Wie kommt Deutschland aus dem Lockdown? Nun konkretisiert Merkel ihre Pläne

Wie kommt Deutschland aus dem Lockdown? Nun konkretisiert Merkel ihre Pläne

2021-02-25

Die Corona-Pandemie hat Deutschland und die ganze Welt weiterhin fest im Griff. Die Mutationen aus Südafrika und Großbritannien breiten sich weiter aus, laut SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach sei eine dritte Welle „nicht mehr aufzuhalten“. Alle wichtigen Corona-News finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Top-News zur Corona-Pandemie vom 24. Februar

  • In Sachsen dürfen die Geschäfte ab 8. März wieder öffnen (22.22 Uhr)
  • In Frankreich steigen Neuinfektionen wieder rasant (21.14 Uhr)
  • Fallzahlen in Deutschland steigen weiter – wieder über 10.000 Neuinfektionen (20.49 Uhr)
  • Merkel konkretisiert Lockerungs-Pläne (17.39 Uhr)
  • Schulen, Friseure, Geschäfte: Hier sehen Sie, welche Regeln nun in Ihrem Bundesland gelten
  • Der Covid-Rechner: Mit diesem Tool berechnen Sie schnell und einfach Ihr Corona-Ansteckungsrisiko 

Corona-News im Überblick:

  • Live-Karte zum Coronavirus und Radar mit Zahlen und Fakten
  • News, Service und Ideen zur Pandemie finden Sie in unserem Überblick

Tourismusbeauftragter erwartet problemlose Auslandsurlaube im Sommer

06.12 Uhr: Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), erwartet, dass die Bundesbürger im Sommer relativ problemlos ins Ausland verreisen können. "Ich hoffe, dass bis Sommer die meisten Deutschen geimpft sind und auch ins Ausland verreisen können", sagte Bareiß der "Bild"-Zeitung (Donnerstagsausgabe). Er sehe keinen Grund, warum beispielsweise nicht auf Mittelmeerinseln gereist werden könne, wenn dort die Corona-Inzidenzwerte unter 35 lägen. 

Der CDU-Politiker bezog sich damit auf die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.00 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums. Bareiß warnte davor, Reisen unnötig schwer zu machen: "Wir können die Menschen ja nicht dauerhaft zu Hause festhalten."

RKI meldet 11.896 Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 61,7

Donnerstag, 25. Februar 2021, 06.09 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 11 869 Corona-Neuinfektionen gemeldet – und damit 1662 mehr als genau vor einer Woche, am 18. Februar. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervor. Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Donnerstagmorgen mit bundesweit 61,7 höher als am Vortag (59,3).

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 385 weitere Todesfälle verzeichnet. Das ist weniger als vor genau einer Woche: Damals hatte das RKI binnen eines Tages 10 207 Neuinfektionen und 534 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von Donnerstag, 03.10 Uhr, wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Die Sieben-Tage-Inzidenz hatte vor vier Wochen, am 28. Januar, noch bei 98 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden – er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2 414 687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 25.02., 03.10 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 226 500 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 69 125.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,98 (Vortag ebenfalls 0,98). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 98 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Die RKI-Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 18.00 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Einkauf mit Termin: In Sachsen dürfen die Geschäfte ab 8. März wieder öffnen

22.22 Uhr: Sachsen will ab dem 8. März wieder die Geschäfte öffnen. Das habe der Ministerpräsident Michael Kretschmer am Mittwoch in einer Videokonferenz mit den Einwohnern seines Wahlkreises Görlitz angekündigt, berichtet die "Sächsische Zeitung". Dem Bericht nach soll der Einzelhandel dann unter dem Prinzip "Click & Meet" wieder öffnen dürfen.

Das bedeute, dass Kunden vorab online einen Termin zum Einkaufen im Einzelhandel vereinbaren müssen und dann in einer festgelegten Zeit dort einkaufen können. Zuletzt galt in Sachsen das Prinzip "Click & Collect", wonach Kunden die Waren vor dem jeweiligen Geschäft abholen konnten. Zuvor hatte bereits Rheinland-Pfalz angekündigt, Geschäfte nach einem ähnlichen Prinzip ab Anfang März wieder öffnen zu wollen.

In Frankreich steigen Neuinfektionen wieder rasant

21.14 Uhr: In Frankreich steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder rasant. Innerhalb von 24 Stunden wurden mehr als 31.000 neue Fälle gemeldet – so viele wie seit November nicht mehr. Vergangenen Mittwoch lag die Zahl noch bei 25.018 Neuinfektionen.

Angesichts eines Aufflammens von Corona-Fällen in Teilen Frankreichs stehen weitere Einschränkungen in dem Land im Raum. Regierungssprecher Gabriel Attal sagte am Mittwoch, die Lage verschlechtere sich und sei in etwa zehn Départements sogar sehr besorgniserregend. In einigen Gebieten drängten sich schnelle und kräftige Maßnahmen auf. Attal verwies etwa auf den Teil-Lockdown, der für die Küstenregion des südlichen Départements Alpes-Maritimes beschlossen worden war.

Um einen solchen Lockdown für das Wochenende bat Gesundheitsminister Olivier Véran am Mittwochabend im stark betroffenen nordfranzösischen Dunkerque (Dünkirchen) den zuständigen Präfekten auch für die Küstenstadt und Umgebung. Die regionale Gesundheitsbehörde hatte in der Stadt zuletzt mehr als 900 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet. Zusätzliche Impfdosen und eine Verschärfung der Maskenpflicht sowie ein Alkoholverbot sollen ebenfalls helfen, die Ausbreitung des Virus in dem Gebiet einzudämmen. Laurent Cipriani/AP/dpa

Aktuelle Corona-Lage: Fallzahlen steigen weiter – wieder über 10.000 Neuinfektionen in Deutschland

20.49 Uhr: Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben am Mittwochabend 10.027 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind etwas mehr im Vergleich zur Vorwoche, als 9085 neue Fälle vermeldet worden waren. Insgesamt gab es damit 2.407.940 bestätigte Fälle in Deutschland.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg 313.496 (+1119), 8000 Todesfälle (+22)
  • Bayern 430.801 (+1393), 12.239 Todesfälle (+68)
  • Berlin 127.936 (+483), 2781 Todesfälle (+15)
  • Brandenburg 75.304 (+266), 2932 Todesfälle (+4)
  • Bremen 17.705 (+121), 331 Todesfälle (+0)
  • Hamburg 50.931 (+246), 1235 Todesfälle (+11)
  • Hessen 185.434 (+681), 5751 Todesfälle (+37)
  • Mecklenburg-Vorpommern 23.937 (+227), 719 Todesfälle (+5)
  • Niedersachsen 160.888 (+1068), 4210 Todesfälle (+37)
  • Nordrhein-Westfalen 524.012 (+1833), 12.800 Todesfälle (+79)
  • Rheinland-Pfalz 101.001 (+377), 3062 Todesfälle (+31)
  • Saarland 28.499 (+144), 870 Todesfälle (+5)
  • Sachsen 192.347 (+846), 7562 Todesfälle (+49)
  • Sachsen-Anhalt 59.635 (+439), 2387 Todesfälle (+53)
  • Schleswig-Holstein 41.717 (+255), 1248 Todesfälle (+2)
  • Thüringen 74.297 (+469), 2779 Todesfälle (+15)

Gesamtstand (24.02.2021, 20.43 Uhr): 2.407.940 (+10.027), 68.906 Todesfälle (+434)

Stand Vortag (23.02.2021, 22.12 Uhr): 2.397.913 (+4818), 68.472 Todesfälle (+413)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. . 2.217.700) (+9900). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei etwa 116.400.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (7-Tage-R-Wert): 0,89 (Vortag: 0,98)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 2955 (Vergleich zum Vortag: -82)

434 weitere Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt damit auf 68.906.

Eine gute Nachricht gibt es allerdings vom Robert-Koch-Institut: Der Sieben-Tage-R-Wert ist wieder weiter unter 1 gefallen und liegt nun bei 0,89. Am Vortag lag er bei 0,98. Das bedeutet, dass jetzt 100 Infizierte 89 weitere Personen anstecken. Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden, sank um 82 auf 2955.

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