RKI warnt vor Legionellen in Hotels und Sportanlagen – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

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2020-06-14

Nach Corona-Pause: Legionellen-Risiko in Wasseranlagen

Das Robert Koch-Institut warnt vor einem erhöhtem Risiko für Legionellosen in Hotels, Sporteinrichtungen, Schwimmbädern, Teilen von Altenheimen oder Krankenhäusern, die aufgrund des Coronavirus gesperrt waren und nun wieder öffnen. In den betreffenden Trinkwasseranlagen könne es bei unsachgemäßer Wartung zu einem erhöhten Legionellenwachstum durch den Stillstand gekommen sein.

Viele Menschen haben sich schon darauf gefreut: Nach der Corona-Zwangspause öffnen die Hotels und Sportstätten wieder. Bei der Nutzung der Sanitäranlagen ist nun aber besondere Vorsicht geboten.

Gute Ausbreitungsvoraussetzungen durch Zwangspause

Das Robert Koch-Institut (RKI) warnt im „Epidemiologischen Bulletin 24/2020“ nach der wochenlangen Schließung von Hotels, Sportanlagen und Schwimmbädern vor einem möglichen Legionellen-Risiko. Bei unsachgemäßer oder fehlender Wartung könne es nach der Corona-Pause zu einem erhöhten Wachstum dieser Bakterien in Trinkwasseranlagen gekommen sein, schreibt das RKI.

Welche Risiken gehen von Legionellen aus?

Legionellen können bei Menschen Krankheiten auslösen – von grippeartigen Beschwerden bis hin zu schweren Lungenentzündungen. Die Erreger werden häufig durch zerstäubtes Wasser übertragen, etwa in Duschen, Whirlpools, durch Luftbefeuchter oder über Wasserhähne. Betreiber sollten vor einer Wiedereröffnung ihrer Trinkwasseranlagen deshalb einen einwandfreien Betrieb sicherstellen, rät das RKI.

Auch Ärzte sollten darauf achten, dass bei Atemwegsproblemen zurzeit eine Legionelleninfektion vorliegen könne. Dafür gibt es Test-Möglichkeiten. Mögliche Symptome, die auf eine Legionellen-Infektion hinweisen, sind beispielsweise:

Wo breiten sich Legionellen aus?

Ideale Wachstumsbedingungen finden Legionellen bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius. Bei Wassertemperaturen über 55 Grad wird das Wachstum der Keime nach RKI-Angaben gehemmt. Bei mehr als 60 Grad komme es zum Absterben der Keime.

Risikogruppen sollten besonders vorsichtig sein

Besonders anfällig für Legionellen sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und mit bestimmten Grunderkrankungen wie zum Beispiel Diabetes sowie Herz- und Lungenleiden. Auch Raucher und ältere Menschen gelten als gefährdet. Männer erkranken zwei- bis dreimal so häufig wie Frauen. Bei etwa fünf bis zehn Prozent der Betroffenen verläuft die Erkrankung tödlich. (vb; Quelle: dpa)

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