Deutsche in Tirol muss 10.000 Euro Corona-Strafe zahlen – Entscheidung über Konzert in NRW fällt in letzter Sekunde

Deutsche in Tirol muss 10.000 Euro Corona-Strafe zahlen – Entscheidung über Konzert in NRW fällt in letzter Sekunde

2020-08-14

Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem: Mehr als 20 Millionen Menschen haben sich bislang weltweit mit dem Coronavirus infiziert, 220.405 davon in Deutschland. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Corona-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Urlaubsland Kroatien meldet Rekordzahl an Corona-Infektionen (06.25 Uhr) +++ Bundesregierung hat plötzlich 250 Millionen Corona-Schutzmasken zu verschenken  (20.51 Uhr) +++ Bundesländer melden 1455 Corona-Neuinfektionen – auch Zahl der aktuell Infizierten steigt stark an (19.35 Uhr) +++

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Frankreich will auf Quarantänepflicht in Großbritannien reagieren

08.22 Uhr: Paris will auf die britische Quarantänepflicht für Reisende aus Frankreich reagieren und eine gleichwertige Maßnahme für Reisende aus Großbritannien einführen. Man bedauere die britische Entscheidung und hoffe auf eine baldige Rückkehr zur Normalität, teilte Europa-Staatssekrektär Clément Beaune am Freitag via Twitter mit.

Reisende aus Frankreich und den Niederlanden müssen nach ihrer Ankunft in Großbritannien von diesem Samstag an wieder in eine zweiwöchige Selbstisolation gehen. Das hatte der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstagabend mitgeteilt.

Frankreich verfolgt in der Corona-Krise grundsätzlich die Linie, keine Quarantänepflicht zu verhängen. Falls ein Land jedoch diesen Schritt macht, wird in Frankreich entsprechend reagiert und ebenfalls eine Quarantäne für Reisende angeordnet. Wann Frankreich im Fall Großbritannien handeln will, blieb zunächst offen.

Nach Schätzungen dürften sich zur Zeit Hunderttausende Briten in Frankreich aufhalten – es ist ein beliebtes Urlaubsland. Der französische Regierungschef Jean Castex hatte erst vor wenigen Tagen gewarnt, dass sich die Lage in der Corona-Pandemie verschlechtert habe. Die Zahl der Einweisungen in Krankenhäuser und auf Intensivstationen habe wieder zugenommen.

TOP-NEWS: Urlaubsland Kroatien meldet Rekordzahl an Corona-Infektionen

06.23 Uhr:  Das EU- und Urlaubsland Kroatien hat am Donnerstag eine Rekordzahl an Neuansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. 180 Menschen infizierten sich in den vergangenen 24 Stunden mit dem Sars-CoV-2-Virus, teilte der nationale Krisenstab in Zagreb mit. Das ist der höchste Tageswert, der seit Beginn der Pandemie in dem Land im Februar registriert wurde.

Kroatien ist für viele Deutsche eine beliebte Urlaubsdestination. Zuletzt meldete das kroatische Fremdenverkehrsamt, dass die Buchungslage im Lichte der Pandemie weit weniger schlimm sei, als ursprünglich befürchtet. Statt einem erwarteten Rückfall von 70 bis 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr seien es derzeit lediglich 55 bis 50 Prozent weniger Übernachtungen.

Auch das Nachbarland Slowenien registriert einen neuen Anstieg der Zahl an täglichen Neuinfektionen. Für Slowenen ist Kroatien ein erstrangiges Urlaubsziel. Die Gesundheitsbehörden in Ljubljana berichten, dass die meisten infizierten Rückkehrer junge Leute seien, die angaben, Strandpartys besucht zu haben. Gregor Mayer/dpa

Corona-Pandmie: Peru und Mexiko haben jeweils mehr als eine halbe Million Fälle

Freitag, 14. August, 06.19 Uhr: Zwei lateinamerikanische Länder haben die Marke von einer halben Million registrierter Infektionen mit dem Coronavirus überschritten. Nach neuen Zahlen der Gesundheitsministerien vom Donnerstag (Ortszeit) kommt Peru inzwischen auf 507 996 bestätigte Fälle und Mexiko auf 505 751. Sie liegen damit nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in den USA weltweit auf den Plätzen sechs und sieben. Omar Martínez/dpa

Das nordamerikanische Mexiko – mit knapp 130 Millionen Einwohnern das zweitbevölkerungsreichste Land Lateinamerikas und zehntbevölkerungsreichste der Welt – hat bislang 55 293 Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 registriert. Nur in den USA und Brasilien sind es mehr. Mexiko testet im internationalen Vergleich besonders wenig. In Peru kamen wegen Nachbesserungen der Statistik am Donnerstag gleich 3658 neue Todesfälle aus den vergangenen fünf Monaten hinzu, womit die Gesamtzahl auf 25 648 stieg – die neunthöchste der Welt.

Peru verschärft wegen der steigenden Fallzahlen seine Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus nach Lockerungen wieder. Der Präsident des südamerikanischen Staates, Martín Vizcarra, gab am Mittwoch die Wiederaufnahme einer sonntäglichen Ausgangssperre und eines Verbots privater Treffen bekannt. In Mexiko, wo es nie eine Ausgangssperre gab, öffneten vielerorts – auch in der Hauptstadt, in deren Großraum etwa 22 Millionen Menschen leben – inzwischen Einzelhandelsgeschäfte, Restaurants und andere Betriebe bei eingeschränkter Kapazität wieder.

Fast 1400 positive Ergebnisse Corona-Teststationen in Bayern

21.23 Uhr: Von 107 376 Corona-Tests an bayerischen Teststationen für Reiserückkehrer sind laut Bayerischem Rundfunk (BR) 1389 positiv. Das habe das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitgeteilt, berichtete der BR am Donnerstagabend. Datenstand sei der gestrige Mittwoch. Matthias Schrader/AP/dpa

Demnach haben sich an Autobahnraststätten an der A3, der A8 und der A93 insgesamt 72 104 Menschen auf Corona testen lassen. 1188 Ergebnisse seien positiv gewesen, rund 1,6 Prozent. An den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg seien 44 Menschen positiv getestet worden; von mehr als 6250 seien dort Abstriche genommen worden.

TOP-NEWS: Bundesregierung hat plötzlich 250 Millionen Corona-Schutzmasken zu verschenken

20.51 Uhr: Zu Beginn der Corona-Pandemie wurden im Land händeringend Schutzmasken gesucht – die Bundesregierung hatte die Produktion ausgelagert und die Verfügbarkeit war dürftig. Eilig bestellte man, was man bekommen konnte und gab Großaufträge zur Produktion heraus, um die deutsche Bevölkerung mit Masken zu versorgen. Zu viele offenbar. Wie der „Spiegel“ berichtet, plant die Bundesregierung, überflüssige Masken an ärmere Staaten zu verschenken – als „Zeichen sichtbarer Solidarität“, wie es in einem als Verschlusssache eingestuften Papier heißt. dpa/Oliver Dietze/dpa Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als Krisenmanager in der Pandemie.

Nach Angaben des Magazins hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU)  2,7 Milliarden Masken (FFP2- und OP-Masken) importiert sowie sich eine weitere Milliarde bis Ende des Jahres vertraglich zugesichert. Doch davon soll nur ein Teil überhaupt ausgeliefert worden sein.

Die Bundesregierung will nun offenbar über die Weltgesundheitsorganisation WHO 275 Millionen Masken im Wert von 250 Millionen Euro kostenlos an Staaten ausliefern, die ganz besonders unter der Pandemie leiden und begrenzte Mittel haben. Begonnen werden solle mit Masken, deren Haltbarkeit bald ablaufe. Eine Vernichtung des Materials sei nicht zu verantworten. In dem Papier heißt es weiter, dass „mit kritischen Nachfragen“ von Bundestag, Bundesrechnungshof und Medien zu rechnen sei.

TOP-NEWS: Bundesländer melden 1455 Corona-Neuinfektionen – auch Zahl der aktuell Infizierten steigt stark an

19.35 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 220.405 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Donnerstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 1455 (1182 am Mittwoch). Besonders hoch war die Zahl der Neuinfektionen in NRW mit 535. Sven Hoppe/dpa

9185 Menschen sind bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. Laut Robert Koch-Institut beläuft sich die Zahl der Genesenen auf 199.500. Somit sind rund 11.720 Menschen akut infiziert –  das sind 720 aktive Fälle mehr als am Vortag.

Der R-Wert stieg laut RKI leicht von 0,88 auf 0,91 – und liegt somit weiter unter der kritischen Marke von 1. Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 38.273 (1859 Todesfälle)
  • Bayern: 52.432 (2625 Todesfälle)
  • Berlin: 10.106 (224 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3683 (175 Todesfälle)
  • Bremen: 1831 (58 Todesfälle)
  • Hamburg: 5820 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 13.008 (526 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 959 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 15.212 (655 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 53.122 (1767 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 8002 (240 Todesfälle)
  • Saarland: 2945 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5703 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 2102 (64 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3744 (158 Todesfälle)
  • Thüringen: 3463 (185 Todesfälle)

Gesamt: (Stand 12.08.2020, 19.25 Uhr): 220.405 (9185 Todesfälle)

Vortag: (Stand 12.08.2020, 21.57 Uhr): 218.950 (9179 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 199.500

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei rund 11.720

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,91

Claudia Roth wartet noch auf bayerischem Corona-Test und kritisiert Söder

19.16 Uhr: Von der Übermittlungs-Panne bei den Corona-Tests in Bayern ist nach eigenen Angaben auch Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth betroffen. Sie warte noch heute auf die Ergebnisse ihres Tests vom 2. August, sagte die Grünen-Politikerin der "Augsburger Allgemeinen". Am Münchner Flughafen sei sie auf das Coronavirus getestet worden. Nachfragen seien ins Leere gelaufen, die Corona-Hotline sei nie erreichbar gewesen. "Mittlerweile bin ich bei einem Arzt in Augsburg gewesen – innerhalb von 23 Stunden hatte ich mein negatives Testergebnis." dpa/Gregor Fischer/dpabild Claudia Roth (Grüne) im Bundestag.

In Bayern waren bis Mittwochabend insgesamt über 44 000 Testergebnisse von Urlaubsheimkehrern noch nicht an die Betroffenen übermittelt worden. Darunter sind nach Worten von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) vom Donnerstag inzwischen auch mehr als 1000 positive Befunde. 908 Betroffene seien identifiziert, sie würden seit Donnerstagfrüh nach und nach informiert.

Roth kritisierte den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) scharf: "Wenn sich Herr Söder als Top-Manager der Pandemie stilisiert und ständig noch mehr Kontrollen ankündigt, aber keinen Realitätscheck macht, ob überhaupt ausreichend Kapazitäten vorhanden sind, dann ist das fahrlässig", sagte Roth. "Es ist gerade in diesen Pandemie-Zeiten brandgefährlich, wenn das Vertrauen der Menschen in die Handlungsfähigkeit der Politik durch sowas verspielt wird."

„Wahre“ Zahl der Toten in den USA wohl bei 200.000 Menschen

17.42 Uhr: Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie könnten in den USA noch höher liegen, als die offiziellen Zahlen der Johns-Hopkins-Universität ausgeben. Die „New York Times“ berichtet, dass seit März 2020 (bis zum 25. Juli) rund 200.000 Menschen mehr gestorben sind als erwartet. Dieser Wert liege selbst unter Berücksichtigung der Corona-Toten noch 60.000 Todesfälle über dem Durchschnitt. Die Zeitung mutmaßt, dass die „wahre“ Zahl der an den Folgen einer Corona-Erkrankung Verstorbenen somit bei rund 200.000 liege.

Aktuell zählt die Johns-Hopkins-Universität mittlerweile 166.128 Todesfälle in den USA.

Paul-Ehrlich-Institut: Zulassung von Impfstoffen frühestens Ende 2020 oder Anfang 2021

16.33 Uhr: Impfstoffe gegen das neue Coronavirus könnten nach Einschätzung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) frühestens Ende dieses, Anfang nächsten Jahres zugelassen werden. Das sagte eine Institutssprecherin am Donnerstag. Nach Verwirrung über zurückgezogene Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bekräftigte sie damit am Donnerstag auf Anfrage Angaben, die PEI-Präsident Klaus Cichutek zuletzt in mehreren Medien geäußert hatte.

Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) hatte Cichutek vor einigen Tagen gesagt: «Ich gehe derzeit davon aus, dass es Ende 2020 und Anfang nächsten Jahres Zulassungen geben wird, vorausgesetzt, die Phase-III-Prüfungsdaten sind positiv». In diesen derzeit laufenden Studien wird überprüft, ob ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. Erste Zulassungen bedeuten nicht, dass bereits alle geimpft werden können.

Das PEI mit Sitz im hessischen Langen ist in Deutschland für die Zulassung von Impfstoffen zuständig. In einem am Mittwochnachmittag veröffentlichten Papier des RKI war zu lesen, vorläufige Prognosen ließen die Verfügbarkeit eines Impfstoffs bis Herbst 2020 möglich erscheinen. Wenige Stunden später zog das Institut die Online-Publikation zurück, es handle sich um eine versehentlich veröffentlichte ältere Version. Am Donnerstag verwies eine RKI-Sprecherin auf Einschätzungen des PEI.

Deutsche in Tirol muss 10.000 Euro Corona-Strafe zahlen

16.08 Uhr: Sie ging einkaufen, im Park spazieren und fuhr Taxi – trotz Corona-Infektion samt Heimquarantäne. Eine Frau aus Deutschland ist in Österreich wegen wiederholten Bruchs ihrer Quarantäne zu 10 800 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Die Anklage fordert jedoch weiter eine Haftstrafe auf Bewährung und meldete nach dem Urteil am Landgericht Innsbruck am Donnerstag Berufung an, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur in Wien sagte. Zuvor hatte der Sender ORF über den Prozess berichtet.

Die 54-Jährige, die in Schwaz im Bundesland Tirol lebt, war im April positiv auf das Coronavirus getestet worden und hatte einen Bescheid über ihre Heimquarantäne bekommen. In den Tagen darauf ging sie jedoch einkaufen – laut ORF gab sie an, dass ihr der Mindestbestellwert für Lebensmittel über das Internet zu hoch gewesen sei, obwohl sie nach eigenen Angaben 2100 Euro Rente erhalten habe.

Außerdem nutzte sie den Angaben nach den Aufzug in ihrem Wohnhaus, ging im Park spazieren und fuhr mit einer Verletzung per Taxi ins Krankenhaus, statt den Notarzt zu rufen. Schließlich nahm die Polizei die 54-Jährige fest und brachte sie ins Gefängnis, nachdem sie mehrmals bei Kontrollen nicht zuhause angetroffen worden war. Eine Haftrichterin entließ sie nach einem Tag.

Das Landgericht Innsbruck verurteilte die 54-Jährige wegen der fahrlässigen Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten. Nach österreichischem Recht sind dafür bis zu drei Jahre Haft möglich. Die Staatsanwaltschaft will nach Angaben des Sprechers eine Bewährungsstrafe, um mehr Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen. Das Oberlandesgericht muss über die Berufung entscheiden.

Entscheidung um umstrittenes Großkonzert fällt spätestens vier Tage zuvor

15.30 Uhr: Ob das umstrittene Großkonzert von Sarah Conor und Bryan Adams in Düsseldorf stattfinden darf, entscheidet sich spätestens am 31. August – vier Tage vor dem eigentlichen Termin. Auf diesen Kompromiss einigten sich die Stadt Düsseldorf und die Landesregierung, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag erfuhr. Entscheidend soll dann das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen sein. dpa/Axel Heimken/dpa Sarah Connor geht es um die Jobs in der Musikindustrie.

Damit scheint der Streit zwischen der Stadt Düsseldorf und dem Land NRW vertagt. Ministerpräsident Armin Laschet hatte das Großkonzert mitten in der Corona-Pandemie in der Düsseldorfer Fußball-Arena als „kein gutes Signal“ kommentiert und Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) Profilierungsversuche vorgeworfen.

Königreich Bhutan verordnet ersten Lockdown: Wegen nur einer Corona-Patientin

14.57 Uhr: Das Himalaya-Königreich Bhutan hat einen ersten landesweiten Lockdown verhängt, nachdem eine mit dem Coronavirus infizierte Frau durch das kleine Land gereist war. Die 27-jährige Bhutanesin sei nach ihrer Rückkehr aus Kuwait in der vorgeschriebenen Quarantäne zunächst negativ auf das Virus getestet worden, hieß es von den Behörden. Ein weiterer Test sei später jedoch positiv ausgefallen. Zu dem Zeitpunkt war die Frau den Angaben zufolge aber bereits mit mehr als 210 Menschen in Berührung gekommen. dpa/Nick Kaiser/dpa Bhutan hat seinen ersten Corona-Lockdown.

Alle Schulen, Institutionen, Büros und gewerbliche Unternehmen sollen zunächst geschlossen bleiben, hieß es in einer Mitteilung der Regierung. Der Lockdown soll zwischen fünf Tagen und drei Wochen dauern, berichteten örtliche Medien.

Studie zeigt ganzes Ausmaß der Corona-Durchseuchung in England

13.59 Uhr: Einer großangelegten Studie des Imperial College in London zufolge weisen etwa 3,4 Millionen der Engländer Antikörper gegen das Coronavirus auf. Das entspricht knapp sechs Prozent der Bevölkerung. Es sei wahrscheinlich, dass sie bis Ende Juni eine Coronvirus-Infektion durchgemacht hätten, teilte die Universität am Donnerstag mit.

Die Ergebnisse sollen helfen, die Pandemie zielgerichteter zu bekämpfen. Der leitende Wissenschaftler Graham Cooke warnte aber vor voreiligen Schlüssen: "Es gibt noch viele Unbekannte bei diesem neuen Virus einschließlich der Frage, inwieweit die Anwesenheit von Antikörpern einen Schutz vor künftigen Infektionen darstellt."

Die Zahl der positiv Getesteten unterscheidet sich der Studie zufolge sowohl geografisch als auch zwischen bestimmten Gruppen stark. Besonders hoch ist die Rate in London, wo sogar 13 Prozent der Menschen positiv auf Antikörper getestet wurden. Am niedrigsten ist sie hingegen im Südwesten des britischen Landesteils mit 3 Prozent. Junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren wurden mehr als doppelt so oft positiv getestet (8 Prozent) wie Menschen im Rentenalter zwischen 65 und 74 Jahren (3 Prozent). Simon Dawson/PA Wire/dpa

Ebenfalls überdurchschnittlich stark betroffen sind Mitarbeiter im Gesundheitswesen und Angehörige ethnischer Minderheiten. Bei Mitarbeitern in Pflegeheimen mit Patientenkontakt lag die Rate bei 16 Prozent. Bei Menschen mit schwarzer Hautfarbe wiesen sogar 17 Prozent Antikörper auf. Die ethnische Zugehörigkeit war den Wissenschaftlern zufolge selbst dann noch ein Faktor, wenn man Besonderheiten wie die Konzentration in bestimmten Berufen und eine von der weißen Bevölkerung abweichende Altersstruktur berücksichtigte.

Teilgenommen hatten an der Studie etwa 100 000 Menschen, die zwischen dem 20. Juni und 13. Juli zuhause einen Blut-Schnelltest (Entnahme aus der Fingerkuppe) vornahmen und die Ergebnisse anschließend auf einer Webseite hochluden. Die Teilnehmer der Studie wurden repräsentativ nach dem Zufallsprinzip ausgewählt.

"Beunruhigende" Corona-Lage in Deutschland

06.12 Uhr: Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist auf den höchsten Stand seit Anfang Mai gestiegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Mittwochabend 1445 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Höher lag der Wert zuletzt am 01. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen.

Der Anteil an Kreisen, die keine Neuinfektionen übermittelt haben, sei in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen. "Dieser Trend ist beunruhigend", so das RKI. "Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden." Besonders betroffen seien derzeit Nordrhein-Westfalen und Hamburg, wo ein deutlicher Anstieg auffalle.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten sind besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an Grenzen bringt. dpa/Markus Schreiber/AP Pool/dpabild RKI-Chef Lothar Wieler.


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