Acht Tage nach Corona-Impfung erkrankte Pfleger an COVID-19 – Heilpraxis

Acht Tage nach Corona-Impfung erkrankte Pfleger an COVID-19 – Heilpraxis

2021-01-01

Corona-Infektion trotz Impfung?

Im US-Bundesstaat Kalifornien soll ein 45-jähriger Krankenpfleger trotz einer Corona-Impfung positiv auf COVID-19 getestet worden sein. Die Impfung wurde allerdings erst eine Woche vor dem Positivtest verabreicht. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und bezieht sich dabei auf Informationen von “ABC-News”.

Matthew W. aus San Diego ist Krankenpfleger in zwei verschiedenen örtlichen Krankenhäusern. Er berichtete gegenüber dem US-Nachrichtensender, dass er am 18. Dezember den mRNA-Impfstoff verabreicht bekam. Außer, dass der Arm einen Tag lang etwas wund war, habe er keine Nebenwirkungen durch die Impfung verspürt.

Acht Tage nach Impfung an COVID-19 erkrankt

Nur acht Tage später wurde er krank. Matthew W. litt an den typischen Corona-Symptomen wie Schüttelfrost, Müdigkeit und Muskelschmerzen. Am gleichen Tag ließ sich Matthew W. im Krankenhaus auf COVID-19 testen. Der Test fiel zu seiner Überraschung positiv aus.

Corona-Impfung nicht wirksam?

Heißt das nun, dass die Corona-Impfung nicht wirkte? Dr. Christian Ramers, Facharzt für Infektionskrankheiten des „Family Health Centers” in San Diego zeigte sich in einem Interview gegenüber “ABC News” wenig überrascht über das Positivergebnis. Ein solches Szenario sei nicht unerwartet gewesen, betonte der Experte.

„Wir wissen aus den klinischen Impfstoffstudien, dass es ungefähr 10 bis 14 Tage dauert, bis sich ein Schutz durch den Impfstoff entwickelt”, so Ramers. „Wir wissen, dass die erste Dosis ungefähr 50 Prozent Schutz bietet. Menschen benötigen jedoch eine zweite Dosis, um bis zu 95 Prozent Schutz zu erreichen”, fügte der Infektiologe hinzu.

In dem Aufklärungsbogen des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Schutzimpfung gegen COVID-19 mit dem mRNA-Impfstoff wird ebenfalls erläutert, dass ein vollständiger Infektionsschutz erst nach der 2. verabreichten Impfdosis bestehe. Darin heißt es: „Für einen ausreichenden Impfschutz muss der Impfstoff zweimal im Abstand von 3 Wochen verabreicht werden. Dabei wird der Impfstoff in den Oberarmmuskel gespritzt.”

Hygieneregeln auch nach Impfung sinnvoll

Wer also geimpft wurde, sollte dennoch alle Hygieneregeln strikt einhalten, um eine Ansteckung zu verhindern. Der beschriebene Fall zeige, warum Masken, Händewaschen und weitere Vorsichtsmaßnahmen auch nach Injektion des Impfstoffs wichtig seien, betonte Dr. Ramers.

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