Gesundheitsreport 2020: Fehltage wegen psychischer Erkrankungen nehmen zu

Gesundheitsreport 2020: Fehltage wegen psychischer Erkrankungen nehmen zu

2020-02-01

Wer Schnupfen, Migräne oder eine Magenverstimmung hat, sollte zum Arzt gehen und anschließend zu Hause bleiben – so viel ist den meisten Arbeitnehmern wohl klar.

Doch aus welchen Gründen lassen sich deutsche Arbeitnehmer wirklich krankschreiben – und wie lange?

Die Zeitungen der Funke Mediengruppe geben bereits einen kleinen Vorgeschmack auf den Gesundheitsreport 2020 der Techniker Krankenkasse (TK), der sich unter anderem mit genau dieser Frage beschäftigt.

Das Ergebnis: Immer mehr Arbeitnehmer lassen sich auch aufgrund psychischer Erkrankungen eine Krankschreibung ausstellen.

Psychische Erkrankungen steigen laut Krankmeldungen an

Fakt ist: Die Deutschen haben noch nie so häufig wegen einer psychischen Erkrankung auf den Weg zur Arbeit verzichtet wie im vergangenen Jahr.

Laut Gesundheitsreport fehlten die Versicherten der TK im Schnitt an 2,89 Tagen aufgrund eines psychischen Leiden wie zum Beispiel einer Depression.

Damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr gestiegen – 2018 waren es noch 2,77 Arbeitsunfähigkeitstage, im Jahr 2017 sogar nur 2,71 Tage, die mit psychischen Erkrankungen begründet wurden.

„Psychische Erkrankungen sind für rund 19 Prozent aller Fehlzeiten verantwortlich, das ist der höchste Wert im Vergleich zu anderen Diagnosen – noch vor Rückenbeschwerden und Erkältungskrankheiten“, sagt Albrecht Wehner, bei der TK zuständig für die Gesundheitsberichterstattung gegenüber der Funke Mediengruppe.

Gesamtzahl der Krankmeldung ist rückläufig

Erfreulicherweise kam der Gesundheitsreport auch zu einem positiven Ergebnis – die Gesamtzahl der Krankmeldungen sei insgesamt als rückläufig zu bewerten.

So waren Arbeitnehmer im vergangenen Jahr im Schnitt 15,37 Tage krankgeschrieben – im Jahr zuvor waren es noch 15,49 Tage.

Laut der Krankenkasse ist ein möglicher Grund für den Rückgang die 2019 weniger stark ausgeprägte Grippewelle.

„Die Erkältungswellen Ende Februar und vor Weihnachten sorgen regelmäßig für einen Anstieg der Fehlzeiten. Da diese Welle Anfang letzten Jahres im Vergleich zu 2018 geringer ausgefallen sei, beobachten wir für das Gesamtjahr 2019 einen leichten Rückgang der Fehlzeiten“, sagt Wehner.

Antonia Hagedorn

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