Warum Ballaststoffe bei Bluthochdruck eine ähnliche Auswirkung wie Arzneien haben

Der schützende Effekt von Propionsäure

Ballaststoffe, die beispielsweise aus Vollkornprodukten und Früchten entstammen, haben einen schützenden Effekt vor den schweren gesundheitlichen Auswirkungen von Bluthochdruck. Diese Auswirkung wurde schon seit längerem beobachtet und Ernährungsgesellschaften raten seit Jahren zur vermehrten Einnahme von Ballaststoffen. Ein deutsches Forschungsteam fand nun heraus, warum die Ballaststoffe diesen positiven Effekt haben. Bei der Verdauung entsteht die kurzkettige Fettsäure Propionsäure, die wie ein Medikament auf den Organismus wirkt.

Forschende des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin und der Charité Universitätsmedizin Berlin haben entschlüsselt, warum Ballaststoffe unseren Körper vor Herzkrankheiten schützen können. Das Abbauprodukt Propionsäure, dass während der Verdauung von Ballaststoffen entsteht, ist für die schützende Funktion verantwortlich. Der Studie zufolge wirkt die Propionsäure direkt auf das Immunsystem ein und beruhigt so entzündliche Prozesse, die Bluthochdruck und andere Herzkrankheiten antreiben. Die Studienergebnisse sind kürzlich in dem Fachjournal „Circulation“ erschienen.

Wie Propionsäure das Herz schützt

Laut Angaben der Forschungsgruppe ist insbesondere die kurzkettige Fettsäure Propionsäure für den schützenden Effekt der Ballaststoffe verantwortlich. Das kleine Molekül wirke direkt auf das Immunsystem ein und beruhige jene Immunzellen, die den Blutdruck in die Höhe treiben und entzündliche Prozesse antreiben. „Erst durch unsere Studie ist klar geworden, dass die Substanz den Umweg über das Immunsystem nimmt und so auf Herz und Gefäße einwirkt“, berichten Dr. Nicola Wilck und Hendrik Bartolomaeus in der Pressemitteilung zu den Studienergebnissen.

Entzündliche Prozesse werden besänftigt

„Insbesondere jene T-Helferzellen, die entzündliche Prozesse befeuern und Bluthochdruck mitverursachen, würden so beruhigt“, schreiben die Experten. Dies wirke sich unmittelbar auf die Leistungsfähigkeit des Herzens aus. Die Fettsäure Propionsäure schütze so vor den Folgen von Bluthochdruck wie Arterienverkalkung (Atherosklerose), Gewebeumbau des Herzens und Herzrhythmusstörungen.

Herzkranke Mäuse leben länger mit Propionsäure

Die positive Wirkung von Propionsäure testete das Team an Mäusen. Durch elektrische Reize konnten bei 70 Prozent der Tiere Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden. Bei Mäusen, die zuvor Propionsäure erhalten hatten, gelangt die künstliche Auslösung der Störung nur bei 20 Prozent der Tiere. Durch Ultraschalluntersuchungen, Gewebeentnahmen und Zellanalysen belegten die Forschenden, dass die Propionsäure blutdruckbedingte Schäden am Herz-Kreislauf-System der Tiere verminderte und sich dadurch ihre Überlebensrate wesentlich steigerte.

Wie ein Medikament

„Propionsäure wirkt gegen ein Spektrum an bluthochdruckbedingten Schädigungen des Herz-Kreislaufsystems“, resümiert Arbeitsgruppenleiter Professor Dominik N. Müller. Das Team kommt zu dem Schluss, dass sich die Säure auch als eigenständiges Medikament zur Therapie von Bluthochdruck eignen könnte. „Interessant könnte das vor allem für die Behandlung von Patienten werden, die zu wenig von dieser Fettsäure haben“, so der Professor.

Propionsäure bald als eigenständiges Medikament verfügbar?

Die Forschungsgruppe sieht in der kurzkettigen Fettsäure eine neue Möglichkeit zur Therapie von Herzkrankheiten. „Vielleicht ist es sinnvoll, Propionsäure oder eine chemische Vorstufe direkt als Medikament zu verabreichen“, berichtet Dr. Wilck. Vorher müsse sich Propionsäure aber noch im Klinikalltag bewähren. Da die Fettsäure bereits für den Verzehr zugelassen ist und sie beispielsweise als Konservierungsmittel genutzt wird, seien die Hürden zur Einführung jedoch gering. „Unter diesen günstigen Voraussetzungen schafft die Propionsäure hoffentlich schnell den Sprung vom Labor zu den Betroffenen“, so das Fazit der Expertin.

Darmbakterien im Fokus der Wissenschaft

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Tödliche Gefahr: Das Geschäft mit den gepanschten Internet-Pillen

Als die Frau ihren Ehemann findet, liegt der schweißgebadet im Bett. Er muss sich übergeben, das Erbrochene ist auffällig gelb. Die Frau ruft einen Krankenwagen. In der Notaufnahme wirkt der übergewichtige Mann zwar noch ansprechbar, aber extrem unruhig. Sein Herz rast, er hyperventiliert. Am nächsten Morgen hört er plötzlich auf zu atmen. Eine Stunde lang kämpfen die Ärzte um sein Leben, doch der 50-Jährige stirbt.

In seinem Körper wird 2,4-Dinitrophenol (DNP) in hoher Konzentration nachgewiesen. Rechtsmediziner finden im Besitz des Verstorbenen Kapseln mit einem knallgelben Pulver, die sich der Tote im Internet bestellt hatte – zum Abnehmen. DNP wurde im ersten Weltkrieg zum Bau von Granaten, später als Insektengift eingesetzt. Heute kursiert es wieder als „Fatburner“ in der Diät-, Fitness- und Bodybuilder-Szene. Es zwingt den Körper, unkontrolliert Wärme zu produzieren, im Extremfall, bis man überhitzt kollabiert. Seit 2015 ermittelt die Polizeiorganisation Interpol nach mehreren Todesfällen in Europa. Einige Onlineshops konnten geschlossen werden.

Weltweit mehr als 30 Todesfälle

Experten warnen vor Risiken durch illegal verkaufte Diätpillen, Muskelaufbaupräparate oder Potenzpillen aus dem Netz. Oft stecken in den Mitteln nicht deklarierte, aber hochwirksame Arzneimittel, giftige Chemikalien oder Pflanzenextrakte. „Bei uns melden sich immer wieder Verbraucher, die Schlankheitsmittel im Internet gekauft haben und dann plötzlich unter Schwindelanfällen, Schlafstörungen oder Herzrasen leiden“, sagt Angela Clausen, die bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen das Fachgebiet Lebensmittel im Gesundheitsmarkt leitet. Denn unter der Flagge „Lebensmittel“ segeln auch die teils hochgefährlichen Kapseln oder Pulver: Sie werden als Nahrungsergänzungsmittel oder „Supplemente“ verkauft.

Bei Verbrauchern ist alles, was die Ernährung aufwerten soll, äußerst beliebt: 1,44 Milliarden Euro gaben die Deutschen dafür zwischen April 2017 und März 2018 aus, ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, berichtete kürzlich das Marktforschungsunternehmen Insight Health.

Angela Clausen ist Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale NRW

Viele Kunden suchen allerdings mehr als nur Vitamin C oder Magnesium aus der Drogerie. Sie fahnden im Netz nach frei verkäuflichen Diätpillen, Bodybuilding-Pulvern oder Potenzmitteln – und werden fündig, oft auf professionell gestalteten deutschsprachigen Websites. Vertrieben werden die Mittel aber nicht nur online, sondern auch an der Haustür oder bei Verkaufspartys im Bekanntenkreis, gern als Geheimtipp „unter Freunden“ – und in vielen Fällen illegal.

Denn viele Namen mit Zusätzen wie „Herbal“, „Natural“, „Ginseng“ oder „Himalaya“ klingen zwar nach sanften Kräuterextrakten oder ostasiatischer Wellness. Stattdessen sind die Mittel aber heimlich mit harten Chemikalien gepanscht. „Wir haben vor einigen Jahren für eine große Studie 70 angeblich ’natürliche‘ Nahrungsergänzungsmittel im Internet eingekauft. 13 von 21 Schlankheitsmitteln, 8 von 13 potenz- bzw. libidosteigernden Mitteln und 20 Prozent der Sportlerprodukte enthielten nicht zugelassene Arzneimittel oder Aufputschmittel wie Ephedrin, Amphetamin oder Methylhexanamin, die sogar teils dopingrelevant sind“, so Clausen. Erst vor ein paar Wochen warnte das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz vor Abnehmkapseln mit dem unschuldigen Namen „Minimal“. Sie enthielten den verbotenen Appetitzügler Sibutramin, der 2010 vom Markt genommen worden war, nachdem in Studien auffällig viele Herzinfarkte aufgetreten waren. Mehr als 30 Todesfälle weltweit sollen damit zusammenhängen.

Das knallgelbe Abnehmmittel DNP (2,4-Dinitrophenol) führte bereits zu Todesfällen, auch in Deutschland

Andere als Nahrungsergänzung deklarierte Diätpillen enthalten den illegalen Hungerdämpfer Rimonabant, der in Studien das Risiko für Depressionen erhöhte, oder Phenolphtalein, ein krebsverdächtiges Abführmittel. Außerdem findet sich immer wieder Sildenafil, besser bekannt als Viagra, das wegen seines Risikos für Herz-Kreislauf-Nebenwirkungen nur vom Arzt verschrieben werden dürfte.

Nahrungsergänzungsmittel brauchen keinen Wirkungsnachweis

Auch in den USA sind in den vergangenen Jahren Hunderte Nahrungsergänzungsmittel mit verbotenem Arzneizusatz aufgefallen. Zudem stieg die Zahl der im National Poison Data System (NPDS) erfassten Fälle unerwünschter Wirkungen durch Nahrungsergänzungsmittel in den Jahren 2005 bis 2012 um fast 50 Prozent. Im EU-Schnellwarnsystem RASFF sind Hinweise auf Gefahren durch riskante Kapseln oder Pülverchen inzwischen an der Tagesordnung. Mehr als 2000 auffällige Supplemente wurden in den vergangenen Jahren entdeckt.

„Das Segment ist für Kriminelle so attraktiv, weil es wenig geregelt und gerade im Internethandel unkontrolliert ist“, kritisiert Verbraucherschützerin Clausen. Wer ein Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt bringen will, muss – anders als bei einem Arzneimittel – weder seine Sicherheit noch die Wirksamkeit nachweisen, sondern sein Präparat nur beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit melden und eine Musterpackung mitschicken. Sie wird in aller Regel nicht analysiert, sondern archiviert. Ansonsten liegt die Verantwortung für die Sicherheit beim Hersteller oder Verkäufer. Die Behörden der Länder kontrollieren nur stichprobenartig die bereits auf dem Markt befindlichen Produkte.

„Minimal“ aus dem Internet enthält Sibutramin, das offiziell bereits 2010 vom Markt genommen wurde

Selbst bei Verdacht auf Gesundheitsgefahren kommt man an die Hersteller und Zwischenhändler oft nicht heran, wenn sie etwa in China, Russland oder der Ukraine sitzen. Selbst die Adressen „deutscher“ Onlineshops führen oft nur zu den Brieffächern trostloser Hochhäuser in Berlin oder Basel.

„Wir fordern schon lange, dass Nahrungsergänzungsmittel ähnlich wie Medikamente zugelassen werden sollten“, so Verbraucherschützerin Clausen. Es handele sich eben nicht um Lebensmittel, sondern selbst bei legal verkauften Präparaten oft um isolierte Stoffe in hoher Dosierung.

Im Zweifel: Notarzt rufen

Wer bei einem gekauften Präparat Bedenken hat, findet aktuelle Warnhinweise unter www.klartext-nahrungsergänzung.de sowie eine umfangreiche Liste unter dem Stichwort „Gepanschtes“ auf der Website der Verbraucherzeitschrift „Gute Pillen – Schlechte Pillen“ (www.gutepillenschlechtepillen.de).

Ärzte und Fachgesellschaften halten Nahrungsergänzungsmittel für Gesunde ohnehin meist für überflüssig. „Wenn man sie aber kaufen möchte, sollte man das besser nur im stationären Handel tun, also in Supermärkten, Drogerien oder Apotheken. Nicht im Internet, nicht auf Verkaufspartys und auch nicht unter der Hand von Freunden“, rät Angela Clausen. Wer dennoch Nebenwirkungen an sich feststellt, sollte sich direkt an die Lebensmittelüberwachung in der eigenen Stadt oder im Landkreis wenden, an einen Apotheker oder an eine Verbraucherzentrale. Und im Zweifel einen Notarzt rufen.


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Achtung Rückruf: Schimmelpilze in diesem Reis!

Drogeriekette dm ruft Reis wegen Schimmel-Gefahr zurück

Die Drogeriemarktkette dm hat einen Rückruf für einen Bio-Reis gestartet. Laut dem Unternehmen könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich darin Schimmelpilze befinden, die die Gesundheit beeinträchtigen können.

Erhöhte Aflatoxin-Gehalte

Die Drogeriekette dm ruft den Artikel „dmBio Langkorn Reis Natur“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) 26.10.2019 und 23.11.2019 zurück. „Grund für den Rückruf: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in Produkten mit oben genannten MHD erhöhte Aflatoxin-Gehalte vorliegen“, schreibt das Unternehmen dm-drogerie markt in einer Verbraucherinformation. „Diese Stoffe können die Gesundheit beeinträchtigen, wenn sie über einen längeren Zeitraum aufgenommen werden“, heißt es dort weiter.

Produkt nicht konsumieren

Kunden werden gebeten, das Produkt mit den genannten MHD nicht zu konsumieren und ungeöffnet oder bereits angebrochen in die dm-Märkte zurückzubringen.

Das MHD ist leicht auf der Seite der Verpackung zu erkennen.

Der Kaufpreis wird erstattet.

Krebserzeugende Stoffe

„Aflatoxine sind Stoffwechselprodukte, die von verschiedenen Schimmelpilzen gebildet werden. Schimmel kann sich beispielsweise durch unzureichende Trocknung oder falsche Lagerung bilden“, heißt es in der Verbraucherinformation.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gehören Aflatoxine „zu den stärksten in der Natur vorkommenden Giften und krebserzeugenden Stoffen“.

Den Experten zufolge haben Aflatoxine in Tierversuchen krebserregende Wirkungen (vor allem Leberkrebs) gezeigt.

Und beim Menschen werde „beim Auftreten von Leberkarzinomen ein möglicher Zusammenhang mit dem Hepatitis-Virus B diskutiert“.

Wie das Institut auf seiner Webseite berichtet, sind die Schimmelpilzgifte „hitzestabil und werden beim Kochen oder Backen nur zu einem geringen Teil zerstört. Sie können mit der Nahrung oder mit belasteter Luft aufgenommen werden.“ (ad)

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Dürfen Psychotherapeuten bald nur noch ausgewählte Patienten behandeln?

Eine neue Vorinstanz soll die Therapie-Bedürftigkeit klären

Wer schon mal eine Psychotherapie machen wollte, hat schnell erkannt: Einen Platz bei einem Therapeuten zu bekommen, ist alles andere als einfach. Die Wartelisten sind lang und die Plätze begrenzt. Neue Plätze können aber oft nicht geschaffen werden, da auch die Anzahl der Zulassungen für Psychotherapeuten eingeschränkt ist. Gesundheitsminister Jens Spahn will an dieser Situation etwas ändern – jedoch nicht so, wie viele sich das vorgestellt haben. Statt mehr Plätze zu schaffen, möchte er durch eine Vorinstanz die Zahl der Therapiesuchenden senken.

Gesundheitsminister Spahn stellte am 26. September einen Gesetzentwurf vor, der eine bessere Versorgung für psychisch Kranke gewährleisten soll. Das sogenannte Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) soll eine gestufte Steuerung von hilfesuchenden psychisch kranken Menschen einführen. In einer medizinischen Voruntersuchung soll dann ein dafür qualifizierter Arzt entscheiden, ob der Patient tatsächlich eine Psychotherapie benötigt. Für psychisch Kranke stellt dies jedoch eine weitere Hürde auf den Weg zur Therapie dar, kritisieren die Gegner des Entwurfs.

Die Guten kommen ins Töpfen… und die Schlechten?

Der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten, die Deutsche Psychotherapeuten-Vereinigung und die Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten reagierten mit heftiger Kritik und probieren derzeit eine Petition gegen das TSVG zu erwirken. „Eine derartige Selektion, bevor eine Behandlung in Anspruch genommen werden kann, hebelt den freien Zugang zum ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten aus“, betonen die Vereinigungen in dem Petitionstext.

Ein neuer Hürdenlauf für psychisch Kranke?

Dieses Gesetzesvorhaben diskriminiere eine ganze Gruppe von Patienten, so der Zusammenschluss. Psychisch Kranke hätten ohnehin schon mit hohen seelischen und schambesetzten Belastungen zu kämpfen. Diese müssten nach dem neuen Gesetz noch zusätzlich mit einem weiteren, nicht selbstgewählten Arzt besprochen werden. „Psychisch Kranken wird ein Hürdenlauf zugemutet, der sie unnötig belastet und gegenüber anderen Patientengruppen benachteiligt“, schreiben die Autoren der Petition.

Fachärzte fühlen sich diskriminiert

Wie aus der Petition hervorgeht, fühlen sich auch die Psychiater und Psychotherapeuten übergegangen. Denn durch den Gesetzentwurf wird ihnen indirekt unterstellt, dass sie nicht in der Lage sind, solche Einschätzungen selbst vorzunehmen. „Psychotherapeutisch tätige Ärzte und psychologische Psychotherapeuten verfügen aufgrund ihrer Fachkunde und Zulassung über alle Qualifikationen zur Diagnostik, Indikationsstellung und Behandlungsplanung“, schreiben die Petitionsautoren.

Versorgungsstudien belegen die Therapieerfolge

Die Vereinigungen berufen sich auf mehrere unabhängige Versorgungsstudien, die belegen, dass Psychotherapien in Deutschland gute Erfolg mit hoher Zufriedenheit der Patienten erzielen. „Die beabsichtigte Neuregelung kann nur als der ungerechtfertigte Versuch einer Rationierung von Behandlungsleistungen aufgefasst werden“, so das Fazit der Vereinigung.

Gesundheitsminister verteidigt seine Pläne

Am Mittwoch, den 12. Dezember verteidigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn seine Pläne zur Neuregelung der Psychotherapie gegenüber dem öffentlich rechtlichen Sender ARD. „Heute ist es immer noch so, trotz aller Maßnahmen der letzten Jahre, dass Kranke etwa mit einer Depression, die dringend eine Behandlung brauchen, diese zu oft nicht bekommen und lange warten“, sagte Spahn dem Sender. Aus diesem Grund wolle er durch das Gesetzt steuern und koordinieren, damit wirklich Kranke eine Behandlung bekämen. Ein zwischengeschaltetes Gutachten zur Dringlichkeits-Beurteilung halte er für ein geeignetes Instrument.

Spahn: Mehr Therapeuten können das Problem nicht lösen

Nach Ansicht des Gesundheitsministers kann der Einsatz von mehr Psychotherapeuten das Problem nicht lösen. Wie sein Team über die Termin-Servicestelle festgestellt habe, seien die längsten Wartezeiten für eine Therapie in den Gebieten zu verzeichnen, wo es die meisten Psychotherapeuten gebe. „Das zeigt doch, dass da irgendwas in der Steuerung nicht so funktioniert, wie es soll“, so Spahn. Er betonte, dass er selber einen Fall von psychischer Erkrankung in der Familie erlebt habe und dass ihm die schnelle und gute Versorgung von psychisch Kranken besonders wichtig sei. (vb)

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Wer Rotfleisch weglässt senkt sein Risiko auf schwere Herzerkrankungen bereits nach drei bis vier Wochen

Warum sich rotes Fleisch negativ auf die Herzgesundheit auswirkt

Darmbakterien produzieren bei der Verdauung von rotem Fleisch Stoffe, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkts und Schlaganfall fördern. Wer bei seiner Ernährung auf rotes Fleisch verzichtet, kann diese schädlichen Stoffe innerhalb von drei bis vier Wochen stark senken und somit auch das Risiko für Herzkrankheiten. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung der Cleveland Clinic, eines der besten Krankenhäuser Amerikas.

Eine Forschungsgruppe des Lerner Research Institute der Cleveland Clinic untersuchte kürzlich, welche Auswirkungen der Konsum von rotem Fleisch auf die Verdauung und die Gesundheit des Menschen hat. Dabei stellte das Team fest, dass Darmbakterien während der Verdauung von rotem Fleisch vermehrt die Verbindung Trimethylaminoxid (TMAO) produzieren. Hohe TMAO-Werte im Organismus gehen laut den Forschenden mit einem erhöhten Risiko für einen Herzinfarkt und Schlaganfall einher. Die Studienergebnisse sind kürzlich im „European Heart Journal“ erschienen.

Rotes Fleisch beeinflusst unsere Verdauungsprozesse

Die Erkenntnis, dass rotes Fleisch nicht gesund ist, ist zwar nicht neu, dennoch bieten die Forschenden der Cleveland Clinic einen neuen und detaillierten Einblick über die Prozesse der Verdauung und den Zusammenhang zwischen rotem Fleischkonsum und der Herzgesundheit. Bislang wurden in erster Linie die Fette und das Cholesterin für die schädlichen Auswirkungen verantwortlich gemacht. Das Forschungsteam um Dr. Stanley Hazen zeigt nun eine weitere schädliche Komponente, die während des Verdauungsprozesses von rotem Fleisch entsteht.

Was haben Darmbakterien mit der Herzgesundheit zu tun?

Wie die Forschenden berichten, produzieren die Darmbakterien eine schädliche Verbindung namens Trimethylaminoxid (TMAO), wenn sie die Stoffe Cholin, Lecithin und Carnitin verdauen. Diese Verbindungen kommen vorwiegend im roten Fleisch und in der Leber vor, aber auch in anderen tierischen Produkten. Die Ärzte der Cleveland Clinic erläutern, dass ein hoher TMAO-Wert ein Warnzeichen für drohende Herzkrankheiten und für ein erhöhtes Sterberisiko ist.

Je mehr rotes Fleisch, desto höher der TMAO-Wert

Die Forschungen zeigten auch, dass der TMAO-Wert umso höher ansteigt, je mehr rotes Fleisch gegessen wird. Wer 25 Prozent seiner täglichen Kalorien aus rotem Fleisch beziehe, habe die zwei- bis dreifache Menge an TMAO im Körper wie Personen, die sich vegetarisch oder mit weißem Fleisch ernähren.

Doppelter negativer Effekt

Für die Studie erklärten sich Teilnehmende bereit, über einen Zeitraum 25 Prozent ihrer täglichen Kalorien durch rotes Fleisch zu beziehen. Sie wurden währenddessen gesundheitlich überwacht. Neben den erhöhten TMAO-Werten zeigte sich auch, dass die Nieren die schädlichen Verbindungen nicht mehr effektiv entfernen konnten, wenn die TMAO-Konzentration zu hoch war. Somit sorgte der rote Fleischkonsum nicht nur dafür, dass mehr TMAO-Verbindungen im Körper sind – sie verblieben auch länger im Organismus.

Die gute Nachricht

Die Forschungsgruppe hat jedoch auch eine gute Nachricht für Fleischesser: Nachdem die Teilnehmenden die Ernährung mit rotem Fleisch beendet hatten, sanken die TMAO-Werte innerhalb von drei bis vier Wochen wieder auf ein Normalniveau. „Dies bedeutet, dass wir das Risiko für Herzerkrankungen ändern können, indem wir unsere Ernährung umstellen“, betont Dr. Hazen in der Pressemitteilung zu den Studienergebnissen.

Weißes Fleisch zeigte weniger schädliche Auswirkungen

Der Studie zufolge zeigten die Teilnehmenden, die ihr Protein aus weißem Fleisch oder aus pflanzlichen Quellen bezogen, wesentlich geringere TMAO-Werte und eine bessere Nierenfunktion. Die Forschenden empfehlen, zugunsten der Herzgesundheit auf rotes Fleisch weitestgehend zu verzichten. „Wir wissen, dass Lebensstilfaktoren für die Gesundheit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen von entscheidender Bedeutung sind“, resümiert Hazen. Die Studie liefere einen weiteren Beweis, wie diätische Maßnahmen als effektive Behandlungsstrategie eingesetzt werden können. (vb)

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Interaktiver Stuhl verhindert starres Sitzen

Deutsche Forscher haben einen Bürostuhl entwickelt, der über Sensoren die Sitzposition erkennt und zum dynamischen Sitzen auffordert: Bei zu langer Inaktivität motiviert er dazu, die Sitzposition zu ändern.

Langes Sitzen ist heutzutage weit verbreitet, aber ungesund: Verspannungen und Degenerationen der Bandscheiben sind häufige Folgen, und auch Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden begünstigt. Deshalb haben Wissenschaftler unter der Leitung von Dr. Ulf Müller im Labor für Fertigungssysteme der Technischen Hochschule in Köln in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal und der Deutschen Sporthochschule einen interaktiven Stuhl entwickelt.

Beim sogenannten SensA-Chair wird die körperliche Beanspruchung gemindert, indem sich Sitzfläche und Rückenlehne individuell an den Nutzer anpassen. Über Sensoren nimmt der Stuhl bis zu 14 typische Sitzpositionen wahr. Diese sind sechs Gruppen zugeordnet, aus denen die Belastung für den Körper errechnet werden kann.

Aber das ist nicht alles: Je nach errechneter Belastung gibt der Stuhl nach vier bis acht Minuten das Signal, die Sitzposition zu ändern: Ein kleiner Druck im Sitzpolster soll dazu anregen, sich ein bisschen zu bewegen. Wenn der Nutzer darauf nicht reagiert, wird die Intensität gesteigert. Müller erläutert: "Auch die stärkste Stufe der Druckkraft fällt immer noch so gering aus, dass sie nicht bewusst wahrgenommen wird, den Menschen aber trotzdem dazu bringt, sich zu bewegen. Das ist wichtig, damit der Betroffene nicht aus den Gedanken gerissen wird und sich manipuliert fühlt." Die Industriepartner werden nun einen Prototypen des intelligenten Stuhls bauen. Das Forschungsprojekt SensA-Chair wurde von 2016 bis 2018 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

ZOU

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Universität von Miami medical team berichtet akuten Erkenntnisse aus Havanna Botschaft Phänomen

Ein team der University of Miami Miller School of Medicine Fakultät, zusammen mit Kollegen von der Universität Pittsburgh, stellte heute den ersten Bericht der akuten Symptome und der klinischen Befunde in 25-Diplomaten Leben in der US-Botschaft in Havanna, Kuba, erlebt schwere neurosensory Symptome nach der Exposition zu einem einzigartigen Klang-und Druck-Phänomen.

„Objektive Tests zeigte Anzeichen für eine Gleichgewichtsstörung, die sich auf das innere Ohr und eine einzigartige Muster von kognitiven und verhaltensbezogenen Störungen,“ sagte Michael E. Hoffer, M. D., professor der HNO-und neurologischen Chirurgie. „Diese cluster von Hör-und neurologischen Symptomen, sowie die damit verbundenen psychologischen Fragen, gleicht nicht mehr der klassischen Schädel-Hirn-Verletzungen (TBI) basierend auf unser team langjährige Erfahrung in diesem Bereich.“

Dr. Hoffer war lead-Autor der Studie, „Akute Ergebnisse in eine Erworbene Neurosensory Dysfunktion“, die heute veröffentlicht in der peer-reviewed Fachzeitschrift Laryngoscope Investigative Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Der Miller School Studie umfasste eine überprüfung von 25 Menschen an der US-Botschaft, berichtet eine lokalisierte Empfindung von Lärm/Druck und 10 Personen wurden Mitbewohner des betroffenen und nicht die Erfahrung das Phänomen.

„Dies ist der erste und einzige Bericht, der von der akuten Präsentation (gesehen kurz nach der Belichtung) in diese einzigartige Gruppe von Patienten,“ sagte Dr. Hoffer. „Unsere Ergebnisse sind nicht voreingenommen oder beeinflusst durch die Effekte der Zeit, variable Beträge, die der rehabilitation, die Arbeitnehmer Entschädigung betrifft, oder die Aufmerksamkeit der Medien. Es ist ein wichtiger Beitrag zu diesem Gebiet, und diese Daten bieten weitere Erkenntnisse über die Bestimmung, was passiert ist.“

Carey D., Balaban, Ph. D., professor des Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Universität von Pittsburgh School of Medicine, co-Autor der Studie, zusammen mit den Miller-Schule Hillary Snapp, Au.D, Ph. D., associate professor für HNO-Heilkunde und Leiter der Audiologie; Bonnie E. Levin, Ph. D., professor von Neurologie und Direktor der Abteilung der Neuropsychologie; und James Buskirk, PT, SCS, Doktorand.

„Das Verständnis der akuten Symptome ist wichtig, um besser zu definieren, die klinische Präsentation, die wir hoffen, führen zu genaueren Diagnose in Zukunft Fällen“, sagte Dr. Levin. „Außerdem ist eine sorgfältige Dokumentation der ursprünglichen Verletzung-Muster ist erforderlich, um die Entwicklung wirksamer Präventions-und Behandlungsstrategien. Wir glauben, dass unsere Erkenntnisse ans Licht bringen, die Komplexität der akuten klinischen Bild, das am besten von einem team von Forschern.“

Die kollaborative Studie zeigt die macht der ein großes interdisziplinäres team, das die Bereiche Spezialitäten und Hochschulen“, sagte Dr. Balaban, wer studiert hat, die schaltkreise des Gehirns im Zusammenhang mit Gleichgewicht Störungen, Angst-und Migräne-Patienten an der Universität von Pittsburgh. „Einen ganzheitlichen, integrativen Ansatz ist entscheidend für das Verständnis der wissenschaftlichen Grundlage dieser komplexen Störung.“

„Das ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Schulmedizin vereint know-how und die Zusammenarbeit in der name of discovery and science“, sagte Henri R. Ford, M. D., MHA, dean und chief academic officer der Miller School of Medicine.

Das auftreten der Symptome

Ab Ende 2016-und Weiterbildung in 2017, eine Reihe von US-Diplomaten und Familienangehörige stationiert in Havanna, Kuba begann zu berichten Beschwerden der plötzlich einsetzenden Schwindel, Ohrenschmerzen und tinnitus. Die meisten der betroffenen Personen berichtet hören unerklärliche Geräusche, bevor die Symptome begannen. Sie stellten fest, der sound war laut, lokalisiert, die bei einer hohen Frequenz und konnte Ihnen Folgen im gesamten Raum. Mehrere Personen berichtet, dass, wenn Sie gingen vor die Haustür, das Geräusch sofort gestoppt. Andere berichteten, ein Gefühl von Druck übergeben durch Ihren Kopf und Bauch, die in bestimmten teilen des Raumes, könnte entlastet werden, indem Sie verschieben ein paar Meter entfernt.

Im Februar 2017, Dr. Hoffer, ein ehemaliger Offizier mit der Sicherheitsüberprüfung, wurde kontaktiert, die von der US-State Department über eine Person, die berichtet, Sie hören ein seltsames Geräusch, gefolgt von intensiven Ohrenschmerzen und tinnitus. Am nächsten morgen, der einzelne war schwindelig und hatte eine leichte kognitive Probleme, wie die Bearbeitung von E-Mails langsam und Vergesslichkeit.

Die Auswertung der Fälle

Im Laufe der nächsten Monate, der Miller School-team durchgeführten Auswertungen aller Personen, die vermutete, dass Sie betroffen waren, zwischen 4 und 60 Tage nach der Exposition, sowie einer größeren Gruppe von 105 Botschaft Arbeiter, die verweigert jede „Belichtung“, um Rauschen oder ein Druckgefühl.

Die Auswertungen wurden sorgfältig koordiniert und durchgeführt von multidisziplinären medizinischen teams von Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und der Neurologie. „Unser breit Gültigkeitsbereich team von 15 Audiologie und neurotology Spezialisten stützt sich auf unsere erweiterte vestibuläre Prüfung Technologie für die Diagnose und Behandlung und-management, Dank des Miller-Schule die langjährige Investition in unsere klinischen Programm,“, sagte Dr. Snapp.

Alle 25 Personen mit Symptomen bemerkte die Unsicherheit und Merkmale der kognitiven Beeinträchtigung, so die Studie. Schwindel (92 Prozent) und der kognitiven Beschwerden (56 Prozent) waren die häufigsten Symptome. Die formale Prüfung ergab, dass 100 Prozent der Personen hatten eine otolithic (balance) – Anomalie und der Nachweis der kognitiven Dysfunktion, dokumentiert durch eine Batterie von standardisierten Maßnahmen.

Nach den Bewertungen, eine Anzahl von Patienten, die behandelt wurden, für die balance, kognitive und emotionale Störungen. „Wir prüften Möglichkeiten für therapeutische Interventionen, um Ihre körperliche, geistige und emotionale Probleme,“ sagte Dr. Levin.

Unter Berücksichtigung der Ursache

Antidepressiva bei Herzschwäche oft nicht geeignet

Luftnot, Schwäche, Müdigkeit und Wassereinlagerungen in den Beinen: Herzschwäche schränkt die Lebensqualität oft stark ein. Häufig leiden Betroffene auch unter psychischen Problemen wie Depressionen oder Angst. Klassische Antidepressiva sind bei Patienten mit Herzschwäche jedoch häufig nicht geeignet oder weniger wirksam.

"Mindestens ein Viertel der Patienten mit Herzschwäche hat depressive oder ängstliche Symptome", sagt Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Meinertz vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Je schwerer die Herzschwäche ist, desto höher sei das Risiko für psychische Probleme. Medikamente zur Behandlung von Depressionen kommen für Herzpatienten jedoch oft nicht infrage: Trizyklische Antidepressiva seien wegen vegetativer Nebenwirkungen und der Gefahr von Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkten nicht geeignet. Sogenannte Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) seien zwar besser verträglich, könnten aber ungünstige Wechselwirkungen mit manchen Herzmedikamenten haben. Neuere Studien, die SSRI mit einem Scheinmedikament verglichen, zeigten zudem, dass diese Medikamente bei vielen Patienten mit Herzschwäche die depressiven Symptome nicht milderten.

Dennoch gibt es auch für Herzpatienten gute Möglichkeiten, eine Depression zu behandeln: "Psychotherapie, vor allem kognitive Verhaltenstherapie in Kombination mit regelmäßiger körperlicher Aktivität, kann oft sowohl die Stimmung als auch die Lebensqualität von Herzpatienten verbessern", erläutert die Kardiologin Prof. Dr. med. Christiane E. Angermann vom Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI). Durch die Verhaltenstherapie lassen sich im Gespräch mit dem Therapeuten negative Denkmuster und Einstellungen abbauen. Körperliches Training verbessert die Durchblutung im Gehirn und der Muskulatur und stärkt dadurch die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit von Herzpatienten. "All das wirkt sich auch günstig auf die Depression und deren Symptome aus", so Angermann.

Wer bei sich oder einem Angehörigen depressive Symptome wie gedrückte Stimmung, Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit oder Freudlosigkeit feststellt, sollte früh einen Arzt zurate ziehen. Je schneller eine Depression erkannt und behandelt wird, desto höher ist die Chance, wieder gesünder und leistungsfähiger zu werden.

NK

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Neue Einblicke in stem cell behaviour highlights therapeutisches Ziel für die Krebsbehandlung

Forschung geführt durch die Universität von Plymouth und die Technische Universität Dresden hat festgestellt, ein neues therapeutisches Ziel für die Behandlung von Krebs-und Geweberegeneration – ein protein, das als Prominin-1.

Dr. Bing Hu von Plymouth Institute of Translational und Stratifizierte Medizin (ITSMed), zusammen mit Dr. Denis Corbeil von der technischen Universität Dresden und ein internationales team hat gezeigt, wie Prominin-1 (auch bekannt als CD133) spielt eine bedeutende Rolle bei der Gewährleistung der Stammzellen reagieren auf extrazelluläre Signale.

Stammzellen haben die einzigartige Fähigkeit zur Entwicklung in spezialisierte Zelltypen im Körper, so dass, wenn Sie nicht reagieren auf Signale, die Sie eventuell nicht aktiviert werden, so dass eine Fläche nicht verheilten oder beschädigt. In der regeneration, die korrekte Aktivierung von Stammzellen ist entscheidend für beschädigtes Gewebe ersetzt werden durch neue Zellen.

Und im Fall von Krebs, einige Krebszellen Verhalten sich wie Stammzellen, effektiv die Reproduktion und die Erhaltung der Krebs.

Nun hat die Studie gezeigt, dass bei fehlen oder mutation von Prominin-1, Stamm-Zell-Aktivierung beeinträchtigt ist – das wirkt sich auf die regeneration von Gewebe und harte Gewebe Bildung.

Die Studie mit dem Titel „Prominin-1 steuert Stammzell-Aktivität durch die Orchestrierung von ciliary dynamics“ veröffentlicht wurde in die EMBO Journal, finanziert von der europäischen Union Marie-Curie-Maßnahmen und die Biotechnologie und Biologische Wissenschaften Research Council (BBSRC).

Dem Forscherteam gehörten Wissenschaftler von der Universität Peking; Capital Medical University; Universität von Oxford; King ‚ s College London; Universität Genf, Keck Graduate Institute, University of California, San Francisco (UCSF); Universität von Iowa; Max-Planck-Institut und Vlaams Instituut voor Biotechnologie (VIB).

Dr. Hu, der seinen Sitz in Peninsula Dental School an der University of Plymouth, sagte: „Stammzellen sind deshalb so wichtig, weil Sie in die Zukunft, Sie können verwendet werden, die von Laboratorien zu ersetzen, die Zellen und Gewebe, die beschädigt wurden oder verloren wegen der Krankheit – so ist es wichtig, zu verstehen, wie Sie funktionieren.

„Die meisten Stammzellen, die Prozess ein einzigartiges Haar-ähnliche Struktur namens cilium (Zilien im plural), die Sinn-Umgebung ändert, wie das Vorhandensein von signalmolekülen, dann erzeugen Signale, die transduce durch Moleküle auf der cilium Membran in die Zellen. Daher werden die Stammzellen “ – Funktion ist stark abhängig von der richtigen Zusammensetzung und Dynamik der Zilien.

„Mit einem Maus-schneidezahn zahn so ein Modell, wir fanden, dass Prominin-1, einem etablierten Stammzell-marker, aber deren Funktionen sind bisher nicht gut charakterisiert, bevor die Studie, hat eine wichtige Rolle in der Rekrutierung von verschiedenen Molekülen in Stammzell-cilium und funktionieren in stem cell fate determination.

„Bei fehlen oder mutation von Prominin-1, Stamm-Zell-Aktivierung verhindert somit Auswirkungen auf die regeneration von Gewebe und harte Gewebe Bildung. Der Befund hat erhebliche Auswirkungen auf die Stammzell-Biologie und Krebs Biologie, die erklärt, Prominin-1 als therapeutisches Ziel für die Behandlung von Krebs, sowie in die regeneration von Gewebe, wie regenerierend einen neuen zahn.“

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Sie sammeln zunehmend mehr Gesundheitsdaten – nicht nur zum Vorteil der Nutzer

Laufende Vermessung: Mini-Computer erheben Gesundheitsdaten und verknüpfen sie. So erfährt der Nutzer mehr über Schlafqualität oder Schrittzahl

Für viele Menschen sind Smartwatches ein Spielzeug: Uhren, die mit dem Mobiltelefon verbunden sind und über Sensoren zudem Werte wie die Herzfrequenz kontrollieren können. Auch für Adam L. (24), Robotik-Student aus Australien, war der kleine Computer an seinem Handgelenk vor allem technisch interessant. Doch schon kurz nach dem Kauf meldete die Uhr ständig, dass mit seinem Herzen etwas nicht in Ordnung sei: Es schlage im Schlaf 130-mal pro Minute. Viel zu schnell für einen jungen und sportlichen Mann. Der Student suchte deshalb ­einen Arzt auf. Der entdeckte einen angeborenen Herzfehler; kurze Zeit später wurde Adam L. operiert.

Technik, die motiviert

Eine Armbanduhr, die Herzleiden erkennt – bis vor Kurzem hätte das nach Fiktion geklungen, heute wird es mehr und mehr zur Realität. Kleine tragbare Geräte (engl.: Wearables) können Gesundheits- und Umweltdaten zunehmend genauer messen – dank raffinierter, winziger Sensoren. Sie überwachen Herzfrequenz und Atem, melden Schlaf- und Wachphasen, messen die Körpertemperatur, registrieren Stürze und Stress oder berechnen verbrauchte Kalorien.

Beworben werden sie von ihren Herstellern mit dem Versprechen, dass die Gesundheit von der Technik profitiere. Dass etwa die Motivation zunehme, gesünder zu leben – mit mehr Bewegung, weniger Stress, besserem Schlaf.

Damit passen die Geräte perfekt in unsere Zeit, findet der Soziologe Dr. Nils Heyen, der am Fraunhofer-­Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) zu neuen Technolo­gien in Medizin und Gesundheits­wesen forscht. "Bei den Nutzern spie­­len Fitness- und Schönheitsideale eine Rolle, aber auch, dass man sich um das eigene Glück sorgt – und eben um die eigene Gesundheit."

Ein teurer Spaß

Die Verbraucher lassen sich das ­etwas kosten. Je nachdem, wie viele Funktionen es bietet, kostet so ein Messgerät zwischen 50 und über 800 Euro. Für die Hersteller sind die kleinen Produkte ein großes Geschäft geworden. Umfrageergebnisse des Bran-chenverbands Bitkom ergaben bereits 2016, dass fast jeder dritte Deutsche die digitalen Helfer nutzt, um Daten über die eigene Gesundheit zu erheben und auszuwerten.

Experten gehen aufgrund aktueller Zahlen davon aus, dass sich der Absatz von Sportarmbändern und Fitnesstrackern seit 2015 fast verdoppelt hat. Etwa 3,58 Millionen wurden 2017 verkauft.

Trotz der großen Verbreitung sind noch viele Fragen offen. Die wichtigste: Helfen die Geräte wirklich dabei, gesünder zu leben? "Bislang ist die Studienlage dazu noch sehr uneinheitlich und insgesamt dünn", sagt Heyen.

Mini-Rechner am Körper

Wearable kommt vom eng­lischen Begriff für "tragbar" und steht für kleine, nah am Körper getragene Computersysteme.

Sensoren, die in Uhren (sogenannten Smartwatches), Fitness-
armbänder, Kleidung oder Pflaster integriert sind, erheben Daten zu Körperfunktionen und übermitteln sie an einen Computer.

Großer Markt, kleine Erfolge

Eine von der EU geförderte Studie, die die Abnehmerfolge übergewichtiger Jugendlicher untersuchte, zeigte einen positiven Effekt, wenn die Probanden digitale Messgeräte für die Datenerhebung nutzten. Sie waren allerdings nur eine von vielen Maßnahmen. Eine größere Studie mit übergewichtigen Teenagern in den USA kam dagegen zu einem ernüchternden Ergebnis: Die Teilnehmer, die ihre Aktivität mit einem Tracker kontrollieren sollten, nahmen deutlich weniger ab als die Probanden ohne die Messgeräte.

Dabei werden einige der neu entwickelten Funktionen von Medizinern durchaus positiv beurteilt. Herzspezialisten etwa nutzen sie schon länger, zum Beispiel bei Patienten mit Verdacht auf Herzrhythmusstörungen. Eines der führenden amerikanischen IT-Unternehmen stellte im September ein neues Smartwatch-Modell vor, das ein einfaches Elektrokardiogramm (EKG) schreiben kann. Der Nutzer muss nur einen Knopf an der Uhr mit dem Finger berühren.

"Zur Überwachung des Herzrhythmus können Wearables eine effektive Methode sein", sagt Thomas Deneke, Sprecher der Arbeitsgruppe Rhythmologie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Studien zeigen, dass die digitalen Messgeräte Auffällig­kei­ten daran mit 90-prozentiger Sicherheit erkennen. Im vergangenen Jahr erteilte die amerikanische Zulas­­sungs­­behörde für Medizinprodukte FDA der Uhr mit EKG-Funktion deshalb eine Genehmigung.

Beim Blutdruck klappt es nicht

In Deutschland werden die Geräte allerdings ohne diese Funktion auf den Markt kommen. "Wenn so eine Zulassung jedoch kommt, dann könnte das durchaus helfen, manche herzkranke Menschen früher und besser zu behandeln", sagt Deneke.

Eine verlässliche Blutdruckmessung dagegen werden die Geräte wohl erst in den kommenden Jahren leisten können. Verschiedene Firmen arbeiten bereits seit Jahren an Modellen, die den Blutdruck auch ohne die klassische Oberarmmanschette ermitteln.

Vernetzt von Kopf bis Fuß    

Zu den Wearables zählen unterschiedliche Geräte, die Daten erheben, analysieren und versenden

Im Tausch gegen die Daten

Bisher konnten die Bemühungen nicht überzeugen. "International ist das ein heiß diskutiertes Thema, aber die Studien bisher reichen für eine Zulassung oder Empfehlung noch nicht aus", sagt etwa Mark Grabfelder, Geschäftsführer der Deutschen Hoch- druckliga.

Und dann ist da noch der Datenschutz. Häufig kritisieren Verbraucherschützer Apps, die sensible Gesundheitsdaten auswerten. Denn das Interesse an diesen Daten ist groß: bei Herstellern, Forschungseinrichtungen – oder Versicherungen. Ebenso groß ist die Versuchung der Nutzer, bei den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Anbieter einfach ein Häkchen zu setzen – und damit die ei­genen Daten aus der Hand zu geben.

In Europa sind der Nutzung solcher ­Daten gesetzliche Grenzen gesetzt. In den USA jedoch gibt es bereits Ver­sicherer, die Lebensversicherungen nur noch Kunden anbieten, die im Gegenzug die Daten ihrer Fitness­tracker zur Verfügung stellen.

Geringverdiener außen vor

Dabei könnten die Daten durchaus sinnvoll eingesetzt werden, sind Experten wie Nils Heyen überzeugt. Bislang werden die nicht ganz billigen Geräte vor allem von Menschen genutzt, die ohnehin gesundheitsbewusst leben.

Diejenigen, denen es im Alltag schwerfällt, sich in ausreichendem Maß zu bewegen oder gesund zu ernähren, bleiben ­dagegen außen vor. Geringverdiener zum Beispiel oder Alleinerziehende. Datenwolken könnten hier ansetzen und Ideen für bessere Präventionsangebote liefern. Soziologe Heyen bedauert: "Bislang ist das eher ein Versprechen geblieben."

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