlich Krebs sowie zahlreiche Herzkrankheiten und es verdoppelt das Risiko, an einem Schlaganfall zu sterben“, warnt Dr. Shahab. Durchschnittlich wollen 6 von 10 Rauchern aufhören. Die meisten versuchen es mit reiner Willenskraft, obwohl dies laut Shahab die am wenigsten effektivste Methode ist.

Rauchen versus E-Zigarette

Dr Lion Shahab and Dr Rosemary Leonard verdeutlichen durch ein Experiment, wie viele Schadstoffe sich innerhalb eines Monats in den Körpern von Rauchern und in denen von E-Zigarette-Nutzern ansammeln. Sie leiteten den Rauch von Zigaretten in eine Glasglocke, die mit Watte gefüllt war. In eine zweite Glocke wurde der Dampf von E-Zigaretten geleitet. Nach der durchschnittlichen Menge, die Raucher innerhalb eines Monats inhalieren, war die Watte in der Glocke durch den Tabakrauch dunkelbraun und verklebt mit einem zähflüssigen Teer-Schleim. In der Glocke mit dem E-Zigaretten-Dampf blieb die Watte dagegen weiß (siehe Bild oben).

Es ist nie zu spät, um aufzuhören

Dr. Rosemary Leonard: „Ich gebe Patienten regelmäßig Ratschläge zum Aufhören, und wenn ich E-Zigaretten empfehle, wundere ich mich oft, dass viele Leuten falsche Vorstellungen haben.“ Die Ergebnisse des Experiments hätten eindeutig gezeigt, dass jede Zigarette, dazu führt, dass Teer in den Körper gelangt und sich Gift in dem Blutkreislauf verteilt. E-Zigaretten-Dampf sei dagegen viel weniger schädlich. Dr. Leonard hofft, dass dieses Experiment dazu beiträgt, mehr Raucher zum Umsteigen und anschließend zum Aussteigen zu motivieren. Es ist nie zu spät, um aufzuhören, so das Fazit der Expertin.

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Apotheker sollen Trigoa-Patientinnen anrufen

Pfizer hat manche Blister seiner Antibabypille Trigoa® falsch beschriftet. Was droht? Eine inkorrekte Einnahme und möglicherweise dann eine ungewollte Schwangerschaft. Nun sollen Apotheker ihre Patientinnen aktiv über den Trigoa®-Rückruf informieren.

Während bei kontrazeptiven Mikropillen als Einphasenpräparate dieReihenfolge der Einnahme gleichgültig ist, kann bei Dreiphasenpräparaten eineinkorrekte Reihenfolge der einzelnen Tabletten den verhütenden Schutz beeinträchtigen. Am Freitag gab Pfizerbekannt, dass genau dies bei seinem Dreiphasenkontrazeptivum Trigoa® der Fallsein könnte. Durch einen fehlerhaften Blisteraufdruck könnte eine inkorrekteEinnahme zu ungewollten Schwangerschaften führen. Betroffen sind die Trigoa-ChargenX34106, X51153 und W98332. Diese ruft Pfizer zurück.

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Rückruf

Trigoa: Gefahr der Schwangerschaft

Betroffen: Trigoa®-Abgabe zwischen 27. November bis 6. Dezember

War vergangene Woche ein Zeitraum der Trigoa®-Abgabe dieser betroffenen Chargen in der Apotheke zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember 2018 genannt, so hat sich das Zeitfenster mittlerweile um drei Tage verlängert. Pfizer gibt am heutigen Montag bekannt, dass Patientinnen, die im Zeitraum von 27. November bis 6. Dezember 2018 Trigoa® erhalten haben, über die Gefahr einer möglichen Schwangerschaft informiert werden sollen.

Und das sollen unter anderem die Apotheken tun. Wörtlich heißt es auf der Seite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlichten Rote-Hand-Brief: „Wir bitten Sie als Angehörige der Heilberufe, Patientinnen, die eine Verschreibung für Trigoa® bekommen haben und das von Ihnen ausgehändigte Rezept im Zeitraum 27.November bis 06.Dezember 2018 eingelöst haben könnten, über diesen fehlerhaften Aufdruck und den daraus resultierenden Rückruf aktiv zu informieren.“

Der Rückruf könnte jedoch auch Patientinnen treffen, die vor dem 27.November 2018 eine Trigoa®-Verordnung erhielten. Rezepte dürfen gemäß Arzneimittelverschreibungsverordnung in der Regel bis zudrei Monaten beliefert werden. Die betroffenen Patientinnen werden gebeten, die Ware über eine Apotheke an die folgendeAdresse ungekühlt zurücksenden zu lassen:

Pfizer Pharma PFE GmbHc/o Pfizer Pharma GmbHRetourenstelle
An der Tagweide 5
76139 Karlsruhe

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