COVID-19: Erste Impfungen gegen Corona verabreicht – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

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2020-10-18

Impfstoff gegen COVID-19 wird getestet

Vor wenigen Wochen hat das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) die Genehmigung für den Start der klinischen Prüfung eines Impfstoffs gegen COVID-19 erhalten. Nun wurden die ersten Studienteilnehmenden gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft.

Die Gefahr durch das Coronavirus SARS-CoV-2 kann laut Fachleuten gebannt werden, wenn eine Impfung gegen den neuartigen Erreger zur Verfügung steht. Weltweit arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Impfstoffen. Nun wird einer davon in Deutschland an Menschen getestet.

Klinische Prüfung gestartet

Laut einer aktuellen Mitteilung wurde am letzten Freitag, den 9. Oktober, der ersten Probandin der Impfstoff MVA-SARS-2-S gegen COVID-19 injiziert. Den Angaben zufolge wurden bislang insgesamt sechs Probandinnen und Probanden der Vektor-Impfstoff verabreicht.

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hatte Ende September vom Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, und der Ethikkommission der Ärztekammer Hamburg die Genehmigung für den Start der klinischen Prüfung des Impfstoffes erhalten.

Bislang verläuft alles nach Plan

Der Impfstoff wurde von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) sowie der IDT Biologika GmbH entwickelt und wird jetzt im Rahmen der klinischen Phase I auf seine Sicherheit, Verträglichkeit und spezifische Immunantwort gegen den neuen Erreger untersucht.

Anfang Oktober wurde mit den Voruntersuchungen und der Auswahl gesunder freiwilliger Probandinnen und Probanden begonnen, bevor am 9. Oktober die Impfung der ersten Probandin erfolgte. Mit dem nötigen Sicherheitsabstand folgten dann die Impfungen weiterer Personen. „Bisher verlief alles erwartungsgemäß und nach Plan“, erklärt Prof. Dr. Marylyn Addo, Leiterin der Infektiologie des UKE, die als verantwortliche Prüfärztin die klinische Studie leitet.

Bildung von Antikörpern und T-Zellen

Den Angaben zufolge werden die insgesamt 30 Probandinnen und Probanden im Alter von 18 bis 55 Jahren in acht Gruppen und in zwei aufsteigenden Dosierungen geimpft. Die Studienteilnehmenden erhalten zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen und werden nach den Impfungen jeweils einige Stunden im medizinischen Auftragsinstitut CTC North am UKE ärztlich überwacht.

An den Tagen nach den Impfungen sowie im Verlauf der folgenden sechs Monate müssen die Teilnehmenden regelmäßig zu ambulanten Nachuntersuchungen kommen, um die Verträglichkeit des Impfstoffs, mögliche Nebenwirkungen sowie die Immunantwort anhand von Blutuntersuchungen und Befragungen zu überprüfen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Arbeitsgruppe von Prof. Addo und der DZIF-Partner in Marburg messen parallel die Bildung von Antikörpern und T-Zellen im Körper und vergleichen diese mit der Immunreaktion von genesenen COVID-19-Patientinnen und -Patienten. (ad)

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