Die Corona-News des Tages

Die Corona-News des Tages

2021-03-01

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie überschlagen sich an manchen Tagen die Nachrichten zu COVID-19. Um Ihnen den Überblick zu erleichtern, bietet DAZ.online Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Corona-News des Tages – direkt aus dem News-Kanal der Deutschen Presse-Agentur. 

Montag, der 1. März 2021

Montag, 1. März 2021

Finnland verhängt Corona-Ausnahmezustand

14:13 Uhr

Finnland hat am Montag den Ausnahmezustand erklärt, um strengere Corona-Maßnahmen einführen zu können. Die Regierung brachte ein Gesetz zur vorübergehenden Schließung von Restaurants sowie anderen Bereichen bei Lebensmittel- und Getränkedienstleistungen ins Parlament ein, wie es in einer Mitteilung hieß. Es soll am 8. März in Kraft treten und zunächst für drei Wochen gelten. Das Gesetz soll aber nicht pauschal im ganzen Land angewendet werden, sondern nur in besonders betroffenen Regionen.

Ministerpräsidentin Sanna Marin forderte die Bevölkerung auf, soziale Zusammenkünfte zu vermeiden, Abstand zu halten und Mundschutz zu tragen. Die Regierung behielt sich auch die Verhängung von Ausgangssperren vor, falls sich die Lage verschlechtert. Betroffen von der Schließung sind Cafés, Restaurants, Bars und Nachtclubs. Kantinen in Heimen und Firmen sollen geöffnet bleiben. Auch Bestellungen über Lieferdienste sind weiterhin erlaubt.

Seit Beginn der Pandemie starben in Finnland mit seinen 5,5 Millionen Einwohnern 742 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2. Mehr als 58.000 Menschen infizierten sich damit. In den jüngsten Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC zählt Finnland – berechnet auf die Einwohnerzahl – zu den Ländern mit den niedrigsten Neuinfektionszahlen. Die Tendenz ist aber steigend. Am Montag wurden 392 neue Fälle registriert. (dpa)

100. Folge des Podcast „Klartext Corona”

14:29 Uhr

Am 2. März feiert der Podcast „Klartext Corona“ der Apotheken Umschau seine 100. Folge. Aus diesem Anlass begrüßt das Podcast-Team um 18 Uhr den bekannten Mediziner Dr. Eckart von Hirschhausen. Die Moderatoren sprechen mit ihm über die Impfskepsis, den Umgang mit Falschinformationen und welche Rolle Wissenschaftskommunikation dabei spielt.

Seit der ersten Folge von „Klartext Corona –  Der Expert:innen Podcast” am 23. März 2020, Thema: „Wann darf ich noch in die Arztpraxis?“, führen Dr. Dennis Ballwieser, Arzt und Chefredakteur der Apotheken Umschau, sowie die Journalist:innen Anja Kopf und Peter Glück durch den Podcast der Apotheken Umschau und des Portals gesundheit-hoeren.de. Sie diskutieren mit jeweils einem Interviewgast und greifen die Fragen der Zuhörer:innen auf.

Gäste des Podcasts waren bisher unter anderen Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, Professor Frank Ulrich Montgomery, Vorstandsvorsitzender des Weltärztebundes, Professor Marylyn Addo, Leiterin der Infektiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Dr. Natalie Grams, Ärztin und Autorin, Professor Rüdiger von Kries, Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO).

Impfstart für Erzieher und Lehrer in NRW am 8. März

12:46 Uhr

Die Corona-Impfaktion für Kita-Erzieher und Lehrer in Nordrhein-Westfalen beginnt am 8. März. NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) nannte diesen Termin am Montag in Düsseldorf für das Personal in Kitas und Schulen und sprach dabei von einem „Befreiungsschlag“ für die Beschäftigten und Familien. Nach dpa-Informationen geht es dabei um landesweit 168.000 Kita-Erzieher sowie um 89.000 Lehrer an den Grund-, Förder- und Sonderschulen.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich vor einer Woche darauf geeinigt, Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen und Kita-Erzieher in der Impfreihenfolge von der dritten in die zweite Gruppe hochzustufen. Zur Gruppe zwei zählen außerdem viele chronisch Kranke und über 70-Jährige sowie auch Polizisten. (dpa)

Dreyer begrüßt Stiko-Ankündigung zu AstraZeneca-Empfehlung

12:11 Uhr 
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Ankündigung der Ständigen Impfkommission in Deutschland (Stiko) begrüßt, die Empfehlung für den Impfstoff des Herstellers AstraZeneca zu überdenken. „Was gut wäre ist, wenn die Ankündigung der Stiko, dass AstraZeneca auch für Ältere geimpft werden kann, dass das käme“, sagte Dreyer am Montag in Mainz. „Sobald wir mehr Impfstoff bekommen, könnten wir natürlich viel, viel schneller auch diejenigen impfen, die wirklich gefährdet sind, sehr schwer krank zu werden.“ 

Der Chef der Stiko, Thomas Mertens, hatte angekündigt, es werde „sehr bald zu einer neuen, aktualisierten Empfehlung kommen“. Die Stiko hatte – anders als die EU-Arzneimittelbehörde EMA – den AstraZeneca-Impfstoff vorerst nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen, weil Daten zur Wirkung bei Älteren fehlen.
 
Rheinland-Pfalz rangiert bei der Zahl der Impfungen gemessen an der Bevölkerung deutschlandweit im Spitzenfeld. Absagen für Impfungen mit dem Präparat von AstraZeneca stellten kein Problem dar. „Im Moment ist es so, dass wir mit der Priorisierung eigentlich gut klar kommen, dass unsere Impfzentren gut impfen und wir auch mit AstraZeneca kein Problem haben“, sagte Dreyer. „Es ist auch in Rheinland-Pfalz so, dass immer ein bestimmter Prozentsatz von Terminen abgesagt wird, aber wir sind eigentlich in der Lage, dass dann auch immer wieder ganz zu verplanen.“ Das Gesundheitsministerium spricht von einer Absage der Impftermine mit AstraZeneca „von unter zehn Prozent“. (dpa) 

Grünen-Politiker: Sicherheit von AstraZeneca schlecht kommuniziert

12:02 Uhr 
Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen sieht Fehler bei der Kommunikation über die Wirksamkeit des Impfstoffes von AstraZeneca. „Die Botschaft rüberzubringen, dass der Impfstoff sicher und wirkungsvoll ist, das ist unterblieben“, sagte Dahmen am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Das habe dazu geführt, dass viele Menschen jetzt verunsichert seien. 

Bei den wissenschaftlichen Daten, so wie sie von Deutschland interpretiert wurden und auf dessen Basis die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Empfehlung ausgesprochen habe, sei aber solide und gute Arbeit geleistet worden, betonte der Grünen-Politiker. Die Stiko empfiehlt das Präparat von AstraZeneca – anders als die EU-Arzneimittelbehörde EMA – bisher nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren, weil aus ihrer Sicht zunächst zu wenig Daten über die Wirkung bei Älteren vorlagen. Sie hat aber bereits angekündigt, dass diese Empfehlung sehr bald aktualisiert werden soll. 

Vorschläge, die geplante Impfreihenfolge wegen der vielen bereits vorrätigen, aber noch nicht verabreichten AstraZeneca-Dosen aufzuheben, wies Dahmen zurück. Die Priorisierung folge der Logik „Wie retten wir die meisten Menschenleben?“. „Und entsprechend ist die Empfehlung der Ständigen Impfkommission ergangen.“ (dpa-AFX) 

Weil fordert schnell Klarheit über Impfstoff von Johnson & Johnson

11:34 Uhr

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat das Verfahren für die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson in Europa kritisiert. Es sei ihm „unbegreiflich“, dass sich die Arzneimittelagentur EMA noch zwei Wochen Zeit lassen wolle, sagte der SPD-Politiker am Montag. In den USA hatte das Präparat am Samstag eine Notfallzulassung erhalten. „Warum kann in Europa der zuständige Ausschuss erst Mitte März eine Empfehlung abgeben? Sorry, aber das muss schneller gehen“, sagte Weil. Der Impfstoff sei vielversprechend – auch, weil nur eine Impfdosis pro Person benötigt werde.

Der US-Konzern Johnson & Johnson hatte die Zulassung Mitte Februar bei der EMA beantragt. Der zuständige Ausschuss will seine Bewertung Mitte März abgeben. Einem Zwischenergebnis der Phase-III-Studie zufolge bietet der Impfstoff vier Wochen nach Verabreichung einen 66-prozentigen Schutz vor mittleren oder schweren Covid-19-Krankheitsverläufen. Die Wirksamkeit gegen schwere Erkrankungen wurde mit 85 Prozent angegeben. Bei einigen Konkurrenzprodukten ist die Wirksamkeit laut Studien höher, die Werte von Johnson & Johnson gelten aber immer noch als gut.

Niedersachsen gehört bundesweit zu den Schlusslichtern beim Impffortschritt. Nur in Sachsen-Anhalt und Brandenburg ist der Anteil der Einwohner, die die Erstimpfung erhalten haben, noch geringer. (dpa-AFX)

Gesetz über „grünen Pass“ für Corona-Geimpfte im März

10:21 Uhr

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will noch in diesem Monat einen Gesetzentwurf für einen „digitalen grünen Pass“ für Corona-Geimpfte vorlegen. Damit werde klar, wie der europäische Impfnachweis konkret aussehen solle, sagte von der Leyen am Montag in einer Rede vor den CDU/CSU-Abgeordneten im Europaparlament.

„Wir wollen in den nächsten Monaten die technischen Voraussetzungen schaffen“, bekräftigte von der Leyen nach entsprechenden Absprachen beim EU-Gipfel vorige Woche. Und sie fügte hinzu: „Damit der digitale grüne Pass aber ein Erfolg wird, brauchen wir die Unterstützung aller Mitgliedsstaaten. Auch Sie in Deutschland müssen die Voraussetzungen dafür schaffen.“

Der digitale europäische Impfpass soll nach den Vereinbarungen des EU-Gipfels binnen drei Monaten technisch vorbereitet werden. Ziel ist, dass Corona-Geimpfte fälschungssicher ihre Immunisierung nachweisen können. Das könnte über ein einheitlich lesbares Dokument mit QR-Code geschehen, das man auf Papier oder auf dem Smartphone bei sich tragen könnte, ähnlich wie ein Bahnticket. Dazu müssen die nationalen Systeme der 27 EU-Staaten vergleichbar ausgestaltet beziehungsweise verknüpft werden.

Ob dieses Dokument Erleichterungen bei Reisen oder dem Besuch von Restaurants oder Veranstaltungen bringen würde, ist offen. Es bliebe wohl den einzelnen EU-Staaten überlassen. In Israel sind mit dem „grünen Pass“ Vorteile für Geimpfte verbunden. (dpa)

England sucht Patienten mit brasilianischer Corona-Variante

9:24 Uhr

Die englischen Behörden suchen mit Hochdruck nach einem Patienten, der positiv auf eine hochansteckende Corona-Variante aus Brasilien getestet worden sein soll. Die gesuchte Person habe bei ihrem Corona-Test nicht ihre Kontaktdaten angegeben und sei deshalb bislang nicht aufgefunden worden, teilte die Behörde Public Health England am Sonntag mit. Auch am Montag ging die Suche weiter.

Insgesamt waren sechs Fälle der in Nord-Brasilien entdeckten Variante P.1, die als ansteckender und resistenter gegen Impfstoffe als die Ursprungsform sein soll, in Großbritannien aufgetaucht, die anderen ließen sich jedoch zurückverfolgen. Die Behörden riefen alle Bürger, die am 12. oder 13. Februar einen Test gemacht hatten und kein Ergebnis bekommen oder die Registrierung nicht vollständig ausgefüllt hatten, auf, sich zu melden. Zudem sollten die Passagiere eines Fluges aus Brasilien vom 10. Februar kontaktiert werden. „Wir müssen die Person so schnell wie möglich finden“, sagte Impf-Staatssekretär Nadhim Zahawi im BBC-Interview.

Großbritannien hatte Mitte Februar für Einreisende aus Hochrisikogebieten eine verpflichtende, zehntägige Hotel-Quarantäne eingeführt – dies war allerdings nach Ankunft des Fluges aus Brasilien. Gesundheitsminister Matt Hancock wollte sich am Montag mit Abgeordneten über das Auftreten der Variante austauschen. (dpa)

6:26 Uhr

Corona-Impfungen auf den Philippinen angelaufen

Mit Verzögerung haben nun auch auf den Philippinen die Impfungen gegen das Corona-Virus begonnen. Als erstes erhielt am Montag der Direktor des wichtigsten Krankenhauses des Landes, Gerardo Legaspi, eine Spritze mit dem Impfstoff des chinesischen Pharmaunternehmens Sinovac. Am Sonntag waren 600.000 Dosen davon als Geschenk Pekings an das südostasiatische Land in Manila eingetroffen.

Weil er als weniger wirksam gilt, hat die philippinische Gesundheitsbehörde diesen Impfstoff allerdings nicht für die Beschäftigten im Gesundheitswesen empfohlen. Deren Gewerkschaft bekräftigte am Montag in einem Appell, die Beschäftigen müssten ihren Impfstoff selbst wählen dürfen. Die große Mehrheit von ihnen möchte mit dem Vakzin des Herstellers AstraZeneca geimpft werden. Dieses sollte eigentlich am Montag im Land eintreffen, laut philippinischen Behörden wird sich die Lieferung aber um eine weitere Woche verzögern.

In dem Land mit knapp 110 Millionen Einwohnern gab es nach offiziellen Angaben bisher 576.352 Corona-Infektionen. Mindestens 12.318 Menschen starben demnach an oder mit dem Virus. (dpa-afxp) 

5:30 Uhr

4732 Corona-Neuinfektionen und 60 neue Todesfälle registriert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4.732 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 60 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4.369 Neuinfektionen und 62 neue Todesfälle verzeichnet. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5:30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100:000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 65,8 – und damit höher als am Vortag (63,8). Vor vier Wochen, am 1. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 91 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Der Höchststand von 1.244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden – er enthielt jedoch 3.500 Nachmeldungen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.447.068 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 01.03., 5:30 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.255.500 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 70.105.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,08 (Vortag 1,11). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 108 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. (dpa)

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