Schutz vor Corona: Vorsicht! Das sind die größten Virenfallen zu Hause

Schutz vor Corona: Vorsicht! Das sind die größten Virenfallen zu Hause

2020-03-26

Spätestens seit der einschüchternden News, dass sich Coronaviren auf einigen Materialen bis zu mehreren Tagen halten können, ist nicht nur der Kontakt zu anderen Menschen, sondern auch die Berührung von möglicherweise infizierten Gegenständen zum roten Tuch geworden.

Ob im öffentlichen Nahverkehr, nach der Pineingabe am EC-Gerät oder nachdem man Bargeld in die Hand genommen hat – das Handdesinfektionsmittel ist einem in diesen Tagen zum treuesten Begleiter geworden, wenn man sich außer Haus befindet.

Dabei wird eine Tatsache oft unterschätzt: Nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch innerhalb der eigenen vier Wände gibt es einige nicht zu unterschätzende Virenfallen.

Wasserhähne haben höchste Keimdichte

Ausgerechnet der Haushaltsgegenstand, auf den immer wieder verwiesen wird, wenn es um Hygiene geht, ist der Virenfänger Nummer 1: der Wasserhahn.

Auch wenn gründliches und häufiges Händewaschen vor allem in dieser Zeit unabkömmlich ist, der Wasserhahn wird dadurch zu einer besonderen Virenschleuder.

Einer US-amerikanischen Studie vom Keimexperten Dr. Charles Gerba zufolge weisen die Wasserhähne sogar die höchste Keimdichte in Badezimmern auf.

In der Bildergalerie: 10 Tipps, um sich vor Viren und Bakterien zu schützen

Was bei näherer Betrachtung Sinn macht: Immerhin fasst man diesen ja bereits vor dem Händewaschen an, um das Wasser laufen zu lassen.

Beim Wasserabdrehen ist die Gefahr dann hoch, dass man sich genau das wieder an die Hände holt, was man eigentlich abwaschen wollte.

Vorsicht, wo die Hände ins Spiel kommen

Vor allem auf den Oberflächen und Gegenständen im Haushalt, die man oft anfasst, tummeln sich Keime und Viren.

Allen voran das Smartphone, das circa 90 Mal pro Tag in die Hand genommen wird.

Egal wie oft man seine Hände wäscht, hat man also nicht viel an Keimfreiheit dazugewonnen, wenn man nicht auch sein Smartphone regelmäßig reinigt.

Mit einer trockenen Reinigung durch ein Mikrofasertuch werden dabeil aut der ‚Süddeutschen Zeitung‘ immerhin schon 80 Prozent der Keime abgetötet.

Weitere typische Brutstätten für Viren, Bakterien und andere Keime im Haushalt sind:

  • Türklinken
  • Lichtschalter
  • Griffe von Schränken und Schubladen (Kühlschränke, Fenster, …)

Überall dort, wo die Hände oft hingreifen, sollte also regelmäßig geputzt werden.

Lieber gängige Haushaltsreiniger statt Desinfektionsmittel

Anstelle von Desinfektionmitteln empfiehlt die ‚Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung‘ für die Haushaltshygiene auf gängige Haushaltsmittel zu setzen.

Auf der Website für Infektionsschutz heißt es dazu: „Desinfektionsmittel entfernen keinen Schmutz und ersetzen keine Reinigung. Sie sind im privaten Haushalt in der Regel nicht sinnvoll und sollten nur in Ausnahmefällen auf Anraten des Arztes oder der Ärztin bzw. des Gesundheitsamtes eingesetzt werden.“

Da sich Keime vor allem bei Feuchtigkeit vermehren, sollten Oberflächen in Küche und Bad außerdem möglichst trocken gehalten werden und Putzlappen sowie Handtücher nach der Verwendung luftig aufgehängt werden, um schnell zu trocknen.

Zudem sind gerade in Quarantänezeiten vor allem stickige Räumlichkeiten ein Brutherd für Viren.

Daher von Seiten der Bundesbehörde die dringliche Empfehlung, regelmäßig zu lüften: „In geschlossenen Räumen kann die Anzahl von Krankheitserregern in der Raumluft steigen. Regelmäßiges Lüften verringert die Zahl erregerhaltiger feinster Tröpfchen in der Luft und senkt damit das Ansteckungsrisiko in Räumen, in denen sich Erkrankte aufhalten.“

So kann also schon innerhäuslich einiges dazu beigetragen werden, um gerade auch bei mehreren Hausbewohnern einer Ansteckung mit Viren wie dem Corona-Virus vorzubeugen.

Quellen

  • Infektionsschutz.de: „Haushaltshygiene.Sauberkeit und Gesundheitsschutz im eigenen Zuhause“, abgerufen am 24.03.2020: https://www.infektionsschutz.de/hygienetipps/haushaltshygiene/#c6856
  • Süddeutsche Zeitung: „So halten Sie Ihr Handy sauber“, abgerufen am 25.03.2020: https://www.sueddeutsche.de/digital/smartphone-hygiene-keime-auf-dem-smartphone-so-halten-sie-ihr-handy-sauber-1.3870553

Larissa Hellmund

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