Erfolg bei schwerer Neurodermitis: Schlimmer Juckreiz wurde mit dieser Therapie erfolgreich geheilt

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

Neuer Wirkstoff zur oralen Anwendung

Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

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Erfolg bei Neurodermitis: Starker Juckreiz wurde mit neuer Therapie erfolgreich geheilt

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

Neuer Wirkstoff zur oralen Anwendung

Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

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Durchbruch bei Neurodermitis: Diese neue Therapie kann wirksam starken Juckreiz heilen

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

Neuer Wirkstoff zur oralen Anwendung

Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

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Neurodermitis: Mit neuer Therapie wirksam schweren Juckreiz geheilt

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

Neuer Wirkstoff zur oralen Anwendung

Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

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Neurodermitis: Mit neuer Therapie erfolgreich schweren Juckreiz geheilt

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

Neuer Wirkstoff zur oralen Anwendung

Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

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Forschung: Alterung erfolgreich ausgebremst! Neue Therapie verlangsamte den Alterungsprozess

Experimentelle Arznei verlängerte das Leben von Mäusen

Bis ins hohe Alter jung, gesund und voller Energie bleiben – ein Menschheitstraum, der bisher aber nur eine Utopie ist. Dies könnte sich aber in Zukunft ändern, denn jüngste Forschungen beschäftigen sich mit Therapien, die den Alterungsprozess verlangsamen und vielleicht sogar stoppen können. In einer aktuellen Studie konnten Forschende die Lebensspanne von Mäusen verlängern, indem sie durch ein neues Medikament den Alterungsprozess verlangsamten.

Ein Forschungsteam des Weizmann Institute of Science in Israel entschlüsselte kürzlich, in welcher Art und Weise das Immunsystem am Alterungsprozess beteiligt ist. Der Studie zufolge befinden sich mit zunehmendem Alter vermehrt vergreiste Zellen im Körper, die das Immunsystem belasten. Diese Zellen sind in ihrer Funktion eingeschränkt oder weisen irreparable Schäden auf. Durch ein neu entwickeltes Medikament konnten die Forschenden den Prozess der Zellvergreisung bei Mäusen verlangsamen, wodurch sich ihre Lebensspanne erhöhte. Die Studienergebnisse sind kürzlich in dem renommierten Fachjournal „Nature Communications“ erschienen.

Wie unser Immunsystem altert

Das Team um Professor Valery Krizhanovsky und Dr. Yossi Ovadya beschreibt, wie vergreisende Zellen unserem Immunsystem mit zunehmendem Alter Probleme bereiten. Die sogenannten senescent cells sind Zellen, die noch nicht tot, aber in ihrer Funktionsweise stark eingeschränkt oder beschädigt sind. Je älter wir werden, desto mehr vergreiste Zellen befinden sich in unserem Körper im Umlauf. Nach Angaben des Forschungsteams sind diese Zellen maßgeblich an Entzündungsprozessen beteiligt, die typische Alterskrankheiten begünstigen.

Ablauf der Studie

In einem Experiment verwendeten die Forschenden genetisch veränderte Mäuse, die vorschnell alterten. Diese Mäuse litten schneller an chronischen Entzündungen und verminderter Leistungsfähigkeit, als normale Mäuse gleichen Alters. Auch sahen diese Mäuse schneller alt aus und starben früher.

So lässt sich die Zellvergreisung verlangsamen

In ihren Untersuchungen stellten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fest, dass sich die Zellvergreisung verlangsamen lässt, indem man bestimmte Proteine hemmt. Das Team verabreichte den vorschnell alternden Mäusen das Medikament ABT-737, das Proteine unterdrückt, die mit dem Alterungsprozess in Verbindung gebracht wurden. Daraufhin wurden die Mäuse aktiver und ihre Lebensspanne stieg an.

Gesünder, aktiver und langlebiger

Wie die Forschenden zeigten, reagierten die Tiere außergewöhnlich gut auf das Medikament. Ihre Blut- sowie Aktivitätstests zeigten eine Verbesserung und ihr Gewebe glich dem von jungen Mäusen. Das Team konnte auch belegen, dass sich bei den behandelten Mäusen sowohl signifikant weniger vergreiste Zellen als auch entzündliche Prozesse zeigten.

Kann das auch beim Menschen funktionieren?

Die Forschenden sehen in ihren Erkenntnissen tatsächlich einen Weg, eine Anti-Aging-Therapie für den Menschen entwickeln zu können. Das Team will nun in weiteren Studien untersuchen, wie sich das menschliche Immunsystem dazu animieren lässt, die vergreisten Zellen schneller zu entsorgen. Wenn sich ihre Theorien als wahr erweisen, könnte es bald eine Pille gegen das Altern geben. (vb)

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Neue Einblicke in stem cell behaviour highlights therapeutisches Ziel für die Krebsbehandlung

Forschung geführt durch die Universität von Plymouth und die Technische Universität Dresden hat festgestellt, ein neues therapeutisches Ziel für die Behandlung von Krebs-und Geweberegeneration – ein protein, das als Prominin-1.

Dr. Bing Hu von Plymouth Institute of Translational und Stratifizierte Medizin (ITSMed), zusammen mit Dr. Denis Corbeil von der technischen Universität Dresden und ein internationales team hat gezeigt, wie Prominin-1 (auch bekannt als CD133) spielt eine bedeutende Rolle bei der Gewährleistung der Stammzellen reagieren auf extrazelluläre Signale.

Stammzellen haben die einzigartige Fähigkeit zur Entwicklung in spezialisierte Zelltypen im Körper, so dass, wenn Sie nicht reagieren auf Signale, die Sie eventuell nicht aktiviert werden, so dass eine Fläche nicht verheilten oder beschädigt. In der regeneration, die korrekte Aktivierung von Stammzellen ist entscheidend für beschädigtes Gewebe ersetzt werden durch neue Zellen.

Und im Fall von Krebs, einige Krebszellen Verhalten sich wie Stammzellen, effektiv die Reproduktion und die Erhaltung der Krebs.

Nun hat die Studie gezeigt, dass bei fehlen oder mutation von Prominin-1, Stamm-Zell-Aktivierung beeinträchtigt ist – das wirkt sich auf die regeneration von Gewebe und harte Gewebe Bildung.

Die Studie mit dem Titel „Prominin-1 steuert Stammzell-Aktivität durch die Orchestrierung von ciliary dynamics“ veröffentlicht wurde in die EMBO Journal, finanziert von der europäischen Union Marie-Curie-Maßnahmen und die Biotechnologie und Biologische Wissenschaften Research Council (BBSRC).

Dem Forscherteam gehörten Wissenschaftler von der Universität Peking; Capital Medical University; Universität von Oxford; King ‚ s College London; Universität Genf, Keck Graduate Institute, University of California, San Francisco (UCSF); Universität von Iowa; Max-Planck-Institut und Vlaams Instituut voor Biotechnologie (VIB).

Dr. Hu, der seinen Sitz in Peninsula Dental School an der University of Plymouth, sagte: „Stammzellen sind deshalb so wichtig, weil Sie in die Zukunft, Sie können verwendet werden, die von Laboratorien zu ersetzen, die Zellen und Gewebe, die beschädigt wurden oder verloren wegen der Krankheit – so ist es wichtig, zu verstehen, wie Sie funktionieren.

„Die meisten Stammzellen, die Prozess ein einzigartiges Haar-ähnliche Struktur namens cilium (Zilien im plural), die Sinn-Umgebung ändert, wie das Vorhandensein von signalmolekülen, dann erzeugen Signale, die transduce durch Moleküle auf der cilium Membran in die Zellen. Daher werden die Stammzellen “ – Funktion ist stark abhängig von der richtigen Zusammensetzung und Dynamik der Zilien.

„Mit einem Maus-schneidezahn zahn so ein Modell, wir fanden, dass Prominin-1, einem etablierten Stammzell-marker, aber deren Funktionen sind bisher nicht gut charakterisiert, bevor die Studie, hat eine wichtige Rolle in der Rekrutierung von verschiedenen Molekülen in Stammzell-cilium und funktionieren in stem cell fate determination.

„Bei fehlen oder mutation von Prominin-1, Stamm-Zell-Aktivierung verhindert somit Auswirkungen auf die regeneration von Gewebe und harte Gewebe Bildung. Der Befund hat erhebliche Auswirkungen auf die Stammzell-Biologie und Krebs Biologie, die erklärt, Prominin-1 als therapeutisches Ziel für die Behandlung von Krebs, sowie in die regeneration von Gewebe, wie regenerierend einen neuen zahn.“

Internet-Therapie-apps reduzieren depression Symptome, Studie findet

In einer schwungvollen neuen Studie der Indiana University Psychologen haben herausgefunden, dass eine Reihe von selbst geführte, internet-basierte Therapie, die Plattformen effektiv zu reduzieren depression.

Die Arbeit, die für die überprüfung der 21 bereits bestehende Studien mit insgesamt 4,781 Teilnehmer, erschien in der November-Ausgabe des Journal of Medical Internet Research. Die Studie wurde unter Leitung von Lorenzo Lorenzo-Luaces, ein klinischer professor in der IU Bloomington College of Arts und Sciences‘ Abteilung für Psychologische und Neurowissenschaften.

In den letzten Jahren viele internet-basierte apps und websites haben behauptet, um Depressionen zu behandeln. Die Themen der IU-Studie wurden insbesondere jene Anwendungen, die die Behandlung mit der kognitiven Verhaltenstherapie, einer form der Psychotherapie, die sich auf die Veränderung von Denkmustern und Verhaltensweisen zu lindern Symptome von Depressionen und anderen psychischen Störungen.

Frühere Studien hatten untersucht die Wirksamkeit der einzelnen internet-basierte kognitive Verhaltenstherapie apps, oder iCBT, mit Hilfe einer Reihe von Methoden. Bis zu dieser Studie jedoch keine Beurteilung geprüft hatte, ob die Effekte dieser Behandlungen waren aufgeblasen durch Ausschluss von Patienten mit schwerer depression oder zusätzliche Erkrankungen wie Angst-oder Alkohol-Missbrauch.

„Bevor diese Studie, ich dachte früheren Studien waren wahrscheinlich konzentrierte sich auf Menschen mit sehr milden depression, diejenigen, die nicht über andere psychische Probleme, und wurden mit einem geringen Risiko für Selbstmord,“ Lorenzo-Luaces sagte. „Zu meiner überraschung, das war nicht der Fall. Die Wissenschaft schlägt vor, dass diese apps und Plattformen können helfen, eine große Anzahl von Menschen.“

Für Lorenzo-Luaces, internet-basierte kognitive Verhaltenstherapie apps sind ein wichtiges neues Instrument für die Bewältigung einer wichtigen Frage der öffentlichen Gesundheit Problem: dass Menschen mit psychischen Störungen wie Depressionen weit überwiegende Teil der psychischen Gesundheit-Anbieter zur Verfügung, Sie zu behandeln.

„Nahe bei eins zu vier Personen erfüllen die Kriterien einer major depressive disorder“, sagte er. „Wenn Sie Menschen mit einer leichten depression oder wer depressiv ist, für eine Woche oder einen Monat mit ein paar Symptome, die Anzahl wächst, übersteigt die Anzahl der Psychologen, die Ihnen dienen können.“

Menschen mit Depressionen sind auch teuer für das Gesundheitssystem, fügte er hinzu.

„Sie neigen dazu, zu besuchen primary-care-ärzte häufiger als andere,“ Lorenzo-Luaces sagte. „Sie haben mehr medizinische Probleme, und Ihre depression wird manchmal in der Art der Einnahme Ihrer Medikamente für andere medizinische Probleme.“

Durch die Durchführung einer „meta-regression analysis“ von 21 Studien, Lorenzo-Luaces und Mitarbeiter entschieden, dass internet-basierte Therapie, die Plattformen effektiv zu lindern Depressionen. Eine zentrale Frage war die Festlegung, ob die früheren Studien verzerrt die Stärke dieser Systeme “ – Effekte, durch den Ausschluss von Menschen mit schweren Depressionen.

Die Schlussfolgerung war, dass die apps arbeiteten in Fällen von leichter, mittelschwerer und schwerer depression.

Viele der Studien, die in der Analyse im Vergleich die Nutzung von internet-basierten kognitiven Verhaltenstherapie apps für die Platzierung auf einer Warteliste für eine Therapie oder den Einsatz einer „fake-app“, die schwachen Empfehlungen an den Benutzer. In diesen Fällen ist der iCBT-apps funktionierte deutlich besser.

„Dies ist nicht zu sagen, dass Sie sollten die Einnahme Ihrer Medikamente und gehen Sie in das nächstgelegene app store“, fügte Lorenzo-Luaces, die sowohl face-to-face-Therapie und Antidepressiva kann immer noch beweisen, um wirksamer zu sein als die iCBT apps alleine.

„Menschen neigen dazu, besser zu tun, wenn Sie ein wenig Anleitung,“ sagte er. Aber er fügte hinzu, dass ein 10 – bis 15-minütigen check-in kann ausreichend sein, für viele Menschen, die Befreiung der Gesundheits-Anbieter, um zu sehen, mehr Patienten.

App-basierte Therapie hat auch einen Vorteil in Situationen, in denen der Zugang zu face-to-face-Therapie beschränkt sich aufgrund logistischer Hürden, wie beispielsweise lange Strecken in ländlichen Gebieten oder unflexible Arbeitszeiten.

Therapie gegen Herzrhythmusstörungen erstmals erfolgreich

Jetzt auch in Deutschland: Bestrahlungstherapie gegen Herzrhythmusstörung

Eine neue hochpräzise Bestrahlungstherapie kann durch eine einmalige Behandlung lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen heilen – auch solche, bei denen alle anderen verfügbaren Behandlungen versagt haben. Ein 79-jähriger Mann wurde kürzlich als erster Patient in Deutschland erfolgreich mit der neuen Methode geheilt.

Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) gibt es nun erstmalig in Deutschland die Möglichkeit, schwere Herzrhythmusstörungen zu heilen, die sich jeder anderen Therapie widersetzen. In lediglich einer Behandlung konnte am 30. November 2018 ein 79-jähriger Mann von seiner lebensbedrohlichen Erkrankung geheilt werden. Der Mann ist der erste Patient in Deutschland, der auf diese Weise behandelt wurde, und auch weltweit zählt er zu den ersten Patienten, die von dieser neuen Methode profitieren.

Ein unheilbarer Fall wurde heilbar gemacht

Wie die behandelnden Ärzte berichten, litt der Patient unter einer schweren Herzmuskelerkrankung. Er erhielt die maximal mögliche Medikation und trotzdem löste sein implantierter Defibrillator fast tägliche einen Stromschlag aus, um den Mann am Leben zu halten. „Nach der erfolgreichen Bestrahlung sind die bösartigen Herzrhythmusstörungen bislang nicht wieder aufgetreten“, berichtet Professor Dr. Hendrik Bonnemeier in einer Pressemitteilung zu der erfolgreichen Behandlung.

Ein innovatives und hochmodernes Verfahren

Die erste Behandlung wurde bereits ein halbes Jahr im Voraus geplant. Professor Bonnemeier erstellte mit seinen Kollegen mit dem bestmöglichen Equipment eine hochauflösende Darstellung der linken Herzkammer des Patienten. So konnte die Zielregion haargenau ausfindig gemacht werden, die bei der Behandlung bestrahlt werden sollte. Ein Spezialistenteam von Strahlentherapeuten und Medizinphysikexperten führten dann die gezielte Bestrahlung durch, mit der die Herzrhythmusstörungen beseitigt wurden.

Wegweisende Therapie für schwere Herzrhythmusstörungen

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Wie Ärzte Gesichtslähmungen behandeln



Fazialis-Parese: Ein Ausfall des Gesichtsnervs belastet die Betroffenen körperlich und auch seelisch. Welche Therapien die eingefrorene Mimik neu beleben

Ausfall der Mimik: Bei einer Fazialislähmung kann eine Gesichtshälfte maskenhaft erstarrt wirken

Es klingt wie ein Albtraum: Wie aus dem Nichts ist plötzlich eine Gesichtshälfte gelähmt. Man kann nicht mehr lächeln und nur noch verwaschen sprechen, der Mundwinkel auf der betroffenen Seite hängt herab, und das Auge schließt nicht mehr. Fällt der Fazialis-Nerv halb­seitig aus, stürzt das die Betrof­fenen oft in eine tiefe Krise.

Betroffene unterdrücken aus Scham Gefühlsregungen

"Für die Patienten hat eine Gesichtslähmung erhebliche Folgen. Sie ziehen sich aus der Gesellschaft zurück und vermeiden es, Gefühle zu zeigen, um die Asymmetrien nicht zu verstärken", erklärt Dr. Andreas Kehrer vom Universitätsklinikum Regensburg.

Für 20 bis 40 Menschen pro 100.000 Einwohner wird der entstellende Gesichtsverlust plötzlich Realität. Im Jahr 2016 begaben sich laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes knapp 18.000 Patienten mit der Diagnose Fazialis-Parese in statio­näre Behandlung.

Die Erkrankung kommt laut Statistik in allen Altersgruppen vor, die höchsten Fallzahlen finden sich allerdings bei Menschen über 65. Was viele Betroffene nicht wissen: Es gibt sehr gute Behandlungsmöglichkeiten, die berechtigte Hoffnung auf eine wiederbelebte ­Mimik und mehr Lebensqualität machen – und dies sowohl in der akuten als auch in der chronischen Phase der Erkrankung. Das gilt selbst dann, wenn die Mediziner nicht wissen, was die Gesichtslähmung im konkreten Fall verursacht hat.

Die Mimik wieder aktivieren

Nur in 25 bis 40 Prozent der Fälle sind die Ursachen der Lähmung nachvollziehbar – zum Beispiel eine Infektion mit Herpes-Zoster- oder Grippeviren, eine Neuroborreliose, ein Hirntumor oder ein Unfall. Auch ein Schlaganfall kann eine halbseitige Gesichtslähmung hervorrufen. Für eine individuelle Therapie ist es wichtig, durch gründliche neurologische Untersuchungen zu klären, was der Auslöser sein könnte.

Am häufigsten diagnostizieren die Ärzte bei den Betroffenen jedoch eine sogenannte idiopathische Gesichtslähmung. Das heißt: Die Erkrankung tritt spontan auf, ohne dass die Mediziner eine klare Ursache dafür festmachen können. "Wahrscheinlich kommt es zu einer Entzündung, die den Nerv so stark anschwellen lässt, dass er sich selbst seine Blutversorgung abdrückt", erklärt Professor Steffen Eisenhardt von der Klinik für Plastische und Handchirurgie des Uniklinikums Freiburg.

Für Patienten mit einer spontan auftretenden Schädigung des Gesichtsnervs hat er aber auch eine gute Nachricht: "In 70 Prozent der Fälle bildet sie sich wieder zurück." Die Betroffenen werden in der Regel mit Kortison behandelt – nach den aktu­ellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neuro­logie die Therapie der ersten Wahl. Der Wirkstoff begünstige die vollständige Rückbildung der Lähmung, heißt es dort.

Das Zeitfenster nutzen

Was aber, wenn die Gesichtslähmung  bestehen bleibt? Beide Experten raten Betroffenen, dann nicht zu lange zu warten. "Der günstigste Zeitpunkt für eine Operation wird oft verpasst", kritisiert Kehrer.

Viele Patienten und deren behandelnde Ärzte würden zu lange auf unterstützende Verfahren wie Physiotherapie und Logopädie setzen. Diese Maßnahmen können zwar den Umgang mit der Erkrankung verbessern, haben aber keinen Einfluss auf die Regeneration des Fazialis-Nervs.

Operation als Ausweg

Innnerhalb von sechs bis maximal 18 Monaten ist es möglich, die noch intakte Gesichtsmuskulatur chirurgisch mit einem Ersatznerv zu versorgen. Das gelingt zum Beispiel, indem sie über ein Nerventransplantat an den Fazialis-Nerv der gesunden Gesichtshälfte angeschlossen wird oder indem man an einen anderen Nerv auf der gelähmten Seite anschließt, etwa den zum Kaumuskel. "Wenn der Fazialis-Nerv gelähmt ist, werden die Muskeln des Gesichts nicht mehr mit Stromimpulsen versorgt", erklärt Eisenhardt. "In der frühen Phase, wenn die Muskulatur ganz frisch gelähmt ist und sich noch nicht zurückgebildet hat, haben wir die Möglichkeit, da wieder Impulse hinzubringen."

Ist dieses Zeitfenster bereits geschlossen, können weitere Operations-Verfahren die Funktionen des Fazialisnervs wieder herstellen und neues Leben in das Gesicht bringen. Weil die mimische Muskulatur wie ein untrainierter Bizeps schwach und unbrauchbar geworden ist, muss sie nun ersetzt werden. Dazu transplantieren die Chirurgen funktionierende Muskeln aus der Körperperipherie in das Gesicht. Auch diese Muskeln müssen wiederum durch einen Ersatznerv aktiviert werden, der zuvor ebenfalls verpflanzt wird.

Betroffene brauchen viel Geduld

Bis die Patienten nach einer Muskel- und Nervenumlagerung wieder spontan lächeln und Gefühle zeigen können, dauert es einige Monate. Die meisten nehmen das in Kauf, um wieder ohne größere sichtbare Einschränkungen am sozialen Leben teilhaben zu können und mehr Lebensqualität zu erfahren.

Neuere wissenschaftliche Studien belegen gute Ergebnisse der Umlagerungs- und Transplantationsverfahren. Asymmetrien des Gesichts können damit in der Regel dauerhaft ausgeglichen werden. Nur in seltenen Fällen wurde von Komplikationen berichtet – bei einem Nerventransfer etwa betreffen sie weniger als sieben Prozent der operierten Patienten.

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