Wie sich das Leben verändert hat

Wie sich das Leben verändert hat

2020-09-27

Ist das das neue Kaffeetrinken, in einer der schönsten Städte der Welt? Versuchen wir es mal so, beschlossen die Inhaber des Cafe Du Soleil in Manhattan, und stellten Blasenzelte für ihre Kunden auf, die daran erinnern sollen: Das Wetter ist toll, die Menschen drängt es raus, aber dieser Ort gehört immer noch zu jenen, die von der Pandemie am härtesten getroffen wurden. Abstand halten.

Und auch in Madrid gibt es wieder Kaffee, so wie hier in einer Bar in Vallecas, einem ärmeren Viertel der Stadt, das teilweise abgeriegelt wurde. Angesichts der weiter rasant steigenden Zahl an Corona-Infektionen in der spanischen Hauptstadt hat Regionalpräsidentin Diaz Ayuso vor einem Lockdown der gesamten Region gewarnt.

Die Zeit läuft, als wäre nichts geschehen, dabei funktionieren Tag und Nacht nun anders als zuvor in Spanien – der einzige EU-Mitgliedstaat, der von der Bundesregierung vollständig zum Risikogebiet erklärt wurde.

Nur Schwermut, monatelang, das geht nicht, muss sich Mary Resendez gedacht haben, als sie im mexikanischen Bundesstaat Tijuana mitten in der Coronakrise einen mobilen Schönheitssalon eröffnete. Drinnen, im Bus, gilt: umfangreiches Desinfizieren. Auch die Schuhe. Aber danach: endlich mal wieder über was ganz Banales reden, den eigenen Look.

Entspannung gibt es auch in Hongkong, zwischendurch. Nachdem am 18. September Badehäuser und Vergnügungsparks wieder öffnen durften, kehren Menschen zurück an diese Orte. Mit Mundschutz. Mit Plastikscheibe vorm Gesicht. Aber es ist wieder wer da.

Sich vergnügen ist gerade auch in Hamburg okay, es fühlt sich nur ein bisschen anders an als früher. Das hier ist das Reeperbahn-Festival. Und Feiern geht jetzt so: in aufgesprühten Quadraten stehen, sich nicht näher kommen.

„Testen“, das ist so ein Wort, das man gerade wirklich ständig hört. Weil es überall und immer mehr gemacht wird, um Menschen mit Covid-19 zu identifizieren, so wie hier in Toronto.

Und „warten“, das hört oder liest man auch oft. Hier warten, bitte. Sie werden aufgerufen, warten Sie. An der Markierung stehenbleiben, bitte. Diese Menschen in Frankreich müssen sich in eine Schlange einreihen, um sich testen zu lassen.

Ähnliches Bild, anderer Ort, das gleiche Warten. Hier in Illinois stehen Menschen an, um an der vorzeitigen Stimmabgabe für die US-Präsidentschaftswahl teilzunehmen.

Irgendwie muss es ja wieder losgehen – und deswegen sieht es in der indonesischen Stadt Surabaya nun so aus, wenn in Schulen die Prüfungen anstehen.

An einem Gymnasium im bayerischen Marktoberdorf gelten ähnliche Regeln: Maske tragen, Distanz wahren.

Und das sind ihr Zeugnis empfangende Schülerinnen und Schüler der Zion School in Bogota, Kolumbien.

Testen, bangen, testen, warten… und spielen? In Bogota sollen auch einige Kindergärten wieder geöffnet werden. Die Erzieherinnen tragen dann, wie hier, Schutzanzüge und Mundschutz, auch die Kinder müssen Mund und Nase bedecken. Aber spielen, das geht, irgendwie.

Sie wollen mehr Geld und mehr Anerkennung für das, was sie leisten: junge Assistenzärztinnen und -ärzte in Barcelona während einer Demonstration für bessere Arbeitsbedingungen.

Währenddessen und mit deutlich weniger Abstand geht es bei dieser Demo im südfranzösischen Marseille um die Restaurant- und Barbranche. Besitzer von Lokalen protestieren gegen eine Anordnung der französischen Regierung, wonach alle öffentlichen Gaststätten und Kneipen geschlossen werden sollen, um die zweite Corona-Welle zu bekämpfen.

Derweil untersuchen Forscher in Hannover, ob Hunde mit ihrem Geruchssinn in der Lage sind, coronapositive Menschen zu erkennen. Hier, an der Tierärztlichen Hochschule, schnüffelt Beagle Djaka an einer Probe.

Im Disneyland in Tokio stellt man sich darauf ein, dass der Park wieder geöffnet hat. Zumindest diese Mitarbeiterinnen haben sich schon mal eingefunden, vor dem Restaurant „La taverne de Gaston“. Jetzt fehlen nur noch: Besucherinnen und Besucher, die diesen Ort mit noch mehr Leben füllen.

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