Nach sieben Corona-Fällen testet Wuhan alle elf Millionen Einwohner

Nach sieben Corona-Fällen testet Wuhan alle elf Millionen Einwohner

2021-08-03

Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie: Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt immer weiter. Das RKI meldet am Dienstag 1766 Neuinfektionen. Aus der FDP gibt es derweil Kritik an der Testpflicht für Reiserückkehrer. Alle aktuellen News zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona in Deutschland vom 2. August

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RKI: Inzidenz steigt weiter – 1766 Neuinfektionen

07.07 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut leicht gestiegen und liegt nun bei 17,9. Wie das Robert-Koch-Institut am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1766 Neuinfektionen gemeldet. Das sind etwa 200 mehr als in der Vorwoche, als die Länder 1545 Fälle gemeldet hatten. Zudem wurden 19 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 14,5. Der R-Wert lag am Montagabend bei 1,06. Das heißt, 100 Infizierte stecken im Schnitt 106 weitere Menschen an. Am Freitag lag der Wert noch bei 1,18.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt den Angaben zufolge bei 3.773.875. Insgesamt wurden bislang 91.679 Corona-Tote gemeldet. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen gibt das RKI mit rund 3.658.300 an.

Nach sieben Corona-Fällen testet Wuhan alle elf Millionen Einwohner

Dienstag, 3. August, 06.56 Uhr: Rund ein Jahr nach dem Auftreten der letzten Corona-Infektionen in der chinesischen Stadt Wuhan haben die Behörden Massentests für alle Einwohner angekündigt. Wie der Behördenvertreter Li Tao am Dienstag mitteilte, sollen nach sieben gemeldeten Corona-Fällen in Wuhan alle elf Millionen Bewohner der Stadt "rasch" auf das Virus getestet werden. Die jüngsten Infektionen seien bei Wanderarbeitern festgestellt worden.

Die chinesische Regierung verfolgt eine sogenannte Null-Covid-Strategie: Im Kampf gegen den größten Corona-Ausbruch seit Monaten wurden mehrere Städte unter einen strikten Lockdown gestellt, Reisebeschränkungen für das Inland verhängt und zahlreiche Menschen auf das Virus getestet. Am Dienstag meldeten die Gesundheitsbehörden landesweit 61 Neuinfektionen.

Die neuen Infektionsfälle gehen nach Einschätzung der chinesischen Gesundheitsbehörden auf einen Infektionsherd in der ostchinesischen Metropole Nanjing zurück, wo inzwischen Einschränkungen für hunderttausende Menschen gelten. Dort waren vor knapp zwei Wochen neun Reinigungskräfte am internationalen Flughafen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Coronavirus war Ende 2019 erstmals auf einem Tiermarkt in der zentralchinesischen Stadt Wuhan festgestellt worden.

Weil zu viele Briten in Quarantäne sind, schraubt die Regierung an der Corona-App

21.05 Uhr: Um die Anzahl der Beschäftigten zu senken, die wegen Kontakts mit Corona-Infizierten in Quarantäne sind, hat die britische Regierung die Einstellungen der Corona-App ändern lassen. Künftig schlägt die Anwendung nur noch an, wenn es in den vergangenen zwei Tagen einen Corona-Kontakt gab, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Bisher ging die Suche fünf Tage zurück. Das Ministerium betonte, das Update beeinflusse weder die Empfindlichkeit der App noch ändere es die Risikoschwelle. Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/Symbolbild Proben für Corona-Tests werden im Diagnosticum-Labor in Plauen für die weitere Untersuchung vorbereitet.

Zuletzt waren wöchentlich Hunderttausende in England und Wales aufgefordert worden, sich wegen engen Kontakts mit Menschen, die später positiv auf das Virus getestet wurden, in Selbstisolation zu begeben. Die Regelung hatte schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft: Pubs und Gaststätten blieben geschlossen, Lebensmittelregale leer, Bahnen und Busse blieben stehen. Medien nennen das Phänomen "Pingdemie" – nach dem "ping»", das Anwender über einen Corona-Kontakt informiert.

"Dieses Update der App wird dazu beitragen, dass wir die richtige Balance finden", sagte Gesundheitsminister Sajid Javid. "Wir wollen die Störungen reduzieren, die die Selbstisolation für Menschen und Unternehmen verursachen kann, und gleichzeitig sicherstellen, dass wir die am stärksten gefährdeten Personen vor diesem Virus schützen." Wirtschaftsvertreter und konservative Politiker begrüßten die Änderungen. Der Sender Sky News berichtete unter Berufung auf Regierungsbeamte, die App habe in den ersten drei Juli-Wochen dazu beigetragen, mehr als 50 000 Neuinfektionen und 1600 Krankenhauseinweisungen zu vermeiden.

Corona-Infizierte besuchte Tochter im Krankenhaus – jetzt startet Gerichtsprozess

17.39 Uhr: Eine mit Corona infizierte Frau soll trotz ihr selbst verdächtig erscheinender Krankheitssymptome im Oktober ihre Tochter in einem Krankenhaus in Quedlinburg (Harz) besucht haben. Am Dienstag (13.00 Uhr) muss sie sich dafür vor dem Amtsgericht Quedlinburg verantworten. Die Anklage lautet auf versuchte gefährliche Körperverletzung und Hausfriedensbruch. Der Frau droht nach Angaben eines Gerichtssprechers eine Freiheits- oder Geldstrafe. Eine Entscheidung wird noch am Dienstag erwartet. Vier Zeugen sind geladen. Robert Michael/dpa-Zentralbild/Symbolbild Ein Intensivbett mit Beatmungseinheit steht auf einer Corona-Station.

Mitte Oktober hatte das Harzklinikum Anzeige erstattet und den Fall öffentlich gemacht. Demnach hatte die Frau Anfang Oktober ihre erwachsene, gerade operierte Tochter besucht. Auf der Erklärung, die alle Patienten und Besucher des Klinikums ausfüllen müssen, habe die Frau angegeben, keine Symptome zu haben. Dabei habe sie kurz zuvor wegen solcher Symptome eine Fieberambulanz aufgesucht und sich testen lassen. Bis zum Vorliegen des Ergebnisses hätte sie den Angaben zufolge zu Hause bleiben müssen.

Einen Tag nach dem Krankenbesuch hatte das Gesundheitsamt dem Klinikum mitgeteilt, dass bei der Frau das Virus nachgewiesen wurde. In der Folge war laut Klinikum eine lange geplante Operation einer Patientin, die sich das Zimmer mit der Tochter der Besucherin geteilt hatte, abgesagt worden.

Mehr als 37.000 Neuinfektionen an einem Tag: Corona-Lage im Iran verschärft sich

16.16 Uhr: Die Delta-Variante hat die Corona-Krise im Iran noch mehr verschärft. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag hat das Land mit 37.189 Neuinfektionen an einem Tag einen neuen Höchstwert erreicht. Der bisherige lag bei 34.951 Fällen, registriert am 31. Juli. Im selben Zeitraum starben 411 Patienten im Zusammenhang mit dem Virus, mehr als dreimal so viele wie vor der Delta-Welle. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Iran liegt nun bei fast 4 Millionen, die der Corona-Toten bei über 90.000.

Außerdem hat die Delta-Variante Krankenhäuser und Pflegepersonal an die Grenzen gebracht. In vielen Städten sind die Intensivstationen und Notaufnahmen mit neuen Corona-Patienten überfüllt. Dies beeinträchtigt Medienberichten zufolge auch die medizinischen Dienste. Gesundheitsminister Said Namaki hat daher am Montag auch erneut einen zweiwöchigen Lockdown beantragt.

Der Iran ist von der Corona-Pandemie besonders hart betroffen, auch weil US-Sanktionen die Wirtschaftskrise verschärft und die Einfuhr von Impfstoffen erheblich erschwert haben. Die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Menschen kommt daher auch nur schleppend voran. Bislang sind weniger als vier Prozent der Iraner doppelt geimpft.

Wegen mehrerer Corona-Ausbrüche: China schickt Millionen Menschen in den Lockdown

14.51 Uhr: In China sind Millionen Menschen wegen mehrerer Corona-Ausbrüche im Land wieder im Lockdown, darunter in Metropolen wie Peking und Nanjing. Die Behörden meldeten am Montag 55 neue, lokal übertragene Infektionen – insgesamt sind inzwischen mehr als 20 Städte und rund ein Dutzend Provinzen von den Infektionsherden betroffen sind. Die Gesundheitsbehörden führen den Anstieg der Infektionsfälle auf die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante zurück. Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild Ein medizinischer Mitarbeiter nimmt einen Tupfer für einen Abstrich für einen Corona-Test aus einem Röhrchen.

In der zentral gelegenen Stadt Zhuzhou in der Provinz Hunan ordneten die Behörden am Montag an, dass über 1,2 Millionen Einwohner für drei Tage zu Hause bleiben müssen. In der Zeit sollen alle Menschen getestet und die Impfkampagne vorangetrieben werden. Neue Fälle wurden am Montag auch in der beliebten Urlaubsregion Hainan sowie in der von Überschwemmungen verwüsteten Provinz Henan gemeldet.

In den vergangenen zwei Wochen wurden im ganzen Land mehr als 360 Fälle entdeckt. In Großstädten wie Peking wurden inzwischen Millionen von Einwohnern getestet, Wohngebiete abgeriegelt und Menschen durch eine engmaschige Kontaktnachverfolgung unter Quarantäne gestellt, um die Weiterverbreitung des Virus zu stoppen.

Die neuen Infektionsfälle gehen nach Einschätzung der chinesischen Gesundheitsbehörden auf einen Infektionsherd in der ostchinesischen Metropole Nanjing zurück, wo Einschränkungen für hunderttausende Menschen gelten. Dort waren vor knapp zwei Wochen neun Reinigungskräfte am internationalen Flughafen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die chinesische Regierung verfolgt eine sogenannte Null-Covid-Strategie: Treten in einer Stadt oder Provinz kleine Cluster auf, werden die betroffenen Gebiete abgeriegelt und alle Einwohner auf das Virus getestet.

RKI: 847 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt weiter

06.07 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Montagmorgen lag sie bei 17,8 – am Vortag hatte der Wert 17,5 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9 betragen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 847 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.15 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 958 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden ein Todesfall verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.772.109 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.656.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.660.

Montag, 2. August, 05.30 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher kann der Corona-Pandemie trotz des Leids und Unglücks für viele Menschen auch Positives abgewinnen. „Die Pandemie hat gezeigt, dass wir als Gemeinwesen zu außergewöhnlichen Leistungen in der Lage sind. Wir haben der Pandemie Stand gehalten“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

„Anders als in anderen Ländern, die eskalierende und nicht mehr kontrollierte Situationen hatten, haben wir das Gesundheitssystem in Deutschland vor einer Überlastung geschützt.“ Alle hätten weiterhin die medizinische Versorgung erhalten, die sie benötigten.

„Und wir haben natürlich auch die Erfahrung gemacht, dass die Digitalisierung hilft, Probleme zu lösen und schwierigen Anforderungen standzuhalten, dass zum Beispiel Konferenzen und Besprechungen in der Pandemie nicht ausfallen müssen, sondern digital stattfinden können“, sagte der Regierungschef.

Das seien Entwicklungen, die über kurz oder lang auch auf andere Weise stattgefunden hätten. Die Krise habe sie nun aber beschleunigt. „Insofern gibt es bei all dem Schaden und den schlimmen Folgen, die mit der Pandemie verbunden sind, auch positive Aspekte.“

"Querdenker" greifen Berliner Polizei an – Beamte drohen mit Wasserwerfern

15.43 Uhr: In Berlin kommt es nach Polizeiangaben zu verbotenen Versammlungen auf den Straßen und zu Angriffen gegen Einsatzkräfte. "Unsere Absperrungen werden ignoriert, teilweise überrannt und Einsatzkräfte angegriffen", twittert die Polizei. Beamte kündigen demnach mit Lautsprecherwagen den Einsatz eines Wasserwerfers für den Fall an, dass die Teilnehmer "sich nicht selbstständig fortbewegen". In der Hauptstadt waren mehrere für das Wochenende angemeldete Demonstrationen gegen die Corona-Politik verboten worden.

Foto: Fabian Sommer/dpa Neben einer Frau, die einen Eimer über den Kopf gestülpt hat, nimmt die Polizei eine Demonstrantin bei einer unangemeldeten Demonstration an der Siegessäule fest. Mehrere Demonstrationen in Berlin waren am Sonntag verboten, darunter eine Kundgebung der Stuttgarter „Querdenken“-Initiative.  

Tschechen dürfen in Diskotheken wieder auf die Tanzfläche

13.50 Uhr: In Tschechien sind am Sonntag weitere Corona-Lockerungen in Kraft getreten. Wer geimpft, getestet oder von einer Covid-Erkrankung genesen ist, darf in den schon länger wieder geöffneten Diskotheken nun auch wieder auf die Tanzfläche. Bislang war Tanzen wegen des Infektionsrisikos verboten. Schwimmbäder dürfen wieder Badegäste ohne Beschränkung der Personenzahl aufnehmen. An Sport- und Kulturveranstaltungen dürfen wieder bis 7000 Menschen im Freien und 3000 in Innenräumen teilnehmen, wenn alle einen Covid-Pass haben. Markus Scholz/dpa Disko-Kugeln hängen in der Diskothek Joy.

Auch zahlreiche andere Begrenzungen der Besucherzahlen fallen weg oder werden abgemildert. Das gilt etwa für Ausstellungen sowie Kultur- und Sportveranstaltungen. Nicht in allen Fällen ist ein Covid-Zertifikat als Bedingung für die Lockerungen vorgeschrieben. So sind etwa Besichtigungen von Schlössern oder Führungen durch Zoos auch ohne Nachweis erlaubt, wenn die Teilnehmerzahl die 20 nicht überschreitet.

Die Regierung begründet die Lockerungen damit, dass sich die Lage stabilisiert habe. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) fiel die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Tschechien binnen 14 Tagen zum Ende der Woche auf 26,75 – ein ähnlicher Wert wie in Deutschland.

Schäuble attackiert Querdenker-Szene: "Unerträgliches Maß an Überheblichkeit"

12.54 Uhr: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die "Querdenker"-Szene scharf angegriffen. "Wenn weltweit praktisch alle Fachleute sagen, Corona ist gefährlich und Impfen hilft, wer hat dann eigentlich das Recht zu sagen: Ich bin aber klüger? Das ist für mich ein nahezu unerträgliches Maß an Überheblichkeit", sagte Schäuble der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der CDU-Politiker appellierte an die Szene: "Bitte schauen Sie sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse an, lassen Sie sich nicht von billigen Parolen hinter die Fichte führen!“ Schäuble fügte hinzu: "Auch bei den Querdenkern sollte die Betonung auf "Denken" liegen und nicht auf "Quer"." Kay Nietfeld/dpa/Archivbild Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble.

In Berlin hatte die Polizei für dieses Wochenende mehrere Demonstrationen der "Querdenker"-Szene verboten. Eine Reihe anderer Veranstaltungen, die sich ihrem Titel zufolge teils ebenfalls gegen die Politik in der Corona-Pandemie richten, können dagegen stattfinden, darunter ein Autokorso.

Mehr als 1000 Menschen gehen in Berlin trotz Demo-Verbot auf die Straße

12.49 Uhr: Nach dem Verbot mehrerer Demonstrationen auch aus der "Querdenker"-Szene kontrolliert die Berliner Polizei großflächig in der Stadt. Nach Angaben einer Polizeisprecherin versammelten sich mehr als 1000 Menschen im Umfeld des Olympischen Platzes. Teilweise hätten Leute versucht, Absperrungen zu durchbrechen. "Hierbei musste in einzelnen Fällen körperliche Gewalt angewendet werden", sagte die Polizeisprecherin am Sonntagvormittag.

Foto: Fabian Sommer/dpa Trotz Demonstrationsverbot ziehen Tausende in Berlin auf die Straßen.

Die Berliner Polizei hatte für dieses Wochenende mehrere Demonstrationen verboten, weil sie Verstöße gegen die Hygieneauflagen befürchtete. Darunter ist auch eine Kundgebung der Initiative "Querdenken 711" aus Stuttgart, die für den Nachmittag ursprünglich 22.500 Teilnehmer angemeldet hatte.  Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigte das Verbot am späten Samstagabend.

Tom Weller/dpa/Archivbild Bundesminister Horst Seehofer.

Seit Sonntag gilt bei der Einreise nach Deutschland eine Testpflicht. Damit soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zum Ende der Sommerferien verhindert werden. Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen bei der Einreise nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist – mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Eine solche Vorgabe gab es schon für alle Flugpassagiere. Jetzt gilt sie für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn.

Seehofer sprach sich dagegen aus, mit weiteren Maßnahmen den Druck auf Impfverweigerer zu erhöhen: "Wir haben bislang ein gut funktionierendes Prinzip für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete. Daran sollten wir festhalten. Ich halte auch nichts davon, direkten oder indirekten Druck auszuüben, was die Impfung angeht." Er sprach sich aber dafür aus, stärker als bisher für die Impfung zu werben. "Sie ist der einzige Weg, der uns aus der Pandemie herausbringt. Ohne eine ausreichende Impfquote in der Bevölkerung hüpfen wir nur von Welle zu Welle."

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