Corona-Krise: Herzkrankheiten behandeln lassen

Corona-Krise: Herzkrankheiten behandeln lassen

2020-05-08

Ärzte warnen Patienten mit bestimmten Herzerkrankungen davor, wichtige anstehende Untersuchungen und Operationen zu verschieben oder Symptome zu ignorieren. Patienten mit Erkrankungen der Herzklappen, Brustschmerzen, koronarer Herzkrankheit und Herzrhythmusstörungen sollten sich trotz der aktuellen Covid-19-Pandemie unbedingt beim Arzt oder in der Klinik vorstellen.

Kliniken und Ärzte tun viel dafür, dass Herzpatienten trotz der Coronavirus-Pandemie kein Risiko eingehen, wenn sie in die Praxis oder in die Klinik kommen. "Wenn Sie in unserer Klinik aufgenommen werden, wird alles für Ihre Sicherheit getan. Unsere Patienten können sich trotz Corona Pandemie […] gut aufgehoben fühlen", sagt Professor Dr. Jan Gummert, Direktor der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie an der Ruhr-Universität Bochum. Beispielsweise gebe es eine allgemeine Maskenpflicht, das Personal sei speziell geschult, und jeder aufgenommene Patient werde auf Covid-19 getestet.

OP nur in Absprache mit dem Arzt verschieben

Besondere Vorsicht sei etwa bei einer Erkrankung der Herzklappen geboten, denn sie kann unbemerkt fortschreiten, wodurch sich das Risiko von Komplikationen drastisch erhöht. Eine Operation sollte deshalb nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Kardiologen verschoben werden.

Auch bei Anzeichen eines Herzinfarktes sollte der Notarzt unverzüglich gerufen werden, denn er ist immer lebensbedrohlich. Zu den Symptomen zählen Brustschmerzen, die in Arm und Rücken ausstrahlen können, Übelkeit oder Luftnot.

Herzrhythmusstörungen können zwar harmlos sein, aber nur ein Kardiologe kann feststellen, ob sie gefährlich sind oder nicht. Deshalb sollte man wiederkehrendes Herzrasen und Schwindel ebenfalls ernst nehmen, denn Vorhofflimmern kann einen Schlaganfall auslösen.

ZOU

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