Vegane Ernährung: "Tierische Produkte haben kein Monopol auf irgendeinen Nährstoff"

Vegane Ernährung: "Tierische Produkte haben kein Monopol auf irgendeinen Nährstoff"

2020-10-31

Vielleicht war es noch nie so leicht, sich rein pflanzlich zu ernähren. Brotaufstriche, Steaks, Süßigkeiten, Milch oder Wein – all diese Produkte gibt es mittlerweile bei vielen Supermärkten auch vegan.

Fast wirkt es so, als sei veganes Essen endgültig im Mainstream angekommen. Aber ein Blick ins Netz reicht, um das zu bezweifeln. Noch immer glauben viele Menschen nicht, dass ein rein pflanzlicher Lebensstil wirklich gesund sein kann.

Ernährungswissenschaftler Niko Rittenau hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit Fakten dagegenzuhalten. In seinen Büchern, in Vorträgen oder auf seinem YouTube-Kanal räumt er mit Mythen auf. Dabei gehörte er vor ein paar Jahren auch noch zu den Skeptikern. „Ich hatte damals dieselben Vorurteile, die ich heute als Ernährungswissenschaftler täglich bespreche“, erzählt er im Podcast „Smarter leben“.

„Eisen ist ein lustiges Beispiel, weil es so sehr in den Köpfen der Leute drin ist. Studien zeigen aber, dass vegan lebende Menschen keine höheren Mangelraten aufweisen als Mischköstler oder Vegetarier. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt Eisen zwar als kritischen Nährstoff – und wenn man sich schlecht ernährt, kann er auch kritisch sein. Aber solange wir die sehr eisenreichen Hülsenfrüchte oder die moderat eisenreichen Vollkorngetreide, Nüsse und Samen essen, ist unser Bedarf sehr gut gedeckt.“

Niko Rittenau: „Die vegane Ernährungsweise an sich ist keine Raketenwissenschaft. Man muss ein paar Grundsätze kennen, und die muss man anwenden.“

Generell sollten Veganer und Veganerinnen möglichst vollwertig und kalorienbedarfsdeckend essen, um Nährstoffmängeln vorzubeugen. Außer den genannten Lebensmittelgruppen gehören daher auch Vollkorngetreide, Obst und Gemüse auf den Speiseplan.

Diese Empfehlungen gelten allerdings auch für Menschen, die nicht auf tierische Produkte verzichten. „Der sogenannte DGE-Ernährungskreis besteht zu ziemlich genau drei Vierteln aus vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln. Also eine vegane Ernährung ist ohnehin zu 75 Prozent deckungsgleich“, erklärt Rittenau im Podcast.

Wieso wird vegan lebenden Menschen dann dazu geraten, Vitamin-B12 zu supplementieren? Warum empfiehlt die DGE die vegane Ernährung nicht für alle Lebenslagen? Und wie gesund oder ungesund sind Sojasteaks? Auf diese und weitere Fragen antwortet Niko Rittenau im Ideen-Podcast „Smarter leben“.

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